| Der Betreiber dieser nichtkommerziellen Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland) |
GOOD NEWS I - Der HOLSTEINER COURIER in seiner ONLINE-AUSGAGE vom
5. Juli 2007 stellt die folgende Frage: Wie viele Selbstmorde gab es in den Heimen?
Ehemalige Heimkinder, auch in Schleswig-Holstein, stellen bestimmte Forderungen.
Bei Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht stießen sie mit ihren Forderungen
auf Entgegenkommen. Anfang der Woche lud die Ministerin die ehemaligen Heimkinder
zu einem persönlichen, mehrstündigen "Gespräch", dass "sehr positiv" "lief".
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HOLLSTEINER COURIER - ONLINE-AUSGABE - 5. Juli 2007
Kiel/Glückstadt / tnn - Wurden die Jugendlichen im Landesfürsorgeheim Glückstadt systematisch bewacht, bestraft und isoliert? Wie viele Selbstmorde hat es unter den Heranwachsenden gegeben? Ein Bericht unserer Zeitung über das Schicksal ehemaliger Heimkinder löste zahlreiche Fragen und Reaktionen aus. Viele Betroffene meldeten sich. Von den 50er bis in die 70er Jahre wurden Tausende Heranwachsende in vielen kirchlichen und staatlichen Heimen in der Bundesrepublik geschlagen, gedemütigt, missbraucht. Aus Scham haben sie all die Jahre geschwiegen. Einige möchten ihre Identität bis heute nicht preisgeben. Aber sie haben den Mut, über ihr Schicksal zu sprechen. "Wir wollen, dass sich das Land bei uns entschuldigt", sagt Otto Behnck (55), ehemaliges Heimkind aus Schwedeneck. Weitere Forderungen der ehemaligen Heimkinder: Eine wissenschaftliche Aufarbeitung und eine Anhörung im Landtag. Bei Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht stießen sie mit ihren Forderungen auf Entgegenkommen. Anfang der Woche lud die Ministerin die ehemaligen Heimkinder zu einem persönlichen Gespräch. "Die Heim-Unterbringung von Kindern der 50er und 60er Jahre gehört zu den dunkelsten Kapiteln in der Geschichte der Fürsorgeheime. Gemeinsam mit den Betroffenen werde ich eine umfassende Aufarbeitung dieser Zeit in Schleswig-Holstein einleiten. Dafür konnte ich Professor Schrapper von der Universität Koblenz gewinnen, der auf diesem Gebiet bundesweit einer der qualifiziertesten Forscher ist. Eine solche Schwarze Pädagogik, wie sie damals praktiziert wurde, darf nie wieder eine Chance bekommen", sagte Trauernicht. "Das Gespräch lief sehr positiv", bestätige Michael-Peter Schiltsky, Geschäftsführer des Vereins ehemaliger Heimkinder. Entgegen bisheriger Äußerungen ist inzwischen auch bekannt, dass im Landesarchiv Akten über das Fürsorgeheim archiviert werden. Siehe auch den seitherigen Bericht von Rolf Breitfeld: Bericht-von-ehemaliges-Heimkind-Rolf-Breitfeld-Jg.1948-ueber-die-Freiwillige-Erziehungshilfe-und-Fuersorgeerziehung-bzw. -die-damalige-Kinderquaelerei-in-Glueckstadt-Schleswig-Holstein.html |
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Siehe auch "Ehemalige Heimkinder" @ heimkinderopfer.blogspot.com und heimkinderopfer2.blogspot.com |
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