Der Betreiber dieser nichtkommerziellen Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland)

Damalige Heimerziehung: Tagungsbeiträge/Diskussionsbeiträge
(1.) von
Frau Evelin Schönhut-Keil, Erste Beigeordnete des Landeswohlfahrtsverbandes
Hessen
, und
(2.) von Frau Susanne Nöcker, Hessisches Sozialministerium, 09.06.2006,
auf der
vom Landeswohlfahrtsverband Hessen angesetzten Tagung in Idstein im Taunus.


Aus der Geschichte lernen –
die Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren,
die Heimkampagne und die Heimreform

Veranstaltung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen mit der
Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) und dem
SPIEGEL-Buchverlag bei DVA – am 9. Juni 2006 in Idstein im Taunus

Ausschnitt aus der Tagungsdokumentation (Kassel, August 2006)
ISBN: 3-9251-65-2
ISBN: 13:978-3925146-65-7

[ Seite 64 ]

Diskussion zu den Vorträgen

Moderatorin, Tissy Bruns:
Alle Vortragenden sitzen in allergrößter Nähe. Das Program sieht jetzt vor, dass wir
eine Etappe der Fragen und kurzen Antworten einlegen. Ein Wort zu mir: Ich heiße Tissy
Bruns, bin Redakteurin beim Tagesspiegel aus Berlin und werde die Diskussion am Nachmittag
moderieren. Sie soll vor allen Dingen Gelegenheit geben, an unsere Referenten Fragen
zu richten. Wer will, hebt den Arm, ich registriere die Wortmeldungen und bitte um kurze
persönliche Vorstellung für jeden, der an das Mikrofon geht.

[ Seite 77-78 ]

Moderatorin, Tissy Bruns:
Ich möchte jetzt gern Frau Schönhut-Keil und Frau Nöcker nacheinander bitten, doch
festzuklopfen, dass es so etwas wie den runden Tisch der Spitzenvertreter aller Beteiligten
geben soll. Aber sie sollen natürlich auch zu den anderen Vorschlägen ihre Stellungnahme
abgeben.

Zwischenruf: Und die Kirchen?

Moderatorin, Tissy Bruns:
Das versteht sich. Ich habe die Wohlfahrtsverbände genannt. Dazu gehören natürlich
der Caritasverband und das Diakonische Werk. Da stimmen wir überein.

Erste Beigeordnete Evelin Schönhut-Keil:
Also ich will noch mal betonen, weil das vorhin vielleicht und für mich jedenfalls nicht
eindeutig so formuliert worden ist, dass die [öffentliche] Entschuldigung [vom 5. April
2006, von Seiten des Landeswohlfahrtsverbandes] mehr ist als nur ein „billiger
Akt“. Selbstverständlich hat der Landeswohlfahrtsverband Hessen sich seit Anfang der
80er Jahre mit dem Thema der Heimkinder und dem Leid auseinandergesetzt und hat
somit aktiv die Rolle angenommen, als Träger dieser Einrichtungen für die Zukunft hinein
eine entsprechende Würdigung des Leidens auch vorzunehmen. Ich will das an der
Stelle noch mal ganz klar sagen. Wir haben nicht den Kopf in den Sand gesteckt; wir
haben nicht gesagt, dieses ganze Leid und Unrecht ist nicht passiert, sondern wir haben
mit diesem symbolischen Akt in der Tat gesagt, wir nehmen die Verantwortung an,
die sich als Träger dieser Einrichtung für uns in der Zukunft ergibt. Ich würde mir wünschen,
dass sich die Kirchen auch zu diesem Schritt entschließen. Wir, der LWV Hessen,
wollen uns auch in Zukunft aktiv an der Aufarbeitung der Geschehnisse beteiligen. Herr [Klaus]
Lehning [ *** ], der Name ist heute schon öfter gefallen, ist ein hervorragender Mitarbeiter,
der nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Zukunft ein offenes Ohr für
die Fragen hat und Hilfe und Unterstützung anbieten wird. [ *** Ansprechsparner im LWV
Hessen; Klaus Lehning ist ebenfalls ein ehrenamtlicher IGfH-Delegierter ]

