Der Betreiber dieser nichtkommerziellen Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland)

SOZIALEXTRA. Zeitschrift für Soziale Arbeit und Sozialpolitik. Dezember 2006
(Seite 6-11)
InterviewRegina Rätz-Heinisch, Beirätin von SOZIALEXTRA
im Gespräch mit SPIEGEL-Journalist Peter Wensierski über sein Buch
"Schläge im Namen des Herrn – Die verdrängte Geschichte der Heimkinder
in der Bundesrepublik" – ISBN 342105892X
.


SOZIALEXTRA Dezember 2006 [ Seite 6-11 ]


Interview


„Und wenn Du nicht brav bist,
dann kommst du ins Heim”


Regina Rätz-Heinisch von SOZIALEXTRA im Gespräch mit
Peter Wensierski über sein Buch „Schläge im Namen des Herrn“

Volker schlief schon, als einmal mitten in der Nacht im Schlafraum das Licht
angeknipst wurde. Ein Erzieher, vor dem viele Kinder große Angst hatten, kam
herein, trat vor das erstbeste Bett. „Aufstehen!“ Der Junge, er hieß Heinz, hatte
sich noch nicht erhoben, da traf ihn schon ein Schlag ins Gesicht. Geht das
nicht schneller? Heinz hatte beide Hände wie einen Schild über seinen Kopf
erhoben und schwieg. „Sonst noch jemand einen Gute-Nacht-Kuss?“

Auszug aus der Lesung von Peter Wensierki auf der Veranstaltung in Idstein am 9. Juni 2006, die
Lesung ist vollständig veröffentlicht unter: http://www.schlaege.com/html/lesung_idstein.html#LesungIdstein


Zu Beginn des Jahres 2006 erschien das SPIEGEL-Buch „Schläge im Namen des Herrn“.
Der Autor Peter Wensierski lässt hier Betroffene, die in den fünfziger, sechziger und
siebziger Jahren in der Bundesrepublik Deutschland in kirchlichen oder staatlichen Heimen
unter demütigenden Bedingungen leben mussten, selbst zu Wort kommen. Viele sprechen
nach über dreißig Jahren zum ersten Mal über ihre Erfahrungen in der Heimerziehung. Im
Buch wird ein bisher wenig bekanntes Kapitel der Geschichte der Erziehungshilfen
aufgegriffen: „Das größte Unrecht, was an jungen Menschen in der Bundesrepublik
Deutschland begangen worden ist“.



SOZIALEXTRA: Wie kam es dazu, dass Du Dich mit dem Thema
„Heimerziehung“ beschäftigst?

Peter Wensierski: Das ist schnell erzählt. Viele sind überrascht, dass wir
beim SPIEGEL Themen aufgreifen, die von außen an uns herangetragen werden,
wir also oft auf Vorschläge reagieren. So war es auch in diesem Fall: eine Leserin
meldete sich und fragte, ob ich nicht mal recherchieren könne, warum denn in den
Paderborner Kinos nicht der Film „Die unbarmherzigen Schwestern“ läuft. Sonst
ware doch der Film über das Schicksal dreier Mädchen in einem von Nonnen
geführten irischen Erziehungsheim überall angelaufen. Ich fragte: „Warum wollen Sie
den Film so dringend sehen?“. Da erwiderte sie:„Weil ich dasselbe hier in
Deutschland erlebt habe.“ Ich fragte: „Wo?“ Sie: „In Dortmund. Bei den
barmherzigen Schwestern, im Vicenzheim.“ Ich staunte: „Die heißen genau wie im
Film „Die barmherzigen Schwestern“? Erzählen Sie doch mal!“ Damit begann die
Recherche, das war der Anlass: die Erzählungen der Frau.


SOZIALEXTRA: Was hat Dich persönlich motiviert?

Peter Wensierski: Ich fand das sehr spannend, aber auch sehr bedrückend, was die
Frau erzählte. Die 60er Jahre in der Bundesrepublik, das ist auch die Zeit, in der ich
ein Jugendlicher war, ich erinnerte mich an den Spruch: „Wenn Du nicht brav bist,
dann kommst Du ins Heim!“ Diese Drohung betraf damals zwar nicht mich, ist aber
für andere Jugendliche bittere Realität geworden. Und was sie im Heim erlebt haben,
das hat dann nie einer von uns Jugendlichen erfahren. Das habe auch ich erst jetzt,
dreißig, vierzig Jahre später erfahren, obwohl damals einige hunderttausend Kinder
und Jugendliche hinter den Mauern der meist geschlossenen Heime für Jahre
verschwanden.

Bei der Recherche, durch die Erzählungen der ehemaligen Heimkinder, habe ich
rasch gemerkt, dass dieses Thema uns alle betrifft, dass es mich betrifft, dass es unser
Land betrifft. Ich habe auch nicht ohne Grund geschrieben, dass ich auf das größte
Unrecht gestoßen bin, was an jungen Menschen begangen worden ist – im Westen
unseres Landes. Ich habe mich als Journalist sehr lange und intensiv mit dem Unrecht in der DDR beschäftigt. Jetzt bin ich auf ein ganz großes Unrecht gestoßen, das im
Westen begangen wurde und gar nicht bekannt ist. Dieser weiße Fleck in unserer
Geschichte hat mich sehr überrascht und es hat mich besonders erschüttert, dass die,
die dafür verantwortlich waren, die ehemaligen Betreiber der Heime, die staatlichen
Kontrolleure und Institutionen, die Kinder und Jugendlichen dort massenweise
eingewiesen haben, die Jugendämter, die Vormundschaftsrichter, die kirchlichen
Institutionen, die die Heime betrieben haben, die Orden, die katholische, die
evangelische Kirche, dass die alle auch seit dreißig, vierzig Jahren dazu geschwiegen
haben. Die betroffenen Männer und Frauen sagten mir: „Wir existieren gar nicht, für
niemanden. Unser Problem existiert nicht. Aber wir sind da. Wir haben das Problem.“

SOZIALEXTRA: Wie ging es dann weiter?


Peter Wensierski: Ich wollte dann immer mehr wissen. Ich habe Gisela Nurthen, die
Frau aus Paderborn gefragt, ob sie noch andere Menschen aus ihrem Heim kennt. Sie
selber hat das Thema ihr Leben lang verdrängt und wollte nun aber endlich, dass
darüber geschrieben und gesprochen wird, dass darüber aufgeklärt wird, was
geschehen ist und dass es nicht länger ein Tabu-Thema bleibt. Das spürte ich auch bei
vielen anderen ehemaligen Heimkindern, dass es Ihnen offenbar ein großes Bedürfnis
ist, endlich darüber zu reden. Da existierte so ein immenser Druck bei den Leuten,
dreißig, vierzig Jahre nach den Ereignissen, da musste endlich etwas raus.
Verdrängung funktioniert ja auf Dauer nicht gut, schon gar nicht das ganze Leben
lang. Verdrängung macht ja auch krank.

