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Date: Mon, 12 Feb 2007 16:23:18
Subject: Re: Betreffend der dem Petitionsausschuss vorliegenden Petition "Ehemaliger Heimkinder".
Sehr geehrter Herr Mitchell,
vielen Dank für Ihre Mail vom 9. Februar 2007.
In der Tat ist mir die Sache der ehemaligen Heimkinder zu einer Herzensangelegenheit geworden und gerne möchte ich Ihnen, wenn auch etwas knapper als vielleicht von Ihnen erhofft, antworten.
Die Anhörung vor dem Petitionsausschuss am 11. Dezember 06, für deren Zustandekommen ich mich eingesetzt habe, war die erste solche Anhörung zu einem so frühen Zeitpunkt in einem Petitionsverfahren, die der Petitionsausschuss je durchgeführt hat. Mit drei angesetzten Stunden und neun anzuhörenden Betroffenen war es eine im Vergleich mit anderen Anhörungen lange Sitzung mit vielen Experten, die der großen Wichtigkeit entsprach, die der Petitionsausschuss dem Thema beimisst. Die Atmosphäre war gespannt, man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Noch nie habe ich Abgeordnete so intensiv drei Stunden zuhören sehen. Die Anhörung, das kann man sicher sagen, war für die ehemaligen Heimkinder ein großer Erfolg. Das Anliegen der Anhörung war, die Thematik aus Sicht der Betroffenen darzustellen und die Abgeordneten für das Thema zu öffnen. Bei diesem ersten Schritt kamen die neun Betroffenen ausführlich zu Wort, und ihre Lebensgeschichten waren Inhalt der Anhörung.
Die Auswahl der Anzuhörenden oblag dem Petenten, dem Verein ehemaliger Heimkinder. Das Petitionsrecht steht jedermannn und jeder Frau offen. Auch ehemalige Heimkinder, die nicht in dem Verein organisiert sind, können es jederzeit in Anspruch nehmen. Petitionen können mittlerweile auch über das Internet eingereicht werden.
Wir sind derzeit dabei, in Gesprächen zu klären, wie der Petitionsausschuss weiter verfahren wird. Im Zuge der nächsten Schritte wird sicherlich Augenmerk auf die wissenschaftliche Aufarbeitung des Themas gelegt werden und die von ihnen genannten Quellen und weitere Lebensgeschichten berücksichtigt werden. Es finden ebenso Gespräche mit den Kirchen statt. Ich bitte Sie um Verständnis dafür, dass die weiteren Schritte noch intern beraten werden und ich Ihnen noch nichts konkretes mitteilen kann.
Sobald diese spruchreif sind, informiere ich Sie gerne.
Mit freundlichen Grüßen aus dem winterlichen Berlin
Marlene Rupprecht
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