Der Betreiber dieser nichtkommerziellen Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland)
Bisher unbeantwortete Korrespondenz an Renate Schmidt MdB (SPD)
Heimkinder-Überlebene bemühen sich um Gehör bei der Bundesregierung
Zuständige Bundesministerien aber schweigen
Der gesamte bisherige Korrespondenz-Strang --- Martin Mitchell an das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung (09.11.2004), und an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend(20.01.2005) --- aufgeführt in chronologischer Reihenfolge, von unten nach oben.


From:
Martin Mitchell . E-Mail: martinidegrossi@yahoo.com.au
P O Box 112
LONSDALE . SA . 5160
AUSTRALIEN

Adelaide, 20. Januar 2005


To: Frau Renate Schmidt MdP (SPD)
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

HAUSANSCHRIFT: Taubenstraße 42/43, 10117 Berlin
POSTANSCHRIFT : 11018 Berlin

E-MAIL: "Renate Schmidt" poststelle@bmfsfj.bund.de

Telefon: 001149 30-20640-0
Fax: 001149 30-20640-4900


Betreff:

Öffentliches Schuldbewusstsein, Wiedergutmachung und Entschädigung für alle damals in Anstalten internierten misshandelten Heimkinder, Opfer der West-Deutschen Nachkriegsgeschichte.


Sehr geehrte Frau Renate Schmidt,

Am 9. November 2004, hatte ich eine längere E-mail zum oben erwähnten Thema an Ihre Parlamentskollegin, Frau Ursula Schmidt, Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung, geschrieben. Es ging um die Belange ehemaliger deutscher Heimkinder, und es ging insbesondere um den Missbrauch, um die Misshandlung, und um die Versklavung dieser Menschen während ihres Heimaufenthalts.

Ich wandte mich mit diesen Themen erst einmal an Frau Ursuala Schmidt, weil es ihre Parlamentarische Staatssekretärin, Frau Marion Caspers-Merk, war, die - persönlich zusammen mit anderen bundesdeutschen Parlamentariern - im Oktober 2003 im Irischen Parlament anwesend war während diese Themen um die Belange ehemaliger irischer Heimkinder dort zur Debatte stand, und da sie daher über diese Angelegenheiten wohl bestens informiert sein würde, und, da ja jetzt - was Deutschland betrifft - auch nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die heutige Gesundheit der Betroffenen und ihre heutige und zukünftige Soziale Sichereung, hier zur Debatte steht. Ich hatte somit gehofft bei Frau Ursula Schmidt an der richtigen Stelle zu sein, und dort ein offenes Ohr zu finden, und die bis jetzt tabuisierten Verbrechen an Kindern und Jugendlichen, auch in Deutschland thematisieren zu können.

In einem Antwortschreiben vom 13. Dezember 2004, verfasst von Frau Marion Caspers-Merk, aber, wurde ich informiert, dass mein Schreiben zu den erwähnten Themen - mit ihren unbequemen Sachverhalten - die nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft der damals misshandelten Heimkinder betreffen, an Sie als "die zuständige Person" weitergeleitet wurde.

Wir ehemaligen Heimkinder - und auch ich als ein ehemaliges Heimkind und ein von West-Deutschland nach Australien entflohener minderjähriger Emmigrant - mußten damals auf einem Fundament des Terrors unser Leben aufbauen. Zu viele von uns sind heute schwer traumatisiert.

Darum bitte ich Sie als "die zuständige Person" jetzt auch noch einmal persönlich, dass Sie als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, mir doch umgehend Bescheid geben, in wieweit diese Thematik jetzt auch in Deutschland zur Debatte steht.