SOZIALEXTRA: Worin bestanden Deine ersten Erkenntnisse?


Peter Wensierski: Was mich sehr erstaunte war die Tatsache, dass in den letzten
dreißig Jahren nichts über Heimkinder und was aus ihnen geworden ist, erschienen
war. Die letzten Veröffentlichungen sind die wenigen Bücher, die nach der
Heimrevolte in den 70er Jahren erschienen sind.

SOZIALEXTRA: Wie gelang es, gerade jetzt das Schweigen zu brechen?


Peter Wensierski: Neu an der jetzigen Situation ist, dass diejenigen Menschen sich
erstmals zu Wort melden, die bis heute direkt betroffen sind. Einige hatten sogar
fertige oder halbfertige Manuskripte über ihre Leidenserfahrungen in den Heimen in
der Schublade. Doch sie hatten Angst vor einer Veröffentlichung. Sie haben ja sogar
vor Verwandten, Bekannten, Ehepartner und Kindern darüber geschwiegen: Die
Heimkinder haben auch geschwiegen, weil sie immer dachten, die Geschichten glaubt
ihnen niemand. Sie galten ja schon als Kinder immer als Lügner oder als
unglaubwürdig. Wenn sie damals versucht haben, sich zu beschweren, dann hat sie
keiner ernst genommen: Das Jugendamt nicht, der Heimdirektor nicht und die Eltern
nicht. Dieses Gefühl hat sie ihr Leben lang bis heute begleitet. Es war für viele ein
richtig befreiendes Erlebnis, als ich bei einigen auf sozusagen objektive Akten stieß,
die das belegten, was sie mir erzählten. Das ist ganz wichtig für die Glaubwürdigkeit
der biographischen Erzählungen. Viele Akten sind ja inzwischen vernichtet worden.
Meine Recherchen bei den Vormundschaftsgerichten etwa, sind im Sande verlaufen,
weil dort alles weggeworfen wurde und man glaubte, sich damit auch der
Verantwortung für die einst anvertrauten Menschen entzogen zu haben.

SOZIALEXTRA: Was haben die Betroffenen an Erlebnissen und
Erfahrungen aus den Erziehungsheimen berichtet?


Peter Wensierski: Viele erzählten mir, dass sie ihnen nicht bekannte Medikamente
einnehmen mussten. Ein ungeheuerlicher Vorwurf, den ich aber in den Akten
bestätigt fand. Dort steht drin, dass die Kinder offenbar wahllos Psychopharmaka
bekommen haben, sogar über Jahre, aus Bequemlichkeit, weil man abends Ruhe
haben wollte, oder weil man einfach anders mit „Störenfrieden“ nicht fertig wurde. In
den Akten steht auch, dass die Kinder eingesperrt wurden, in so genannte
„Besinnungszimmer“. Praktisch in jedem dieser Heime gab es mindestens einen,
häufi g mehrere solcher Räume. Manche waren wie Gefängniszellen eingerichtet.
Manche wurden sporadisch genutzt: auf Dachböden, in Wäschekammern, Schränken
oder Kellerräumen. Kinder wurden zur Strafe geschlagen und eingesperrt, häufig aus
nichtigem Anlass. Das fi ndet sich auch in den Akten dokumentiert.

Es gibt solche Zimmer auch heute noch, etwa in der „Diakonie Freistatt“ in der Nähe
von Diepholz, da, wo Fürsorgekinder im Moor arbeiten mussten. Da sind diese Zellen
noch vorhanden. Dort bemühen sich jetzt ehemalige Heimkinder darum, einen
Gedenkort aufzubauen. Auch in Breitenau, 10 km von Kassel entfernt, wo das
berühmte Mädchenheim Fuldatal in Guxhagen liegt, über das schon Ulrike Meinhof
1969 Rundfunkreportagen gemacht hat, gibt es noch wie im Dornröschenschlaf
erhalten gebliebene Räume des Mädchenheims, die fast noch so sind, wie sie 1970
verlassen wurden. Dort sind die „Besinnungsstübchen“,wie sie die Erzieher damals
nannten, noch im Original erhalten. An den Wänden sind die verzweifelten Schriften
der Mädchen eingeritzt.

SOZIALEXTRA: Was veränderte sich für die ehemaligen Heimkinder
durch die jetzige öffentliche Wahrnehmung und Diskussion?


Peter Wensierski: Es ist ein Prozess der Aufarbeitung. Es ist dabei wichtig, auf
andere ehemalige Heimkinder zu stoßen. Heute hat mich jemand angerufen, weil er
gerade darüber sehr glücklich ist. Er besaß bisher drei Fotos aus seiner dieser Fotos
ist. Da haben sie sich in den Armen gelegen, was nicht selbstverständlich ist, denn in
vielen Heimen durften keine Freundschaften zwischen den Kindern entstehen. Zu
dem größten Unrecht zählt für mich auch, dass in den Heimen systematisch
Geschwister voneinander getrennt worden sind, ganz bewusst. Es gibt Menschen, die
versuchen verzweifelt bis heute, die Reste ihrer Familie wieder zu finden und
zusammen zu bringen. Sie haben in der Heimzeit sämtliche soziale Beziehungen zu
ihren eigenen Brüdern oder Schwestern verloren.

Viele Menschen trauen sich nun endlich, in ihrem persönlichen Umfeld darüber zu
reden. Sie fühlen sich ermutigt, gegenüber den Betreibern der Heime ihre Stimme zu
erheben, Wiedergutmachung zu fordern. Es geht auch um eine Anerkennung der
Zeiten, in denen sie dort gearbeitet haben, wenigstens als Rentenjahre. Sie fordern
vehement Einsicht in ihre Akten, sie wollen Bekannte fi nden. Vor allen Dingen
wollen sie selbst wieder als vollwertige Menschen anerkannt werden und nicht mehr
länger das Stigma „Heimkind“ mit sich herumschleppen. Es hat für sie bedeutet,
irgendwie schuldig, irgendwie kriminell, unglaubwürdig und nichts wert zu sein. Das
war das entscheidende Lebensgefühl, das viele bis heute durch die Erziehung von
damals begleitet hat. Das Gefühl: „Du taugst nichts, Du bist nichts wert, aus Dir kann
nichts werden“. Dieses Lebenstrauma soll endlich durchbrochen werden. Für viele
Beteiligte ist es heute ein dringendes Bedürfnis, das jetzt noch, an dieser Stelle ihres
Lebens, zu lösen.