Wir wollen die Akten transparent machen und wollen in Zukunft, wenn dann Forderungen,
z. B. nach Entschädigungen, gestellt werden, alles tun, was in unserer Macht steht,
um zu helfen, auch durch die Offenlegung von entsprechenden Unterlagen. Das nehmen
Sie mir bitte so ab. Es ist vorhin gefallen, „das Rechtsbewusstsein für Menschenrechte“
fehlt in den Einrichtungen. Es ist mir ein Bedürfnis zu sagen, dass ich das nicht teile. Es
mag Situationen geben, wo wir Vollzugsdefizite haben, das ist eben auch schon gefallen
und ich bin hier die letzte, die sich hinstellt und sagt, in allen Einrichtungen läuft es perfekt.
Das kann niemand. Aber wenn man sagt, „das Rechtsbewusstsein für Menscherechte“
fehlt in den Einrichtungen, schürt man unberechtigterweise massive Ängste. Die
Mehrheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versucht, unter teilweise schwierigen
Bedingungen, einen guten Job zu machen. Pauschale Verurteilungen helfen uns da
nicht weiter.

Das will ich an dieser Stelle auch ganz ausdrücklich sagen: unser Problem als Kosten-
träger ist, dass die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen immer schwieriger werden,
das Geld ist alle, auch ich kann es weder backen noch drucken. Also, wir müssen
Möglichkeiten finden, mit dem weniger werdenden Geld trotzdem effektiv in der Arbeit
voranzukommen, ohne dass die Qualität der Arbeit unter die Räder gerät. Das ist im

[ 78 ]

Prinzip die Aufgabe, die alle haben, die an verantwortlichen Stellen sitzen. Ich möchte noch
mal unterstreichen, dass alle die damit zu tun haben, diese Aufgabe sehr verantwortungs-
bewusst wahrnehmen. Ich kann es auch sehr persönlich formulieren. Auch ich
hätte Angst, irgendwann in einem Altenheim zu sitzen, in dem die Menschenrechte
nicht geachtet werden und Pflegemängel und Vernachlässigung an der Tagesordnung
sind. Das trifft uns doch alle und insofern arbeiten wir alle an unserer eigenen Zukunft.

Moderatorin, Tissy Bruns:
Frau Nöcker, darf ich eine Besonderheit noch mal ausdrücklich benennen? Es wurde
am Vormittag sehr deutlich darauf hingewiesen, dass der Aktenzugang für viele Betroffene
noch ein großes Problem ist. Formal heißt es immer, dass es der Datenschutz ist,
der für die schwarzen Stellen in den Unterlagen sorgt. Wir wissen, dass der Datenschutz
relativ stark ist in unseren Verwaltungen. Mir scheint da fast, dass hier mal ein
politisches Zeichen nötig wäre um da eine andere Haltung bei den Verantwortlichen
zu finden. Vielleicht könnte noch jemand von Ihnen dazu etwas sagen.

Susanne Nöckers vom Hessischen Sozialministerium:
Guten Tag. Ich glaube – und das zeigt ja auch die Tagung und das große Interesse daran –
, dass wir am Beginn des Weges der Aufarbeitung sind. Ich denke, wenn es wirklich
etwas bringen soll oder bringen kann, geht es nur gemeinsam. Das Heißt, wir brauchen
einen Dialog auch und gerade mit den Betroffenen. Die Betroffenen sind sozusagen
"der Wegweiser" für das, was gebraucht wird und wie man es heute besser machen
kann. Ein ganz wichtiges Element für eine Aufarbeitung ist aus meiner Sicht, dass
Transparenz geschaffen wird. Es muss darüber geredet werden, was war, wan war
was, wie war was, d. h. Es geht also auch wieder um die Frage der Akteneinsicht.

