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Poliker sind schockiert
Von Volker Resing
Berlin. Ein “Runder Tisch” zum Thema Heimkinder soll die Fragen um Entschädigung und Schuld bei der Misshandlung und unwürdigen Unterbringung von Kindern in den 50er und 60er Jahren in deutschen Kinderheimen klären. Das schlagen die Abgeordneten Karl Schiewerling (CDU) und Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) vor. Nach Anhörung von Betroffenen im Petitionsausschuss des Bundestages waren die Politiker aller Fraktionen schockiert über die Schilderungen und sich darin einig, dass von Berlin aus geholfen werden muss. “Wir können nicht zur Tagesordnung übergehen”, sagt der Coesfelder Schiewerling im Gespräch mit dieser Zeitung. Für dieses Problem brauchen wir ein eigenes Verfahren.”
Der Verein der ehemaligen Heimkinder, der die Anhörung im Bundestag organisiert hat und eine finazielle Wiedergutmachung prüft, fordert auch eine formelle Entschuldigung und eine offizielle Anerkennung des geschehenen Unrechts.
Schiewerling warnt jedoch davor, pauschal alle Heime zu verurteilen. “Es handelt sich weder um Einzelfälle noch um ein von oben organisiertes System der Unterdrückung”, sagt er. Vielmehr habe sich in “einer erschreckend großen Zahl eine falsche Pädagogik Raum verschafft”. Das müsse von heute aus gesehen scharf verurteilt werden.
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