SOZIALEXTRA: Du hast erwähnt, dass der biographische Zugang auch
schwer war: Da waren Erinnerungen, aber auch Verdrängungen, da waren
schmerzvolle Erfahrungen, teilweise die Übernahme von Stigmatisierungen
und Attributionen, der Scham, die Angst, dass einem keiner glaubt, das
jahrelange Verschweigen vor den engsten Angehörigen usw. usf. Wie ist es
gelungen, dass die Leute ihre Erfahrungen erzählen konnten?


Peter Wensierski: Zuhören, ganz einfach! Also erst einmal den Opfern der
Erziehung zu Zucht und Ordnung zuhören und nicht gleich alles anzweifeln oder
relativieren. Man kann es anschließend nachprüfen, was sie erlebt haben, das gehört
klar zur Aufgabe des Journalisten. Aber es tat vielen Leuten gut, dass ihnen endlich
jemand zuhörte. Es ist auch gut, dass jetzt einige Heimkinder eingeladen werden in
die Universitäten, an die Fachhochschulen, zu sozialpädagogischen Seminaren, zu
denjenigen, die heute Pädagogik studieren. Es tut ihnen gut, dass sie ihre Erfahrungen
dort erzählen können, bei den Leuten, denen demnächst Kinder anvertraut werden.
Das geschieht noch viel zu wenig. Die Medien haben zwar viel über mein Buch
berichtet, aber Politiker etwa haben das Thema kaum aufgegriffen. In den Parteien
fühlt sich dafür kaum einer zuständig. Noch in diesem Jahr soll es erstmals zu einer
Anhörung von Heimkindern vor dem Petitionsausschuss des Bundestages kommen.
Ich hoffe, dass es wirklich dazu kommt und nicht dauernd verschoben wird.

Es gibt keinen einzigen Vormundschaftsrichter und keinen Juristen, der sich zum
Thema geäußert hat. Die haben damals die Kinder am Fließband in die Heime
geschickt, oft, ohne diese Kinder überhaupt anzusehen, nach Aktenlage entschieden.
Jugendamtsmitarbeiter haben mir das an verschiedenen Orten geschildert, wie sie
vormittags die Anträge eingereicht und bereits am frühen Nachmittag die Kinder
abgeholt haben. Viele Betroffene wissen bis heute nicht, warum sie eigentlich ins
Heim gekommen sind.

Bei den biographischen Interviews kamen viele Erinnerungen hoch. Meine
Gesprächspartner haben oft weinen müssen. Viele haben einen speziellen
therapeutischen Bedarf, denn sie sind zwar mit ihren Problemen zu Therapeuten
gegangen, aber fühlten sich dort in den meisten Fällen nicht verstanden. Da gibt es
auch bei den Psychologen und Therapeuten einen Nachholbedarf an Informationen
darüber, was damals eigentlich in der staatlichen und kirchlichen Erziehung passiert
ist. Viele Leute haben ganz vieles davon in sich verschlossen, sie haben auch mir
nicht alles erzählt. Vom sexuellen Missbrauch in diesen Heimen ist wahrscheinlich
bisher nur die Spitze des Eisberges bekannt geworden.

SOZIALEXTRA: Fällt Dir eine Geschichte ein, die Dich besonders bewegt
hat?


Peter Wensierski: Ich habe vor allem viel dazu gelernt über Erziehung: selbst
scheinbare Kleinigkeiten haben oft lebenslange Folgen. Ich habe mich nach der
Veröffentlichung des Buches oft gefragt, warum Nonnen, die früher Kinder erzogen
haben, es heute so heftig abwehren, dass sie da etwas falsch gemacht haben. Erzieher
und Kinder erleben dieselben Dinge einfach anders. Ein Erzieher, der ein Kind die
Treppe hochschleift, die Tür aufreißt und es ins Besinnungszimmer einsperrt, erinnert
sich da nicht so daran wie das Kind, das dort dann 48 Stunden im Halbdunkel hockt
und vielleicht Selbstmordgedanken entwickelt oder immer wieder sich die bohrende
Frage stellt: Vielleicht bin ich doch irgendwie schuldig? Vielleicht bin ich schlecht?
Die Auswirkungen auf die Betroffenen sind andere, als das, was die Täter in
Erinnerung haben. Ich bin froh, dass manche Betreiber der Heime nicht völlig
ablehnend auf das Buch reagiert haben und die Geschichten der Betroffenen für
Ausnahmefälle halten. Das ermöglicht die dringend nötige Aufarbeitung mit den
Opfern.

SOZIALEXTRA: Was kann durch Lesen des Buches über Erziehung
gelernt werden?


Peter Wensierski: Ich denke, man wird sensibilisiert für Fragen der Erziehung, wenn
man dieses Buch liest. Man erkennt, welche lebenslangen Folgen die
Unachtsamkeiten von Erziehern haben können, all diese kleinen Gemeinheiten,
Gedankenlosigkeiten oder eine bestimmte Kombination von all dem. Oder welche
Folgen es haben kann, dass es keine Stellen gibt, an die Kinder sich wenden können:
Beschwerdestellen, Rettungsanker. Es hat mich sehr berührt, dass Jugendliche, die in
den besten Jahren ihrer Jugend eigentlich nur erwachsen werden wollten, sich
vielleicht verlieben oder schlicht das Leben kennen lernen wollten, gedankenlos
weggesperrt wurden. Es waren ja Erziehungsheime, keine Gefängnisse. Die
Jugendlichen, die dahin kamen, sollten nicht bestraft werden, es sollte ihnen
eigentlich geholfen werden. Aber sie wurden dort der besten Jahre ihres Lebens und
vieler Chancen beraubt. Sie bekamen eine schlechte medizinische Versorgung. Sie
bekamen eine schlechte Bildung. Sie wurden mit Medikamenten voll gestopft. Es gab
sexuellen Missbrauch. Es gab Gewalt. Sie wurden als billige Arbeitskräfte
ausgebeutet. Staat und Kirchen haben diese Heime nicht gut kontrolliert. Sie haben es
geduldet, denn sie haben genau gewusst, was da vor sich geht. Es ist allen
Verantwortlichen klar gewesen. Es gibt in den Akten genug Material, das belegt, dass
bekannt gewesen ist, was da läuft.