Dann wird es immer wieder in diesen Prozessen auch Momente von Scham auf beiden
Seiten geben, denke ich, und das wird nicht angenehm sein. Das rührt auch an, sich
mit solchen Fragen zu beschäftigen und auseinander zu setzen. Aber da müssen alle
durch. Die Betroffenen sind diesen Schritt gegangen und artikulieren sich. Jezt sind
die, die in welcher Funktion auch immer Verantwortung dafür getragen haben, gefordert,
sich dem zu stellen und gemeinsam mit den Betroffenen zu entwickeln, wie das
ein Stück weit gut bewältigt werden kann, so dass man wirklich was daraus lernen
kann. Ich finde nicht, dass man das, was damals passiert ist, 1 zu 1 auf heute über-
tragen kann. Das, denke ich, ist zu grob.
[.
٪.]
Wir werden ganz genau hingucken müssen, wo läuft was, wo sind Gefahren, wo sind aber auch
heute sowohl die Weiterentwicklung der Heime als auch aktuelle Defizite. Und zwar nicht nur
mit der groben Keule jetzt, nach dem Motto „es soll wieder so wie damals werden“ nach der
Heimbewegung.
[.٪.]
Wenn wir auf heute gucken, stellen wir fest, nicht überall ist die beste der möglichen
Hilfen für Kinder und Jugendliche vorhanden. Wenn ich sehe, welche Karrieren von
„Weiterreichen durch die Institution“ es gibt, zum Beispiel 14 Einrichtungen in 2 Jahren,
dann würde ich sagen, da sollten wir mal hingucken, da wir auch bessere Konzepte
haben und da muss man lernen.
[.٪.]
Was nicht mehr sein darf, und ich denke, da ist auch die Öffentlichkeit zu groß, dass wir
Einrichtungen haben im Sinne von geschlossenen Mauern und es kriegt keiner draußen mit,
was passiert. Jeder von denen, die in solchen Institutionen arbeiten, muss zu jeder Zeit in der
Lage sein, sein Handeln professionell und ethisch begründen zu können. Das ist eine Forderung,
an der man arbeiten muss. Das heißt nicht, dass nicht mal auch Fehler passieren können, aber
die müssen offen bearbeitet werden, verschweigen gildet da nicht.

[ und später noch einmal @ Seite 86 ]

Erste Beigeordnete Evelin Schönhut-Keil:
Ich wollte gern noch auf die Frage von Herrn Schreyer eingehen.

Moderatorin, Tissy Bruns:
Sie sind persönlich angesprochen worden. Sie müssen antworten können, das ist wahr.
Dann machen Sie den Anfang. Dann spricht Frau Wolff.

Erste Beigeordnete Evelin Schönhut-Keil:
Ich machs’s auch relativ kurz. Ich möchte nur sagen. Es ist für uns hier oben auf dem
Podium ein bischen schwierig. Wir haben eine gesamt-gesellschaftlich-politische-
Diskussion und wir haben die Einzelfälle. Ich würde Ihnen einfach nur anbieten, weil ich
Ihren Einzelfall [ja] jetzt nicht so gut kenne: Ich komme gleich noch mal zu Ihnen. Ich habe
da noch eine Idee, Ihre Mutter betreffend. Aber ich würde das jetzt ungern hier vor dem
Publikum machen wollen. Okay?

[ Für die vollständige – 102 Seiten umfassende – Tagungsdokumentation wird ein Unkostenbeitrag von 8.00 Euro erhoben. Bestelladresse: Landeswohlfahrtsverband Hessen, Pressestelle, Ständeplatz 6-10, 34117 Kassel, Bunderepublik Deutschland – Germany.

