Der Betreiber dieser nichtkommerziellen Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland)

In Anstalt Freistatt, einem Ableger der v. Bodelschinghschen Anstalten in Bethel
waren damals rund 400 14-21jährige Jungens untergebracht, die oft jahrelang
im Sommer sowie im Winter unbezahlt im Moor schuften musten.
Donnerstag den 4. Mai 2006: Lesung in der Moorkirche von Peter Wensierski
aus seinem am 07.02.2006 veröffentlichten Sachbuch "Schläge im Namen des Herrn
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik". Aufarbeitung.
Ehemalige Zöglinge besuchen erstmals nach Jahrzehnten wieder diese
Fürsorgeeinrichtung, in der sie damals auch geschlagen wurden.

[ Auffindbar im Internet über Index @ http://cmsbox.kondek.de/www.kirchenkreis-diepholz.de/bin/php/frontend/index.php3
(Interne SUCHE - Suchbegriff: “Wensierski”) ]

[ Enthoben aus dem Internet @
http://cmsbox.komdek.de/www.kirchenkreis-diepholz.de/bin/php3?ACTION=SHOWARTIKEL&ID=1461 ]

Freistatt, Aufarbeitung, Pressespiegel Diepholzer Kreisblatt/Sulinger Kreiszeitung 06.05.2006

Warum habt ihr mich geschlagen?

Lesung in der Moorkirche / Ehemalige Zöglinge besuchen erstmals Fürsorgeeinrichtung

FREISTATT (bw) • Einen spannenden und bewegenden Abend erlebten am Donnerstag rund 90 Besucher in der Moorkirche in Freistatt, wo der Autor Peter Wensierski sein Buch „Schläge im Namen des Herrn" über die Geschichte von Heimkindern in der Bundesrepublik vorstellte Der Autor hat sich speziell der Nachkriegszeit angenommen und festgestellt, dass es rund 3000 Heime für Fürsorgezöglinge gab mit fast 225000 Plätzen. Auch in Freistatt, einem Ableger der „von-Bodelschinghschen-Anstalten" in Bethel waren rund 400 junge Männer [
sic = "Jungens"; "14-21Jährige"] untergebracht und beim Torfabbau und der Landwirtschaft [d.h. "im Sommer wie im Winter im Moor"] eingesetzt.

Bei seinen Gesprächen mit ehemaligen Insassen hatte der Autor festgestellt, dass in Freistatt, wie leider auch in den übrigen Erziehungsheimen, Schläge und andere brutale Strafen neben der harten Arbeit an der Tagesordnung waren.

Das Buch beschreibt ein „dunkles Kapitel der Jugendhilfe der 50er und 60er Jahre", so Wensierski. Die rüden Erziehungsmethoden und leichtfertigen Einweisungen in Heime waren bundesweit Methode, ist sich der Autor sicher. Auch Freistatt bildete da keine Ausnahme.

Eine Änderung führte erst Karl Kämper herbei, der von 1970 bis 1990 zunächst Erziehungsleiter, dann Anstaltsleiter von Freistatt war.

Die heutigen Erzieher und Diakone fragen sich, wie es in einer christlichen Einrichtung möglich gewesen sein konnte, dass Schläge an der Tagesordnung waren.

Wir hatten schon bei der Vorbereitung auf das 100-jährige Bestehen der ,von-Bodelschwinghschen-Anstalten' festgestellt, dass damals nicht alles in Ordnung gewesen war", erklärte Wolfgang Tereick, heutiger Leiter von Freistatt, zur Eröffnung der Lesung. Deshalb hatte er von Anfang an die Recherche von Peter Wensierski unterstützt und freute sich über die Aufarbeitung.

Die Leitung von Freistatt war sogar noch einen Schritt weiter gegangen. Als das Buch fertig war, bat sie den Autor nicht nur zu einer Lesung in die Moorkirche, sie lud auch ehemalige Insassen ein.