Wir wünschen uns eine Aufhebung der jahrzehntelangen Schweigemauer und eine unterstützende, vorwärtsbringende Zusammenarbeit mit Ihnen und auch mit anderen Ihrer Parlamentskollegen die es betrifft.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Mitchell



Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung

Marion Caspers-Merk
Parlamentartische Staatssekretärin
Drogenbeauftragte der Bundesregierung
Mitglied des Deutschen Bundestages

HAUSANSCHRIFT: Wilhelmstraße 49, 10117 Berlin
POSTANSCHRIFT : 11017 Berlin

Telefon: +49 (0)1888 441-1020
Telefax: +49 (0)1888 441-4902

E-MAIL: poststelle@bmgs.bund.de

Berlin, 13. Dezember 2004


Herr Matin Mitchell
P.O. Box 112
Lonsdale SA 5160

Adelaide
Australien


Sehr geehrter Herr Mitchell,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 9. November 2004, in der Sie sich für die Belange von Menschen einsetzen, die in ihrer Vergangenheit als Heimkinder misshandelt wurden.

Allerdings ist für Fragen der Heimerziehung innerhalb der Bundesregierung das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zuständig. Ich habe daher Ihre E-Mail an dieses Ressort mit der Bitte weitergeleitet, Ihnen zu antworten.

Mit freundlichen Grüßen

M . C a s p e r s – M e r k



From: Martin Mitchell . E-Mail: martinidegrossi@yahoo.com.au
P O Box 112
LONSDALE . SA . 5160
AUSTRALIEN

Adelaide, 9. November 2004


To: Frau Ursula Schmidt MdP (SPD)
Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung
Deutscher Bundestag
Bundeshauptstadt BERLIN
Bundesrepublik Deutschland

E-MAIL:
ursula.schmidt@bundestag.de


Betreff:

Öffentliches Schuldbewusstsein, Wiedergutmachung und Entschädigung für alle damals in Anstalten internierten misshandelten Heimkinder, Opfer der West-Deutschen Nachkriegsgeschichte.

Sehr geehrte Frau Ursula Schmidt,

Ich schreibe Ihnen aus Australien, wo ich nun schon seit über 40 Jahren lebe. Da ich zweisprachig lese und schreibe, habe ich ein großes Interesse an diversen aktuellen Themen, sei es Politik, Kultur oder Soziales, entwickelt. Im Besonderen liegt mir die Problematik der Menschenrechte nahe, zumahl ich selbst durch deren Verletzungen betroffen bin. Diese Probleme, die hier zur Debatte stehen, verfolge ich nicht nur auf regionaler Ebene, sondern auch auf internationalem Terrain, Deutschland miteinbegriffen. Da ich damals bei meiner Abreise von Deutschland zahlreiche Verwandte zurückließ – deren Zahl, auch dort, von Jahr zu Jahr stetig zunimmt – nehme ich nicht einen geringen Anteil auch an Geschehnissen, welche die deutsche Politik betrifft.

Während ich vor kurzem damit beschäftigt war die Irishen Parlamentsdebatten, im Internet @
http://www.irlgov.ie/debates-03/s7Oct/Sect2.htm, zu studieren, wurde ich darauf aufmerksam, dass bundesdeutsche Parlamentarier, einschließlich Ihrer persönlichen Stellvertreterin, Gesundheits-Staatssekretärin, Frau Marion Caspers-Merk, in der Besuchergalerie im Irischen Parlament anwesend waren. Das ausschlaggebende Datum mit dem wir uns hier befassen, ist der 7. Oktober 2003, obwohl die zutreffenden Debatten, von denen hier die Rede ist, auch an anderen Tagen im Oktober 2003, während der Anwesenheit dieser hochrangigen deutschen Besucherschaft, stattfanden.

An diesem besonderen Tag, im Oktober 2003, ging es im Irischen Parlament wiederholt um ehemalige, heimuntergebrachte, schwer misshandelte Kinder und Jugendliche. Es war diese Thematik, die, wie schon erwähnt, Gegenstand ausgiebiger Debatten und Diskusionen, war. Auch bekanntgegeben zu diesem Zeitpunkt im Irischen Parlament, wurden großzügige Entschädigungszahlungen für die zahlreichen Opfer der irischen Heime. Die Irische Regierung im Parlament, mit Zustimmung der Representanten aller Parteien, stellte sich der jahrzehntelangen Tabuisierung und war bereit, ihren Opfern in Irland Wiedergutmachung zu leisten, was auch von einer Entschuldigung den Opfern gegenüber begleitet war.