Pressestelle Ansprechspartner, u.a.:
Jörg Daniel
Telefon: (05 61) 10 04 - 22 13
E-mail:
joerg.daniel@lwv-hessen.de ]

[
Webseite des Landeswohlfahrtsverband Hessen
@
http://www.lwv-hessen.de/webcom/show_startseite.php/_c-396/i.html

Landeswohlfahrtsverband Hessen Ansprechspartner:
Klaus Lehning (ebenfalls ehrenamtlicher IGfH-Delegierter)
Ständeplatz 6-10
34117 Kassel
Telelefon: 05671/1004-2386
E-mail:
klaus.lehning@lwv-hessen.de ]

[ Schönhut-Keil
, Mitglied BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, Landtagsfraktion Hessen
Erste Beigeordnete Evelin Schönhut-Keil, Erste Beigeordnete des LWV Hessen
Webseite:
http://www.schoenhut-keil.de
Webseite:
http://www.lwv-hessen.de/webcom/show_article.php/_c-235/_nr-20/i.html
E-mail:
e.schoenhut-keil@ltg.hessen.de ]


Die Nutzung eckiger Klammern für spezifische Zwecke ist international: eckige Klammern werden benutzt um zu kennzeichnen, dass ein Wort oder ein Text so eingeklammert, nicht im zitierten oder reproduzierten Original vorhanden ist, aber zur besseren Erklärung hinzugefügt worden ist.


[ Erstveröffentlichung auf dieser Webseite: 12. Oktober 2006 ]


Subindex Nr. 11

SPIEGEL-Buch: "Schläge im Namen des Herrn –
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
|
Buchauthor, Dokumentarfilmer und Fernsehjournalist: Peter Wensierski |
ISBN: 342105892X | Ab 07.02.2006 auch in Buchläden erhältlich.


Zum ersten Jahrestag der Veröffentlichung des SPIEGEL-Buches
"Schläge im Namen des Herrn - Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
11. Februar 2007 - „Herzlichen Dank“ sagt Peter Wensierski „an“ „alle“, „die“ zuvor
und seither „mitgewirkt" und „mitgeholfen“ „haben" „das jahrzehntelange Schweigen
über eines der dunkelsten Kapitel der Nachkriegsgeschichte zu brechen“.


HEIMKINDER-SCHICKSALE: "Wie geprügelte Hunde" - Von Peter Wensierski
Sie wurden geschlagen, erniedrigt und eingesperrt. Unter oft unvorstellbaren
Bedingungen wuchsen in den fünfziger und sechziger Jahren Hunderttausende Kinder und Jugendliche
in kirchlichen Heimen auf.
"Wir waren Zwangsarbeiter", sagen sie heute. Ein dunkles Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte


Jürgen Schubert – Fünfzehn Jahre Leid im Heim under der Macht des ORDEN
DER RECHTHABENDEN, der Barmherzigen Schwestern in Marsberg.
SPIEGEL-online-Panorama 19.05.2006 – “20 Euro für 15 Jahre Leid.”
Kirchen und Politik in Deutschland nehmen sich jetzt erstmalig des Schicksals
der Ehemaligen Heimkinder der bundesrepublikanischen Nachkriegszeit an.


Heimkinder weinen noch immer – auch noch 30, 40, 50, 60, 70 Jahre später,
nach den Qualen und Misshandlungen, denen sie als “Schutzbefohlene”
von ihren damaligen ‘Erziehern’ in christlichen sowie auch in staatlichen Heimen ausgesetzt wurden.
Ihre Traumata und ihr Leiden begleitet sie ihr ganzes restliches Leben !!!

( Aktuelle Ausgabe, Hessische Zeitung, Guxhagen, Mittwoch, 8. März 2006 )

Die Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung,
Ostwestfalen-Lippe, No. 273 , am Montag, 24 November 2003, berichtet auf Seite 4 –
Heimkinder wollen nicht vergessen werden
Landschaftsverband sagt Betroffenen Hilfe zu.


Offizieller Bericht und Beschlüsse – LWL - Landschaftsverband Westfalen-Lippe
– Landesjugendamt – in Münster – Vorlage 11/1891 vom 16.12.2003
betreffend "Aufarbeitung der Fürsogeerziehung in den 60er- und 70er-Jahren",
und der Anfang, diesbetreffend, gemacht von Gisela Nurthen und Marion Zagermann.