Aber Kinder und Jugendliche waren ohnehin in den 50er und 60er Jahren in der
Gesellschaft viel wertloser als heute und diese Kinder, die dort in den Heimen waren,
galten als besonders wertlos. Es waren die so genannten „gefallenen Mädchen“,die
vielleicht zu früh Kinder bekamen. Es waren uneheliche Kinder, die als Kinder der
Sünde galten. In den kirchlichen Heimen, egal, ob katholisch oder evangelisch,
kamen noch besondere Erniedrigungen hinzu, wie die Unterdrückung von Sexualität.
Ein Beispiel: Der Umgang mit den ersten Monatsblutungen der Mädchen, der
Umgang mit Mädchen überhaupt, denen ständig unterstellt wurde, sie seien verdorben
durch und durch, womöglich geschlechtskrank. Es gab entwürdigende
Untersuchungen auf den Gynäkologenstühlen, demütigende Szenen beim Waschen.
Das waren Spezialitäten der Nonnenheime. Der sexuelle Missbrauch in Heimen von
katholischen Brüdern war besonders hoch; Dinge wie das Schweigegebot und Beten
und Beichten spielten dort eine große Rolle. Daran ist schon der eine oder andere
Jugendliche verrückt geworden. Es kam zu Selbstmorden oder Selbstmordversuchen.
Bis heute ist nicht klar, wie viele in diesen Jahren so gestorben sind. Obendrein haben
viele auch wenige Jahre, nachdem sie aus dem Heim gekommen waren, Selbstmord
verübt.

SOZIALEXTRA: Exemplarisch für den Weg in ein Heim in den 50er
Jahren ist im Buch die Geschichte von Gisela, die mit fünfzehn Jahren
einfach enge Hosen tragen, Motorrad fahren, Jungs treffen und Elvis
Presley hören wollte. Aber ein uneheliches Kind war. Die staatliche Obhut
meinte, sie – vor was auch immer– bewahren zu müssen und so wurde sie,

ohne zu wissen, was geschieht, in ein Heim eingewiesen.


Peter Wensierski: Das ist ein ganz typisches Beispiel: Es gab in der Bundesrepublik
ein Tauziehen zwischen reaktionären Kräften, die an Zucht und Ordnung und an
Gedanken aus der Nazizeit festhalten wollten und es gab gleichzeitig die
Modernisierung der Gesellschaft, die Westöffnung, die Amerikanisierung und das
Herüberschwappen dieses Lifestyles.

Zahlreiche Jugendliche sind damals zerschlissen worden zwischen diesen
Reibungspunkten in der Gesellschaft. So etwas hat es ja in Deutschland auch schon in
der Nazizeit gegeben mit den Edelweißpiraten und den Swingkids. Störenfriede
werden eben zu allen Zeiten und unter allen Systemen am liebsten ausgegrenzt. Es
wird nicht richtig hingeguckt, was los ist: Mit Ausgrenzen und Wegsperren meint
man das Problem zu lösen. An den Geschichten im Buch kann man gut
nachvollziehen, dass auf diese Weise Probleme überhaupt nicht gelöst werden
können.

Wenn man heute immer nach raschen Problemlösungen sucht für problematische
Jugendliche und nach Wegsperren, Ausgrenzen und Strenge, Zucht und Ordnung ruft,
kann man nur sagen: Wer so vorgeht, der richtet mehr Schaden an als ohnehin schon
da ist und es kommen am Ende mehr Kosten auf die Gesellschaft zu, als man damit
zu sparen glaubt.

SOZIALEXTRA: Was erwartest Du an Reaktionen oder sogar
Wiedergutmachungen von der Gesellschaft?


Peter Wensierski: Den ehemaligen Heimkindern muss von denen, die ihr Schicksal
mit verschuldet haben, Gerechtigkeit widerfahren. Da sind in erster Linie die
einstigen Betreiber der Heime gefordert, die katholische und evangelische Kirche, die
für 80 Prozent der 3000 westdeutschen Erziehungsanstalten verantwortlich sind. Da
ist aber auch der Staat, der es versäumt hat, seiner Fürsorgepfl icht und seinen
Kontrollen nachzukommen. Es ist die Politik, die die Vorgaben gemacht hat von
Zucht und Ordnung in den 50er, 60er Jahren. Es ist die Justiz, die die Kinder
unbesehen eingewiesen hat in diese Heime.

All diese Verantwortlichen und noch einige mehr, könnten sich zusammentun und
eine Stiftung, eine Wiedergutmachungsorganisation, gründen, um damit die aktuellen
Leiden von tausenden Betroffenen zu lindern, in dem sie ihnen helfen, diese Zeit
aufzuarbeiten. Das beginnt sicherlich mit einer Entschuldigung, indem klar gesagt
wird: „Wir haben ein großes Unrecht an Euch begangen! Ihr braucht Euch nicht mehr
schuldig zu fühlen oder eine Schuld mit Euch herumzuschleppen, die Euch bis ans
Lebensende belastet. Wir haben Euch wirklich schlecht behandelt. Ihr habt Euch nicht
getäuscht. Es ist wahr, was ihr sagt. Dort haben wenig ausgebildete Erzieher
gearbeitet. Dort waren schlechte Bedingungen. Es wurde geprügelt, es wurde
gedemütigt. Wir sind an Eurem schlecht verlaufenen Leben mit schuldig.“ Das ist
eine Entlastung, die ist wichtig. Aber bei solchen warmen Worten darf es nicht
bleiben. Zu der Entschuldigung gehört auch, dass Heimkindern konkret geholfen
wird.

Ich habe als Reaktion auf das Buch oft genug erlebt, dass von Caritas, Diakonie und
staatlichen Einrichtungen diese Schuld gern ganz allgemein anerkannt wird. Doch es
wurde bisher noch kein einziger Schritt gemacht, in konkreten Fällen wirklich
Heimkindern nachhaltig zu helfen. Ich denke zum Beispiel an den Fall einer Frau,
Elfriede Schreyer aus Hessen, die Jahrzehnte lang im Idsteiner Kalmenhof als billige
Arbeitskraft ausgebeutet wurde. Sie kam in das Heim als Zwölfjährige und blieb
dreißig Jahre dort. Solchen Personen muss rasch eine Wiedergutmachung angetragen
werden.

SOZIALEXTRA: Was hast Du über das pädagogische Milieu erfahren in
den Institutionen? Was hat begünstigt, dass Demütigungen und Gewalt
durch Erziehungspersonen ausgeübt wurde?


Peter Wensierski: Ich habe zum Beispiel erfahren, dass Gewalt in einer solchen
Institution begünstigt wird, wenn diejenigen, die sie betreiben, gedeckt werden: Wenn
die Direktoren, die Verantwortlichen so einer Institutionen, nicht den Opfern glauben
und nicht dem geringsten Vorwurf nachgehen, sondern in erster Linie um ihre
Institution Angst haben, haben, um den Ruf ihrer Institution – und deshalb ihre
Erzieher und ihre Angestellten in den Schutz nehmen.

SOZIALEXTRA: Worin siehst Du die Bedeutung Deines Buches für die
heutige Jugendhilfe? Was möchtest Du Menschen, die in den
Erziehungshilfen als SozialarbeiterInnen oder ErzieherInnen
tätig sind
bzw. tätig werden möchten, sagen?


