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Pastor
Wolfgang Tereick, heutiger Geschäftsführer der Diakonie
Freistatt, äußert sich, am 28. Mai 2005, wie
folgt:
Betreff: Ihre Einträge im Gästebuch
der Diakonie Freistatt [ gelöscht ].
Sehr
geehrte Frau [………],
zu Ihren beiden
Fragen möchte ich kurz antworten:
1. Die
Erziehungsmethoden in der sogenannten "Freiwilligen
Erziehungshilfe" und der "Fürsorgesorgeerziehung"
für Jugendliche und junge Erwachsene der 50-er und 60-er
Jahre sind aus HEUTIGER Sicht kaum nachvollziehbar. Harte
körperliche Arbeit galt als erfolgversprechende
"pädagogische" Maßnahme.
Die Diakonie
Freistatt unterschied sich in dieser Zeit nicht von anderen
Einrichungen.
Alle jungen Männer kamen mit der
Zuweisung eines Jugendamtes nach Freistatt.
In der
Beschreibung der Zustände ist auf den von Ihnen entdeckten
Internetseiten [@ http://www.heimkinder-ueberlebende.org]
sicher manches zutreffend beschrieben.
FALSCH sind hingegen
die Behauptungen, die Jugendlichen wären illegal und
ausschließlich zur Arbeit hier festgehalten worden.
[……….]
2. Die Vorstellung von
diakonischen und kirchlichen Einrichtungen im Internet [und somit
auch die Vorstellung der heutigen Diakonie Freistatt im Internet]
sind inzwischen unverzichtbar. [……….]
Mit
freundlichen Grüßen [Pastor] Wolfgang
Tereick [Geschäftsführer der Diakonie Freistatt]
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Pastor
Wolfgang Tereick, heutiger Geschäftsführer der Diakonie
Freistatt, äußert sich, am 31. Mai 2005, wie folgt:
[
“Was ist dran an den Gerüchten, in Bethel betreibt die
evangelische Kirche ein legales Zwangsarbeitslager für
Jugendliche nach dem Muster eines Konzentrationslagers? Ich bitte
um ehrliche Auskunft.” ]
Sehr geehrter Herr
[………],
in der Tat, es handelt sich um
Gerüchte, vor allem darum, wenn behauptet wird, es gäbe
HEUTE “Zwangsarbeitslager” für Jugendliche.
In
den 1950er und 1960er Jahren gab es in Freistatt Häuser der
Fürsorgeerziehung, in denen gemäß den überall
gültigen Erziehungsgrundsätzen gearbeitet wurde.
Die
Arbeit im Torfabbau gehörte für die “Zöglinge”
(so wurden die jungen Männer tatsächlich genannt) zum
Alltag.
Es handelte sich in der Regel um junge Männer,
die älter als 18 Jahre waren (Volljährigkeit erst ab
21!) und die bereits straffällig geworden waren und vorher
schon in anderen Heimen gelebt hatten.
Sie wurden über
örtliche Jugendämter oder das jeweils zuständige
Landesjugendamt nach Freistatt “überwisen”.
Aus
heutiger Sicht, sind die damaligen Erziehungsmethoden sicherlich
kritikwürdig, aber Freistatt unterschied sich nur insofern
von anderen Heimen, als “die besonders schwierigen Fälle”
hier her kamen.
[……….]
Ihren
Eintrag im Gästebuch habe ich gelöscht, da die
Auseinandersetzung mit der Vergangenheit an anderer Stelle geführt
werden muß.
Mit freundlichen Grüßen [Pastor]
Wolfgang Tereick [Geschäftsführer der Diakonie
Freistatt]
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