BUCHVORSTELLUNG – SPIEGEL-Buch – "Schläge im Namen des Herrn –
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
– WENSIERSKI, Peter –
Deutsche Verlags-Anstalt, München 2006 – ISBN 342105892X – Gebunden, 249 Seiten, 19,90 EUR
– Buchvorstellung verfasst von Marion Zagermann am 1. Februar 2006 –


Deutschlandfunk - dradio.de : 27.03.2006 - Vorstellung und Rezension drei verschiedener Bücher:
Politische Literatur -
eins davon: damalige Heimerziehung "Schläge im Namen des Herrn -
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
von Peter Wensierski.
Redakteur am Mikrofon:
Hermann Theißen;
Rezensenten:
[ 1.) ] Volker Ullrich, [ 2.) ] Otto Langels, [ 3.) ] Marcus Heumann.


Kurzvorstellung des neusten SPIEGEL-Buches von Peter Wensierski: "Schläge im Namen des Herrn -
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
von lär/bor
vom 22.05.2006 in "Die Berliner Literaturkritik", unter der Überschrift
"Knute und Halleluja" - "Die Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik".


"IN DEN-KLAUEN DER KIRCHE" - Mai 2006 Buchrezension : TIP Berlinonline
von
Margit Miosga zum SPIEGEL Buch
»SCHLÄGE IM NAMEN DES HERRN -
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik
«, Peter Wensierski,
ISBN 342105892X, erschienen im SPIEGEL-Verlag, 11.02.2006.


Buch-Rezension des neusten SPIEGEL-Buches von Peter Wensierski: "Schläge im Namen des Herrn -
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
von Victoria Gross
vom 04.09.2006 in "Die Berliner Literaturkritik", unter der Überschrift
"Kirchlicher Fürsorgeknast - Rohrstockrepublik Deutschland".
"Ein Buch über Menschenrechtsverletzungen in westdeutschen Heimen".


Frühere Heimkinder haben (Ende 2003) eine Interessengemeinschaft gegründet:
Sie wollen entschädigt werden für erlittenes Unrecht, Prügel und Zwangsarbeit, denen
sie in vielen staatlichen sowohl wie auch konfessionellen Heimen ausgeliefert waren.


Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren:
LWV-Verbandsversammlung entschuldigt sich
bei damaligen Heimkindern für erlittene Gewalt:
„Der Landeswohlfahrtsverband Hessen spricht sein tiefstes Bedauern
über die damaligen Verhältnisse in seinen Heimen aus
und entschuldigt sich bei den ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohnern,
die körperliche und psychische Demütigungen und Verletzungen erlitten haben.“


Die Verbandsversammlung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen
hat in ihrer Plenarsitzung am 5. April 2006 einstimmig beschlossen
sich bei den ehemaligen Heimkindern aller ihrer damaligen Einrichtungen
zu entschuldigen.
Rede auf der Plenarsitzung der Verbandsversammlung 2006 des
Landeswohlfahrtsverbandes Hessen am 5. April 2006.


Frankfurter Rundschau 06.04.2006.
Entschuldigung bei Heimkindern.
Landeswohlfahrtsverband spricht "tiefstes Bedauern" über Gewalt
in Erziehungsanstalten der Nachkriegszeit aus
Der Landeswohlfahrtsverband LWV will ehemaligen Heimkindern bei ihrem Kampf
um Anerkennung und Unterstützung helfen. Das hat die Verbandsversammlung
am Mittwoch einstimmig beschlossen. In manchen Erziehungsanstalten
wurden bis in die 70er Jahre hinein Kinder misshandelt.


Frankfurter Rundschau 06.04.2006.
Entschuldigung aber keine Entschädigung.
Beim Formulieren der Erklärung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen
am Mittwoch den 5. März 2006, wurde alles vermieden,
was Ansprüche gegen den Heimträger begründen könnte.


►Heimerziehung: Lektüre / Tagungsbeitrag von Prof. Dr. Christian Schrapper
Professor für Pädagogik und Sozialpädagogik an der Universität Koblenz –
an die Anwesenden der Veranstaltung am 9. Juni 2006 in Idstein im Taunus,
mit Kommentaren, u. a., von Wolfram Schäfer
(Philipps Universität Marburg)
und Peter Wensierski
(SPIEGEL - Berlin).