Peter Wensierski: Ich glaube, es ist für die Menschen in den Erziehungshilfen sehr
wichtig wahrzunehmen, auf welchen Erfahrungen sie aufbauen, in welche Fallen sie
dabei geraten können: Wir haben hier in Deutschland über Jahrzehnte eine schlimme
öffentliche Jugendhilfe gehabt. Und ich denke, dass man das zur Kenntnis nehmen
muss aus der Sicht der Betroffenen. Ich habe als Journalist gesehen, dass die
wissenschaftliche Literatur über diese Zeit nicht ausreichend ist und kein Gefühl
dafür vermittelt, was da wirklich passiert ist. Da werden endlos Veränderungen von
Institutionen und Gesetzen beschrieben. Da werden pädagogische Ansätze hin und
her beschrieben, nur die Menschen kommen darin eigentlich nicht vor. Die
Auswirkungen, das Ergebnis von Pädagogik, kommt darin auch selten vor.

Ich denke, man kann nur eine gewisse Sensibilität für seine Arbeit heute entwickeln,
wenn man die Erfahrungen anderer aufgreift und sieht, welche Folgen was wie bei
den Leuten hinterlässt. Ansonsten habe ich einige konkrete Anregungen: Es fehlt
beispielsweise eine Wanderausstellung über die verdrängte Geschichte der
Heimkinder, die durch alle Heime, die noch bestehen – es existieren ja noch 400
dieser damaligen Heime – zieht.

Oder eine Ausstellung im Deutschen Historischen Museum über die Erziehung in den
50er und 60er Jahren. Es gibt auch Orte, die zu Gedenkorten umgewandelt werden
könnten, dauerhaft. Dort könnten heutige Pädagogikstudenten besser verstehen, was
sich nicht wiederholen darf. Mir ist es ja auch so gegangen: Erst als ich in einem
dieser Besinnungszimmer war, habe ich wirklich begriffen, was es für einen
12jährigen bedeutet haben muss, dort eingesperrt gewesen zu sein.



Prof. Dr. Regina Rätz-Heinisch, Jahrgang 1970, ist Hochschullehrerin für Kinder und Jugendhilfe an der Alice- Salomon-Hochschule Berlin und Beirätin von SOZIALEXTRA. Kontakt via E-Mail: raetz@asfh-berlin.de


© SOZIALEXTRA. Zeitschrift für Soziale Arbeit und Sozialpolitik“
Die Zeitschrift SOZIALEXTRA erscheint zehn Mal pro Jahr.
Einzelheftpreis: 12,- €. Jahresabonnement ab 2007 (inklusiv Digitalzugriff) 49,80 €.
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[ Erstveröffentlichung auf dieser Webseite: 15. Dezember 2006 ]
[ Weiterveröffentlicht hier, mit freundlicher Genehmigung des VS-Verlages, Wiesbaden ]

Subindex Nr. 13

BRD: »Ehemaliges Jugendheim Glückstadt - Schläge, Zwangsarbeit und Nazi-Uniformen.«
»Anhand neuer Akten wird nun der Skandal um das Heim Glückstadt in Schleswig-Holstein
neu aufgerollt.
« Süddeutsche Zeitung: sueddeutsche.de - Panorama - 14.11.2007.


Detailierter Zeitzeugenbericht von ehemaliges Heimkind Rolf Breitfeld
(Jahrgang 1948) über die staatliche Ausführung der "Freiwilligen Erziehungshilfe"
und der "Fürsorgeerziehung" in "Glückstadt" an der Elbe in Schleswig-Holstein.
Schilderung des tatsächlichen Umgangs Erwachsener mit jugendlichen "Schutzbefohlenen"
in ihrer "Obhut". Die "Insassen" waren ihren erwachsenen Peinigern hilflos ausgeliefert
und diese überall in Westdeutschland staatlich verordnete und staatlich gesegnete Kinderquälerei
nahm jahrzehntelang, auch in Schleswig-Holstein, uneingeschränkt ihren Lauf.


RBB Potsdam in seinem TV-News-Journal -Programm STILBRUCH  Das Kulturmagazin
Ein Beitrag von Petra Dorrmann, vom 14.12.2006:
»Der Autor Peter Wensierski schildert in seinem Buch "Schläge im Namen des Herrn" das
Leid ehemaliger Heimkinder kirchlicher und staatlicher Heime. Nun hat er die Anhörung
der Betroffenen vor dem Petitionsausschuss des Bundestags organisiert.
«


Kieler Nachrichten, 21.01.2008, Nr.17 (Seite 12) : Heike Stüben : Landesfürsorgeheim
Glückstadt
/ Elbe : Menschenverachtende Behandlung und Brutalität.
Glückstadt, einst das Synonym für Endstation
«»Die Leiden der ehemaligen Heimopfer
werden aufgearbeitet: „Alles kommt wieder hoch“
«.


Kieler Nachrichten, 23.06.2007 : Heike Stüben : Landesfürsorgeheim Glückstadt / Elbe
»Im Namen der Fürsorge« Menschenverachtende Behandlung und Brutalität.
Es wird verlangt: "Das Unrecht von damals darf nicht länger verdrängt und zudeckt
werden. Das gebietet der Respekt vor denen, die dort gezeichnet, misshandelt wurden
oder gar zu Tode gekommen sind."


29.05.2007 / 30.05.2007 Artikel im Schleswig-Holsteiner Zeitungsverlag - GmbH
Artikel von Tanja Nissen : »"Wenn du nicht brav bist, kommst du ins Heim"«
DIE HÖLLE VON GLÜCKSTADT - vorheriges "Arbeitserziehungslager" und dann in der
Bundesrepublik Deutschland
(bis 1974) "Landesfürsorgeheim" Schleswig-Holstein, an der Elbe.


03.06.2008 Artikel im Schleswig-Holsteiner Zeitungsverlag - GmbH
Artikel von Christine Reimers : »"ZDF-Dokumentation über Fürsorgeheim"«
DIE HÖLLE VON GLÜCKSTADT - und andere, weitere solcher Fürsorgehöllen in der
Bundesrepublik Deutschland - das heißt im "Wirtschaftswunderland Westdeutschland".


27.05.2008 Artikel im Schleswig-Holsteiner Zeitungsverlag - GmbH
Artikel von Christine Reimers : »"Gefangen im Namen der Fürsorge"«
DIE HÖLLE VON GLÜCKSTADT - vorheriges "Arbeitserziehungslager" und dann in der
Bundesrepublik Deutschland
(bis 1974) "Landesfürsorgeheim" Schleswig-Holstein, an der Elbe.