Da ich auch selbst, vor meiner Auswanderung nach Australien, die brutale Heimerziehung der jungen Bundesrepublik Deutschland an Körper und Seele zu spüren bekam, und somit ebenfalls ein Missbrauchsopfer bin, fühle ich mich angesprochen. Ferner mache ich mir Gedanken darüber, warum die bundesdeutsche Delegation gerade bezüglich dieser Debatten im Irischen Parlament zusammentraf. Ich gehe davon aus, dass Sie, Frau Schmidt, als zuständige Bundesministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung, diesen Besuch Ihrer Staatssekretärin, Frau Marion Caspers-Merk, im Irischen Parlament in die Wege geleitet haben, um dieser auch bundesdeutschen Angelegenheiten nachzugehen und Einblick in die Verfahrensweise anderer Länder gegenüber ihren Heimkinder-Opfern nehmen zu können.

Darüber hinaus mache ich mir Gedanken, wie die Deutsche Bundesregierung dieses unliebsame Thema der deutschen Vergangenheit angehen wird. Jetzt, da Sie über die Tatsachen in Irland - sowohl, wohl auch über die Tatsachen in diesem Zusammenhang in Kanada, schon mehrere Jahren zuvor - informiert sind, werden Sie dem irischen und kanadischen Beispiel folgend auch eine Wiedergutmachung anstreben? Eine Wiedergutmachung an Heimkindern, die als Schutzbefohlene unvorstellbarem Leid und Quälereien ausgesetzt waren! Und werden die beiden Amtskirchen, denen 80% dieser Heime unterstanden, und die als ausführende Täterschaft über Jahrzehnte hinweg agierten, dementsprechend zur Rechenschaft gezogen werden? Die Opfer sind heute alle krank, physisch sowie psychisch.

Werden die Verantwortlichen, Kirche und Staat, sowie auch andere mir bekannte private Wirtschaftsunternehmen, die alle noch heute, als damalige Profiteure aufgrund unserer Zwangsarbeit wärend langjähriger Einkerkerung, all ihre "Schäfchen im Trockenen" haben, Rede und Antwort leisten müssen? Werden also alle Mitbeteiligten an den damals an Kindern und Jugendlichen in diesen Heimen begangenen Schandtaten gebeten werden, in einem eingerichteten Entschädigungsfond Zahlung zu leisten, nicht nur für Gelder die die Internierten gezwungen wurden für diese Betriebe zu erwirtschaften, aber auch für die Schäden welche diese Opfer dadurch für immer herumtragen? Selbst bei Rentenansprüchen für diese verloren Jahre ihres Lebens ernten to Opfer bisher nur Schulterzucken. Massive Vernachlässigung und Pflichtvergessen zogen sich durch alle Heime der Nachkriegs-Bundesrepublik Deutschland. Die meisten der Opfer leben heute als eine direkte Kosequenz ihrer schlimmen Erfahrungen, isoliert, krank und in Armut am Rande der Gesellschaft.

Ich würde mich freuen, baldmöglichst von Ihnen persönlich zu hören um zu wissen, welche Schritte zur Aufklärung unternommen werden, und auch in welchem Zeitrahmen Heimkinder-Überlebende mit den heute zuständigen Regierungsbehörden und kirchlichen Ordensleuten, katholisch sowie auch evangelisch, auf Zusammenarbeit hoffen können.

Sicherlich, als Ministerin für Gesundheit und Soziale Sicherung, und als eine ehemalige Lehrerin und ausgebildetet Sonderpädagogin selbst, werden Sie auch ein besonderes Verständnis dafür haben, dass während solchen Verhandlungen mit den Betroffenen auch besonders darauf geachtet werden muss, dass sie nicht erneut durch unüberlegte Äußerungen oder womögliche Leugnungen der Täter und Mitverantwortlichen, oder durch ein womögliches Bagatelisieren oder das Nichbeachten ihrer Wünsche erneut traumatisiert, und dann möglicherweise wieder vollkommen enttäuscht werden. Solche Insensibilitäten sollten natürlich höchstmöglichst völlig verhindert werden. Jegliches von den Vertretern aller Gruppierungen auserwählte Verfahren in diesem Zusammenhang sollte all diese Faktoren genau unter Berücksichtigung nehmen. Wie können die Opfer sonst je wieder vertrauen?