Jürgen Schubert, Vorsitzende des Verein ehemaliger Heimkinder e.V., 09.06.2006, auf der
vom Landwohlfahrtsverband Hessen angesetzten Tagung in Idstein im Taunus,
klar und deutlich trägt vor die Forderungen der ehemaligen Heimkinder
an Kirche und Staat – d.h. an die beiden deutschen Amtskirchen und an die
Bundesrepublik Deutschland, sowie an alle damals beteiligten Landesregierungen.


► Damalige Heimerziehung: Dreiteilige Ansprache von Michael-Peter Schiltsky
Vereinsberater: Verein ehemaliger Heimkinder e.V.
an die Anwesenden der Veranstaltung am 9. Juni 2006 in Idstein im Taunus,
eine Tagung, die vom Landeswohlfahrtsverband Hessen angesetzt worden war.


►Heimerziehung: Tagungsbeitrag/Diskussionsbeitrag
von Prof. Dr. Mechthild WolffFachhochschule Landshut
und Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen
(IGfH), am 9. Juni 2006, auf der
vom Landeswohlfahrtsverband Hessen angesetzten Tagung in Idstein im Taunus.


►Damalige Heimerziehung: Tagungsbeitrag/Diskussionsbeitrag
von Pro. Dr. Dr. hc. Reinhard Wiesner,
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen, und Jugend
(Deutscher Bundestag = German Federal Parliament), am 9. Juni 2006, auf der
vom Landwohlfahrtsverband Hessen angesetzten Tagung in Idstein im Taunus.


►Damalige Heimerziehung: Tagungsbeiträge/Diskussionsbeiträge
(1.) von Frau Evelin Schönhut-Keil, Erste Beigeordnete des Landeswohlfahrtsverbandes
Hessen
, und
(2.) von Frau Susanne Nöcker, Hessisches Sozialministerium, 09.06.2006,
auf der vom Landeswohlfahrtsverband Hessen angesetzten Tagung in Idstein im Taunus.


►Damalige Heimerziehung: Tagungsbeitrag/Diskussionsbeitrag
von Dr. Matthias Almstedt, Leiter der Abteilung Sozialpädagogik an der Käthe-Kollwitz-
Schule in Marburg
, vom 9. Juni 2006, auf der
vom Landeswohlfahrtsverband Hessen angesetzten Tagung in Idstein im Taunus.


►Damalige Heimerziehung: Tagungsbeitrag/Diskussionsbeitrag
von Herrn Andreas Prinz, Leiter des Landesjugendamtes Giessen, in Hessen, 09.06.2006,
auf der vom Landeswohlfahrtsverband Hessen angesetzten Tagung in Idstein im Taunus.


►Heimerziehung: Tagungsbeitrag/Diskussionsbeitrag von MdP Marlene Rupprecht
(SPD)Mitglied des Petitionsausschusses im Deutschen Bundestag, am 9. Juni 2006,
auf der vom Landeswohlfahrtsverband Hessen angesetzten Tagung in Idstein im Taunus.


Menschenwürde und Menschenrechte:
Die Aufgabe des Bundestags-Ausschusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe
ist es, unter anderem, "Verletzungen zu korrigieren".
Das Forum Menschenrechte ist ein Netzwerk von mehr als 40 deutschen
Nichtregierungsorganisationen
(NGOs), die sich für einen verbesserten, umfassenden
Menschenrechtschutz einsetzen.


LWV-Landes-direktor vom Landeswohlfahrtsverband Hessen, Uwe Brückmann,
über die Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den 50ern und 60ern.
"Damals fehlte die Kontrolle" – FORUM – HNA-online – Interview vom 31.03.2006.


Zwei wichtige Leserbriefe - unter anderen - @ Kobinet Nachrichten.
Leserbriefe
(1.) von Diplom Psychologin, Gertrud Zovkic, vom 04.04.2006
und
(2.) von einem damalig Betroffenen, Heinz-Peter Junge, vom 19.04.2006.