"ESV: Aufarbeitung der Nachkriegszeit" - Das zweite Treffen (Mitte Mai 2007)
der Opfer der damaligen Heimerziehung aus dem Johanna-Helenen-Heim
der Evangelischen Stiftung Volmarstein
(ESV), in Wetter-Volmarstein (bei Hagen/
Herdecke, südlich von Dortmund
), ist Anlass für diese Bekanntgebung.
Opfer fordern eine umfangreiche Entschuldigung von der ESV.
Berichtet online in der
Westfalen Post am 21. Mai 2007.


Re: SPIEGEL-Buch "Schläge im Namen des Herrn" von Peter Wensierski.
Buchempfehlung in einer Veröffentlichung der
FACHKLINIK KAMILLUSHAUS GMBH :
"Kamillushaus Informationen Essen", Ausgabe 1/2007 (April 2007), (Seite 14 - 17).
Das Kamillus Haus in Essen -
Ordensprovinz der Kamillianer - 100 Jahre Heilstätte und
Fachklinik für Suchtkranke war ebenfalls
(besonder während der ersten Hälfte des
20. Jahrhunderts
) eine geschlossene Einrichtung, wo das Motto "Arbeite und Bete"
auf der Tagesordnung stand und den Alltag der Insassen prägte und bestimmte.

( Diese Buchempfehlung ist, auch darum schon, von ganz besonderer Bedeutung ! )

SPIEGEL-online - 6. März 2007 - Wissenschaft : Mensch -
berichtet von
Vlad Georgescu:
"Psychische Gewalt so verheerend wie körperliche Folter",
bassierent auf eine Studie veröffentlicht
in dem Fachblatt
"Archives of General Psychiatry",
Volume 66, Page 277
(Band 66, Seite 277).
Weitere Belege stützen sich auf das Fachblatt
"Child Development"
Volume 77, No. 3
(Band 77, Ausgabe 3).


Der PARITÄTISCHE WOHLFAHRTSVERBAND BERLIN im Interview mit Dietmar Krone
"Ehemaliges Heimkind" von 1968-1973 in dem staatlichen "Jugenderziehungsheim
Viersen-Süchteln",
(in der Nähe von Mönchen-Gladbach in Nordrhein-Westfalen),
wo auch er auf das schwerste misshandelt und ausgebeutet wurde.
Das Gespräch mit
Dietmar Krone führte der freiberufliche Journalist Martin Franke,
am 26. März 2007, in Berlin.


Buchrezension von EMPES zum Buch von Dietmar Krone: "Alptraum Erziehungsheim –
Die Geschichte einer Jugend"
– ISBN 978-3-86703-323-7 – 2007 Engelsdorfer Verlag.
Rezensiert von
Michael-Peter Schiltsky, Verein ehemaliger Heimkinder e.V.,
unter der Überschrift
"Kann man leise schreien?"


Flächendeckende Pressemeldung im deutschsprachigen Raum zur Neuerscheinung im
Engelsdorfer Verlag, Leipzig: "Alptraum Erziehungsheim - Die Geschichte einer Jugend"
von "Ehemaliges Heimkind"
Dietmar Krone, der von 1968-1973 in dem staatlichen
"Jugenderziehungsheim Viersen-Süchteln", (in der Nähe von Mönchen-Gladbach
in Nordrhein-Westfalen)
, auf das schwerste misshandelt und ausgebeutet wurde.


Absolutes Verbot aller Formen von Zwangsarbeit (Pflichtarbeit) !, oder nicht ?
War "Zwangsarbeit" / "Pflichtarbeit" / "Arbeitstherapie" /
"Arbeitserziehung" / "Arbeitszucht" / "Arbeitszwang"
"Arbeiterverdingung" / "unentlohnte erzwungene Arbeit" damals legal in der
Bundesrepublik Deutschland, oder nicht? War so etwas legal in den 1950er, 1960er,
1970er und 1980er Jahren?
Ist es heute legal in der Bundesrepublik Deutschland?

Sind nicht die Nutzung und Nutznießung von Zwangsarbeit völkerrechtliche Verbrechen und stellen
diese nicht schwere Menschenrechtsverletzungen und Einschränkung der menschlichen Freiheit dar?


1960er „Ehemaliges Heimkind“ in Anstalten kirchlicher Trägerschaft, Ausländer deutscher Herkunft,
Martin Mitchell, in seinem Fragestellen auf „Abgeordnetenwatch.de“ an den Staatssekretär
im Bundesministerium für „Familie, Senioren, Frauen und Jugend“, Dr Herrmann Kues, MdB, CDU
( Christlich-Demokratische Union = Christian Democratic Union ), abgewimmelt,
ohne dass seine Fragen wirklich von Dr. Herrmann Kues, MdB, CDU beantwortet worden sind.


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages,
am Montag, den 11. Dezember 2006, Artikel von
Anja Köhler, in
Die Glocke
-online vom 16. März 2007 -
Kreis Warendorf,
"Warendorf: Gedemütigte Heimkinder finden Gehör".


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages, am 11.12.2006.
Antwort-Mail vom 12.02.2007 von
Marlene Rupprecht, MdB (SPD), Mitglied im Pettionsausschuss
des Deutschen Bundestages, an
Martin Mitchell (“Ehemaliges Heimkind” - Jahrgang 1946),
auf seine Mail an die Bundestagsabgeornete vom 09.02.2007.


Mail von Martin Mitchell (“Ehemaliges Heimkind” - Jahrgang 1946) an Frau Marlene Rupprecht, MdB (SPD),
Vorsitzende der Kinderkommission des Deutschen Bundestages und Mitglied im Pettionsausschuss des
Deutschen Bundestages, und (speziell angepasst an die jeweilige Person) Mail auch an andere
BundespolitikerInnen in der Grossen Koaltion, besonders auch an solche BundespolitikerInnen,
die ebenso wie Frau Marlene Rupprecht, dem Petitionausschuss angehören. Mail vom 09.02.2007.


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages, am 11.12.2006.
Drei Antwort-Mails von Gabriele Lösekrug-Möller, MdB (SPD), Mitglied im Pettionsausschuss
des Deutschen Bundestages, an Martin Mitchell (“Ehemaliges Heimkind” - Jahrgang 1946),
in Antwort auf seine Mail an die Bundestagsabgeornete vom 07.02.2007.


Mail von Martin Mitchell (“Ehemaliges Heimkind” - Jahrgang 1946) an Gabriele Lösekrug-Möller, MdB (SPD),
Mitglied im Pettionsausschuss des Deutschen Bundestages. Mail vom 07.02.2007.


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages,
am Montag, den 11. Dezember 2006, in Berlin: Bericht von
Volker Resing:
Aktuelle Ausgabe
Westfälische Nachrichten, Freitag, 2. März 2007, Seite 3:
"Politiker sind schockiert" - Misshandlungen in der damaligen Heimerziehung sind zu verurteilen!