20 Ehemalige ließen sich auf dieses Wagnis ein und besichtigten schon am Nachmittag die heutige Einrichtung.

Zur Einstimmung auf die Lesung zeigte Wolfgang Tereick einige Bilder von der Arbeit im Moor, von den Freizeitaktivitäten und den Schlafräumen.

Peter Wensierski las dann die Geschichte eines Mädchens, das in Fuldatal bei Kassel im Heim war.

Viel wichtiger als die Lesung war aber das anschließende Gespräch. Der Autor wollte von den Ehemaligen wissen, wie sie ihren Besuch erlebt hatten.

Dabei zeigte sich, wie mutig die Entscheidung gewesen war, die teilweise traumatisierten Menschen mit ihrer Vergangenheit zu konfrontieren. So berichtete der 52-jährige Hans Dieter Brüning, dass er als ausgesetztes Kind in die Heime geriet und viele Einrichtungen durch­lief: „Als ich nach Freistatt kam, hatte ich schon eine Heimmacke." Die Situation wurde dort nicht besser, Schläge von den Erziehern und Hausvätern, Rangordnungskämpfe mit den anderen Jungen. Er fragte die anwesenden Diakone: „Ich hatte doch nichts getan, warum habt ihr mich geschlagen?"

Die Emotionen gingen hoch, und die Betroffenheit war nach all den Jahren noch enorm. Wolfgang Tereick verstand es als Gesprächleiter, jeden Gesprächsteilnehmer zu seinem Recht kommen zu lassen.


Am Ende gab es von Karl Kämper eine Entschuldigung im Namen der ehemaligen Kollegen und Vergebung durch die Besucher.

Dr. Rolf Engels vom Vorstand der „von-Bodel-schwinghschen-Anstalten" versprach, dass die Geschichte der Fürsorgeeinrichtung im Rahmen eines For­schungsprojektes lückenlos aufgearbeitet wird: „Dann wissen wir vielleicht eine Antwort auf die Frage nach dem Warum."


Die Nutzung eckiger Klammern für spezifische Zwecke ist international: eckige Klammern werden benutzt um zu kennzeichnen, dass ein Wort oder ein Text so eingeklammert, nicht im zitierten oder reproduzierten Original vorhanden ist, aber zur besseren Erklärung hinzugefügt worden ist.

»Das Symbol "sic" kommt aus dem Lateinischen und nach Aussage des DUDEN bedeutet "so, ebenso; wirklich so ! (mit Bezug auf etwas Vorangegangenes, das in dieser [falschen] Form gelesen oder gehört worden ist)".« Das hier in eckigen Klammern gesetzte Wort, steht genau so in diesem vom DUDEN zitierten Text.

Zur Hervorhebung – fette, kursive und farbige Schrift vom hiesigen Webseitenbetreiber hinzugefügt.


[ Erstveröffentlichung auf dieser Webseite: 27. September 2006 ]


Medienberichte zu der Veranstanltung mit SPIEGEL-Buch Autor und Journalist Peter Wensierski
in der Moorkirche in Diakonie-Freistatt am Donnerstag den 4. Mai 2006


Subindex Nr. 16

Evangelische Zeitung (EZ) – Christliche Wochenzeitung für Niedersachsen Nr. 19/
14.05.2006. Überschrift, Titelseite: "Schläge im Namen des Herrn""Diakonie Freistatt
stellt sich seiner dunklen Vergangenheit: Ehemalige Zöglinge berichten von ihren Qualen"
.
Artikel betreffend der Veranstaltung in Freistatt mit SPIEGEL-Buch Autor und Journalist
Peter Wensierski am 04.05.2006: Buchlesung mit anschließender eingehender Diskussion.