In Anerkennung und zur Erinnerung an die Initiatorin der Heimkinder-Sache,
Gisela Nurthen, und all ihre Arbeit und all ihre Bemühungen
zur Aufdeckung der Schandtaten begangen an Hunderttausenden
von Kindern und Jugendlichen in Heimen in der Bundesrepublik Deutschland
während des “Wirtschaftswunders” der Nachkriegsjahrzehnte.
Auszüge aus dem SPIEGEL-Buch von Peter Wensierski
“Schläge im Namen des Herrn – Die verdrängte Geschichte der Heimkinder
in der Bundesrepublik”


Der Spiegel, 16/2006 – Späte Reue – Kirchen unter Erklärungsdruck
zur Geschichte der Heimerziehung und schwarzen Pädagogik
in der Bundesrepublik Deutschland.


Fotogalerie zwangarbeitender Jungens.
Zwangsverpflichtet im Vaterland!

"ZWANGSARBEIT" – "ARBEITSDIENST" – "ARBEITSTHERAPIE" – "KEIN PFENNIG JOBS"
– Fürsorgeerziehung, Jugendwohlfahrt und Arbeiterwohlfahrt und ihre Abarten
in der Geschichte Deutschlands


Siehe auch Heimkinderopfer-Fotogalerie @ http://www.flickr.com/photos/heimkinderopfer/

Fotogalerie zwangarbeitender Mädchen.
Zwangsverpflichtet im Vaterland!

"ZWANGSARBEIT" – "ARBEITSDIENST" – "ARBEITSTHERAPIE" – "KEIN PFENNIG JOBS"
– Fürsorgeerziehung, Jugendwohlfahrt und Arbeiterwohlfahrt und ihre Abarten
in der Geschichte Deutschlands


Braunschweiger Hauszeitschrift des Marienstiftes "Doppelpunkt" - Heft Nr. 3/2000
Aus der Geschichte des Marienstiftes
[und anderen solcher Einrichtungen]:
So, ungefähr, sah es aus – über einen Zeitraum von zwischen 50 bis 70 Jahren –
für ‘verwahrloste’ Mädchen unter dem "Jugendwohlfahrtsgesetz"
in allen deutschen (Mädchen)Erziehungsanstalten / Mädchenheimen
( ob evangelisch-lutherisch oder katholisch ! ),
also auch in der Nachkriegszeit, im "Wirtschaftswunder Westdeutschland".


Ehemalige Insassin des "Haus Weiher"(1964-1968), Sieglinde Alexander, möchte
wissen: Wer kennt Waltraud Jung aus dem
"Mädchenheim Weiher"? - "Haus Weiher" -
eine evangelisch-lutherische Erziehungsanstalt für 'schwererziehbare' Mädchen,
damalig, bis 1972, ein Teil der Rummelsberger Anstalten, in Hersbruck,
nord-nord-westlich von Nürnberg.


Siehe auch Heimkinderopfer-Fotogalerie @ http://www.flickr.com/photos/heimkinderopfer/

Bisher unbeantwortete Korrespondenz an Renate Schmidt MdB (SPD)
Heimkinder-Überlebene bemühen sich um Gehör bei der Bundesregierung
Zuständige Bundesministerien aber schweigen




Siehe auch "Ehemalige Heimkinder" @ heimkinderopfer.blogspot.com und heimkinderopfer2.blogspot.com


Wichtiger Hinweis: Diese Seite wird ziemlich häufig aktualisiert. Damit Sie immer die aktuellsten Beiträge präsentiert bekommen, raten wir Ihnen, bei jedem Besuch dieser Webseite, und jedem erneuten Besuch einer individuellen Seite auf dieser Webseite, auf Ihrer Testatur, zur gleichen Zeit, "Strg"+"F5" zu drücken ("refresh" = aktualisieren ) !


Home Impressum Kontakt Zurück nach oben