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages,
am Montag, den 11. Dezember 2006, in Berlin: Bericht von
Elmar Ries:
Aktuelle Ausgabe
Westfälische Nachrichten, Freitag, 2. März 2007, Seite 3:
"Fürs Leben gezeichnet" - "Heimkinder fordern Entschädigung für Misshandlungen".


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages,
am Montag, den 11. Dezember 2006, in Berlin: Bericht von
Corinna Schulz:
Kölner Stadtanzeiger online, Dienstag, 27. Februar 2007: "Reise in die schmerzliche Vergangemheit" -
"Der Fall ist exemplarisch für ein dunkles Kapitel der Nachkriegsgeschichte" : BRD Heimerziehung.


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
am Montag, den 11. Dezember 2006, in Berlin,
Interview von Tissi Bruns, Leitende Redakteurin beim TAGESSPIEGEL,
mit
Gabriele Lösekrug-Möller, Bundestagsabgeordnete aus Hameln-Pyrmont,
SPD Sprecherin im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages.

Interview vom 6. Februar 2007 - veröffentlicht in der aktuellen Ausgabe des
TAGESSPIEGEL.


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
am Montag, den 11. Dezember 2006, in Berlin –
Junge Welt-
online vom Donnerstag, den 4. Januar 2007 – Artikel von Jana Frielinghaus:
»"Dokumentiert. Ehemalige Heimkinder im Petitionsausschuß des Bundestages"«.


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
am Montag, den 11. Dezember 2006, in Berlin –
Junge Welt-
online vom Donnerstag, den 4. Januar 2007 – Artikel von Jana Frielinghaus:
»"Diagnose: Verwahrlost"
"Verbrechen an Kindern in kirchlichen und staatlichen >Erziehungsanstalten< der BRD
werden aufgearbeitet. Opferverband geht von rund 500000 Leidtragenden aus"«


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
am Montag, den 11. Dezember 2006, in Berlin –
Junge Welt-
online vom Donnerstag, den 4. Januar 2007 –
Artikel von Jana Frielinghaus:
»"Petition der Opfer"«


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
am Montag, den 11. Dezember 2006, in Berlin –
HNA-online
(Tageszeitung aus Kassel für Nordhessen und Südniedersachsen; HNA Mitteldeutsche
Verlags GmbH – Kassel; Verlag Dierichs GmbH & Co KG
) vom Dienstag, den 2. Januar 2007 –
Artikel von Andreas Berger:
»"Es tut noch immer weh." –
Wie ehemalige Heimkinder litten – Petitionsausschuss des Bundestages will helfen
«.


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
am Montag, den 11. Dezember 2006, in Berlin –
SPIEGEL-online vom Donnerstag, den 28. Dezember 2006 –
Artikel von Peter Wensierski:
»HEIMKINDER.
"Kein Tag, an dem ich nicht mit Angst ins Bett ging und mit Angst aufstand"
«.


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
am Montag, den 11. Dezember 2006, in Berlin –
DER TAGESSPIEGEL-online vom Dienstag, den 19. Dezember 2006 –
Artikel von Tissy Bruns: »Heimkinder. Helft, jetzt !
«


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
am Montag, den 11. Dezember 2006, in Berlin –
DER TAGESSPIEGEL-online vom Dienstag, den 19. Dezember 2006 –
Artikel von Tissy Bruns: "Parlament soll Unrecht an Heimkindern anerkennen".


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
am Montag, den 11. Dezember 2006, in Berlin –
Evangelischer Pressendienst
online vom 15.12.2006 – Artikel von Bettina Markmeyer:
"Beschwerden wurden mit Prügeln erledigt".
"Bundestag beschäftigt sich erstmals mit Schicksalen ehemaliger Heimkinder".


Aachener Nachrichten – 13.12.2006 – Artikel von Bettina Markmeyer:
Heimkinder: "Unsere Beschwerden wurden durch Prügel erledigt".
Petitionsausschuss des Bundestages beschäftigt sich mit dem Schicksal
von Kindern aus kirchlichen und staatlichen Erziehungsheimen.


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
am Montag, den 11. Dezember 2006, in Berlin
DER TAGESSPIEGEL-online vom Mittwoch, den 13. Dezember 2006 –
Artikel von Tissy Bruns: "Das Trauma vom frühen Leid im Heim".


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
am Montag, den 11. Dezember 2006, in Berlin –
NRZ-online
(Neue Ruhr Zeitung) vom Dienstag, den 12. Dezember 2006 –
Artikel von Rosali Kurtzbach:
»"Bloß nicht aus der Reihe tanzen."
HEIMKINDER brechen ihr Schweigen: berichten über die damalige Heimerziehung
«
.


Nach der Heimkinder-Anhörung vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
am Montag, den 11. Dezember 2006, in Berlin –
HZ-online
(Pressehaus Heidenheim - Bayern) vom Dienstag, den 12. Dezember 2006 –
Artikel von Elisabeth Zoll:
»"ERZIEHUNG – Ehemalige Heimkinder reden in Berlin über ihr
Schicksal – Die Zeit des Schweigens ist vorbei" – "Nicht nur als Arbeitskräfte missbraucht. –
Hoffnung auf Anerkennen der Spätfolgen"
«
.


Montag, 11. Dezember 2006, 12:07 Uhr – Rundfunk Berlin-Brandenburgrbbonline
– Radio-Interview mit Michael-Peter Schiltsky vom Verein ehemaliger Heimkinder e. V.
betreffend der an diesem Tag um 13:00 Uhr beginnenden historisch erstmaligen Anhörung
"Ehemaliger Heimkinder" vor dem Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages.


SOZIALEXTRA. Zeitschrift für Soziale Arbeit und Sozialpolitik. Dezember 2006
(Seite 6-11)Interview – Regina Rätz-Heinisch, Beirätin von SOZIALEXTRA
im Gespräch mit SPIEGEL-Journalist Peter Wensierski über sein Buch
"Schläge im Namen des Herrn – Die verdrängte Geschichte der Heimkinder
in der Bundesrepublik" – ISBN 342105892X
.


Ehemaliges Heimkind Wolfgang Rosenkötter erzählt seine Geschichte:
"Mein erster Tag in Freistatt" - [ Freistatt im Wietingsmoor - Diakonie Freistatt ] -
im
SOZIALEXTRA. Zeitschrift für Soziale Arbeit und Sozialpolitik. Dezember 2006
(Seite 18). Auch im "SWR2Eckpunkt" hat Wolfgang Rosenkötter schon am 26. September 2006
unter dem Titel
"Ich habe nur Angst gehabt" von seinen Erfahrungen berichtet.
"Mein erster Tag in Freistatt" veröffentlicht auch auf dieser Webseite: Heimkinder-
ueberlebende.org
mit freundlicher Erlaubnis von dem Autor, Wolfgang Rosenkötter.