Diakonie-Freistatt Pressemitteilung vom 5. Mai 2006 betreffend der Veranstaltung
in Freistatt mit SPIEGEL-Buch Autor und Journalist Peter Wensierski am 4. Mai 2006.
Bericht veröffentlicht im Internet-Auftritt der Diakonie-Freistatt
@ http://www.diakonie-freistatt.de/presse_print.php?id=217


DER RING – Monatszeitschrift der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, Juni 2006:
Heimkinder Debatte in der Diakonie Freistatt „Die Wahrheit darf niemand in Frage stellen“.
Umfangreicher Bericht von Bethel-Sprecher Jens U. Garlichs, auf Seite 8 und 9.
'Bethel-Vorstandsmitglied Dr. Rolf Engels ergreift schließlich eindeutig Partei
für die ehemaligen Heimkinder: "Alles, was Sie erzählen, muss uns angehen,
die Wahrheit rührt uns an und Ihre Wahrheit darf niemand in Frage stellen.
Wir hören mit tiefer Betroffenheit zu und verschließen uns Ihnen nicht."'


Frankfurter-Allgemeine – FAZ.NET – vom 16.05.2006 – Damalige Heimerziehung:
"Nichts für zartbesaitete" – "Geschichte der Heimkinder in der frühen Bundesrepublik".
Mehr als eine halbe Million deutsche Kinder und Jugendliche waren
bis in die siebziger Jahre in etwa 3000 Erziehungsheimen untergebracht,
80 Prozent davon in kirchlicher Hand.
Zusätzlich, ein Leserbrief zu diesem Artikel.


In Anstalt Freistatt, einem Ableger der v. Bodelschinghschen Anstalten in Bethel
waren damals rund 400 14-21jährige Jungens untergebracht, die oft jahrelang
im Sommer sowie im Winter unbezahlt im Moor schuften musten.
Donnerstag den 4. Mai 2006: Lesung in der Moorkirche von Peter Wensierski
aus seinem am 07.02.2006 veröffentlichten Sachbuch "Schläge im Namen des Herrn
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik". Aufarbeitung.
Ehemalige Zöglinge besuchen erstmals nach Jahrzehnten wieder diese
Fürsorgeeinrichtung, in der sie damals auch geschlagen wurden.


Artikel aus der aktuellen Ausgabe "Die Wochenpost" – Unabhängige Wochenzeitung
für die Landkreise Diepholz und Nienburg – in der Ausgabe vom 3. Mai 2006:
"Blick auf die Freistätter Vergangenheit" betreffend einer Veranstaltungsansage
für eine Lesung in der Diakonie Freistatt Moorkirche mit SPIEGEL-Buch Autor und
Journalist Peter Wensierski aus seinem am 07.02.2006 erschienenen Sachbuch "Schläge
im Namen des Herrn – Die Verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
,
am Donnerstag den 4. Mai 2006, mit anschließender eingehender Diskussion.


UNSERE KIRCHE (UK) – Wochenzeitschrift der Evangelischen Kirche in Westfalen
und Lippe vom 21.05.2006 – Seite 6 – Rubrik "DIAKONIE" – mit der Überschrift
"Eine Vertrauensperson fehlte"
( so sagen Ehemalige Heimkinder ).
VERGANGENHEITSBEWÄLTIGUNG – Bethel stellt sich seiner Vergangenheit.
Bericht von Karin Ilgenfritz über eine Veranstaltung in Diakonie Freistatt am 4. Mai 2006.


Syker-Kurier: Aktuelle Ausgabe vom 18.03.2006 – Artikel von Redakteur Ulrich Tate
(Gruppe der – Bremer Tageszeitungen AG (BTAG), zu der der Weser-Kurier gehört):
"Peter Wensierski schrieb ein Buch über brutale Methoden der Heimerziehung"
in "Schläge im Namen des Herrn – Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der
Bundesrepublik"
(ISBN 342105892X), erschienen im SPIEGEL-Verlag am 07.02.2006.


Diakonie Freistatt – Aufarbeitung der Heimerziehung in der Nachkriegszeit.
Online-Artikel @ www.kirchenkreis-diepholz.de und auch in den aktuellen Ausgaben
des Diepholzer-Kreisblatt und der Sulinger-Kreiszeitung vom 18. März 2006.
Re: SPIEGEL-Buch "Schläge im Namen des Herrn", Autor Peter Wensierski.
Pastor Wolfgang Tereick: "Auch in Freistatt wurden Fürsorgezöglinge geschlagen".


Evangelische SONNTAGS-ZEITUNG – Christliches Leben in Hessen und Nassau
vom 5. März 2006 – Seite 9 – Rubrik "HINTERGRUND" – mit der Überschrift
"Schläge im Namen des Herrn""Kirchliche Kinderheime und ihre Methoden
in den 50er und 60er Jahren stehen am Pranger"
Von Wolfgang Plischke.
Artikel betreffend dem SPIEGEL-Buch "Schläge im Namen des Herrn –
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"

von Autor und Journalist Peter Wensierski, erschienen am 7. Februar 2006.


Betreffend SPIEGEL-Buch: "Schläge im Namen des Herrn –
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"

Buch-Rezension, Oktober 2006, von Prof. Barbara Rose, Sozialpädagogin,
Rektorin bis 30.09.2006 – Evangelische Fachhochschule für Sozialpädagogik
der "Diakonenanstalt des Rauen Hauses", Hamburg.

( Rezension veröffentlicht in dem zweimonatlichen evangelischen Magazin "Der Bote" )


Buchrezension von Sven Steinacker. Rezension des SPIEGEL-Buches
von Peter Wensierski:
"Schläge im Namen des Herrn -
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
.
Diese Rezension erschien im
Sozialwissenschaftliche Literatur Rundschau 54,
Heft 1/2007, S. 107-109.


Buchrezension von Prof. Dr. Peter Schütt vom 08.10.2007, re SPIEGEL-Buch
von Peter Wensierski: "Schläge im Namen des Herrn -
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
.
Diese Rezension erschien am 11.10.2007 im Internetauftritt
socialnet.de.


Aufschlußreicher Artikel aus der katholischen ORDENSKORRESPONDENZ:
Zeitschrift für Fragen des Ordenslebens - Nr. 47, Jahrgang 2006, Heft 2.
Buchrezension von
Joachim Schmied. Rezension des SPIEGEL-Buches
von Peter Wensierski:
"Schläge im Namen des Herrn -
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
.




Martin Mitchell – Fotos aus seiner Kindheit und Jugendzeit
(chronologisch arrangiert – 1946-1964 – von unten aufwärts)


Die Leidensgeschichte des damalig staatenlosen Jugendlichen Martin Mitchell
in westdeutscher “Fürsorgeerziehung” in den 1960er Jahren, geschildert und
belegt an Hand von aktuellen Schriftstücken aus der “Fürsorgeerziehungsakte”
damalig geführt von der Anstaltsleitung der Betheler Zweiganstalten Freistatt –
Anstalt Freistatt im Wietingsmoor
(Kreis Diepholz, Niedersachsen) – Teilanstalt
der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel
(bei Bielefeld, Nordrhein-Westfalen).

( Akte erhalten in Australien am 16. Mai 2006.
)



► Heimkinder: Gratis Studienmaterial und Information für alle. Extensive Recherche
und Analyse der Geschichte der bundesrepublikanischen Heimerziehung und
Fürsorgeerziehung
(FE) über mehrere Jahrzehnte nach dem Zeiten Weltkrieg
(Westdeutschland ca 1945-1985), geschildert vom Standpunkt der Opfer.




Siehe auch "Ehemalige Heimkinder" @ heimkinderopfer.blogspot.com und heimkinderopfer2.blogspot.com


Wichtiger Hinweis: Diese Seite wird ziemlich häufig aktualisiert. Damit Sie immer die aktuellsten Beiträge präsentiert bekommen, raten wir Ihnen, bei jedem Besuch dieser Webseite, und jedem erneuten Besuch einer individuellen Seite auf dieser Webseite, auf Ihrer Testatur, zur gleichen Zeit, "Strg"+"F5" zu drücken ("refresh" = aktualisieren ) !


Home Impressum Kontakt Zurück nach oben