All diese "damalige Heimerziehung"s-Information wird der Deutschen Bundesregierung
unendgeldlich und unverbindlich zur Verfügung gestellt von dem inoffiziellen
Themenfachmann und Konsultant
"Ehemaliges Heimkind" Martin Mitchell in Australien,
heute –
schon seit dem 17. Juni 2003 – Betreiber der Webseite Heimkinder-Uberlebende.org,
ganz besonders auch zur Verfügung gestellt den für diese Bereiche zuständigen Bundesministern
und Bundesministerinnen in der in Deutschland seit dem 22. November 2006 bestehenden
"Grossen Koalition" unter der Leitung von Bundeskanzlerin Angela Merkel
(CDU).


Pressekonferenz | Pressegespräch | press conferenceAssociation of former Wards of the State
Verein ehemaliger Heimkinder e. V. – Montag, 11. Dezember 2006, um 17:00 Uhr, Berlin-Mitte:
im Saal von Gangway e. V., Schuhmannstraße 5, 10117 Berlin –
ein 5 Minuten Fußweg vom S-Bahnhof sowohl wie U-Bahnhof “Berlin-Friedrichstraße”.


Horrific (hidden) POSTWAR GERMAN HISTORY unearthed !!!
Justice at last for abused wards of the state being detained
and slave laboured in ‘institutional care’ in
(West) Germany
by church and state
(a couple of million of them between 1945-1975+;
the exact number has not as yet been able to be determined).

However, whether these victims will in fact obtain justice remains to be seen.

"Ehemaliges Heimkind" Carl-W. Holzapfel, der am 18.11.2006, die folgende Email
an den Deutschen Bundestag geschrieben hatte
und um nähere Auskunft betreffend der Anhörung im Bundestag ehemaliger Heimkinder,
die zu grossen Anzahlen in deutschen Heimen der Nachkreigszeit misshandelt worden waren
,
gebeten hatte, hat daraufhin, am 21.11.2006, von der auch dort ansäßigen "Kinderkommision"
die folgende, darunterstehende, Antwort erhalten.


Der Vorstand des Verein ehemaliger Heimkinder e. V.,
auf seiner Vereinswebseite @ http://www.vehev.org gibt bekannt
den Beschluss der Deutschen Bundesregierung einer Anhörung
im Deutschen Bundestag der damalig im „Wirtschaftswunder
Westdeutschland“ Misshandelten Heimkinder
sowohl wie auch der ehemaligen Heimkinder,
die unter dem DDR-System misshandelt worden sind
( wortwörtliches Zitat der Bekanntgebung ):


Die Tageszeitung / TAZ 18.01.2008 - Heike Haarhoff -
»Justizskandal im Jugendheim« - »Das Leiden von Glückstadt«
"Schläge, Demütigungen, Zwangsarbeit: 35 Jahre haben sie darüber geschwiegen
was sie in Glückstadt erlitten. Nun brechen ehemalige Insassen ihr Schweigen."


SPIEGEL-ONLINE : 13. November 2006 – berichtet von Peter Wensierski :
MISSHANDELTE HEIMKINDEROpfer bekommen Anhörung im Bundestag, ab 11.12.2006.
Hunderttausende Kinder und Jugendliche wurden zwischen 1945 und 1975 in Heimen
unter kirchlicher Obhut gequält und misshandelt. Nun haben die Opfer eine Anhörung
vor dem Bundestag erreicht. Dort sollen Details des Missbrauchs zur Sprache kommen.


Artikel in der Ostwestfalen-Lippe Zeitung Nr. 231 vom 5. Oktober 2006 – Seite 00 –
Heimkinder in Westdeutschland: Demütigung, Missbrauch und Ausbeutung im Heim.
Systematische Menschenrechtsverletungen in der damaligen Heimerziehung.
Damalige Erziehungsmethoden und Traumatisierungen am Pranger: „Drängen auf Sühne“
Heimkinder wollen den Staat in die Pflicht nehmen :
German Federal Republic.
Berichtet von Anja Hustert.


Die Geschichte der Heime und ihrer Schirmherren und Schirmherrinnen – unter ihnen auch
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Ursula von der Leyen, die Bundesministerin,
die gerade, erst vor kurzem, ein neues "Erziehungsbündnis mit den Kirchen" abgeschlossen hat.
Bisher, aber, kein einziges Wort von der Ministerin in Angelegenheiten "Ehemalige Heimkinder",
obwohl sie schon mehrmals als Ministerin, persönlich, zu diesem Thema angesprochen worden ist –
in Deutsch, sowie auch in Englisch
(was sie ebensogut versteht wie Deutsch).


»Die Heim-Mädchen aus Haus Elim«. "Damalige Bedingungen ähnlich wie im Knast."
Die Rede ist hier von dem, dem Neukirchener Erziehungsverein gehörenden,
"Heim für schwererziehbare Mädchen" in Neukirchen-Vluyn, worüber am 15.02.2006
in der Sendung
HINTERGRUND im WDR.de Fernsehen berichtet wurde.


Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ – im Monat November 2006 – gibt bekannt:
Anhörung ehemaliger Heimkinder im Bundestag: Tausende Kinder und Jugendliche
durchlitten in den 50er und 60er Jahren die Schrecken staatlicher und kirchlicher Heimerziehung.
Nun hat ein Aufarbeitungsprozess begonnen, dem sich neben Fachverbänden auch die Politik
und die Kirchen annehmen. Am 11.12.2006 findet eine Anhörung vor dem Bundestag statt,
in der Details des Missbrauchs zur Sprache kommen sollen.




Martin Mitchell – Fotos aus seiner Kindheit und Jugendzeit
(chronologisch arrangiert – 1946-1964 – von unten aufwärts)


Die Leidensgeschichte des damalig staatenlosen Jugendlichen Martin Mitchell
in westdeutscher “Fürsorgeerziehung” in den 1960er Jahren, geschildert und
belegt an Hand von aktuellen Schriftstücken aus der “Fürsorgeerziehungsakte”
damalig geführt von der Anstaltsleitung der Betheler Zweiganstalten Freistatt –
Anstalt Freistatt im Wietingsmoor
(Kreis Diepholz, Niedersachsen) – Teilanstalt
der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel
(bei Bielefeld, Nordrhein-Westfalen).

( Akte erhalten in Australien am 16. Mai 2006.
)



Siehe auch "Ehemalige Heimkinder" @ heimkinderopfer.blogspot.com und heimkinderopfer2.blogspot.com


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