Da ich mir die besondere Mühe gemacht habe diese Kommunikation nicht nur in Deutsch, aber auch in Englisch, für Sie aufzusetzen, würde ich Sie bitten mir gleichfalls eine ausführliche Antwort in beiden Sprachen zukommen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Mitchell



From: Martin Mitchell . E-Mail: martinidegrossi@yahoo.com.au
P O Box 112
LONSDALE . SA . 5160
AUSTRALIA

Adelaide, 9 November 2004


To: Mrs Ursula Schmidt MP (SPD)
Federal Minister for Health and Social Services
German Federal Parlament
Federal Capitol BERLIN
Federal Republic of Germany

E-MAIL: ursula.schmidt@bundestag.de


Subject:


Public recognition and acknowledgment of responsibility, atonement, reparation and compensation owing to all victims of child abuse in any of its forms, for all those who were abused whilst they were undergoing institutional incarceration in post-war West-Germany.


Dear Mrs Schmidt,

I am writing to you from Australia where I have been a resident now for over forty years. My ability to read and write bilingually has enabled me to develop an active interest in a variety of social, cultural and political issues. As I myself have also personally experienced the violation of my human rights, I am especially focused on that topic. All these issues and the problems detailed here receive my close attention not only locally but also on a broad international plain, Germany included. With several hundred relatives I left behind in Germany on my departure – and the number of my relatives steadily increasing, both here and there – I also take an active interest in German politics of course.

Whilst studying the Irish parliamentary debates on the Internet @ http://www.irlgov.ie/debates-03/s7Oct/Sect2.htm recently, I became aware that a German Parliamentary Delegation led by State Secretary for Health and Social Security, Mrs. Marion Caspers-Merk, was present in the public gallery throughout during lengthy debates in the Irish Parliament, particularly on 7 October 2003. The distinguished visitors from Germany, whilst not participating in any of the debates themselves, were, nevertheless, present when all relevant debates on this topic occurred in the Irish Parliament, during these days in October 2003.

What was receiving special attention on that important day in the Irish Parliament in October 2003 once more, were the large number of children and youth who had been seriously abused in the Irish church institutions and state facilities of yesteryear. This was the topic which had long been debated and discussed in the chamber. Also announced on that day in Parliament were generous compensation arrangements for the many victims. Breaking its decade-long silence, the Irish Government, with the full support of all members of the opposition, apologised to the victims and undertook to make full recompense to all those who had been affected.

As an institutional child abuse victim myself in institutional facilities in West-Germany prior to my migration to Australia, who has himself experienced in body and soul these selfsame brutal methods of institutional discipline (manifesting themselves in sheer sadism and torture on a truly massive scale), I count myself amongst those who have a special interest in this topic. Consequently, I am asking myself why a German delegation was present in the Irish Parliament just when these matters were being raised there. I can only assume that you, as the Minister responsible for the portfolios of Health and Social Security in the German Parliament, arranged for this visit to the Irish Parliament by your personal representative, State Secretary for Health and Social Security, Mrs. Marion Caspers-Merk, in order that you yourself may gain an insight into how such matters – matters which to a large degree likewise concern the Federal Government of Germany – are being resolved in other countries.

Additionally, I was of course also wondering how the German Government – now that it is aware of what has happened in Ireland (and also, presumably, is aware of what has happened before that in Canada) in that regard – is likely to proceed in Germany itself. Following the Irish and Canadian examples, is the German Government likely to follow suit and make amends to the large number of institutional child abuse victims who were abused in its own institutions as well as in the vast number of state-sanctioned church institutions over many decades in post-war West-Germany? Whilst in care, children were subjected to unimaginable suffering and abuse!

Is the German Government likely to announce a similar compensation scheme for German institutional child abuse victims soon, as Canada and Ireland have done? And will the state churches in Germany – who were running 80% of these institutions in West-Germany, where this abuse occurred – be held accountable for their dereliction of duty in the past, and are they going to be made to contribute substantially to any compensation fund that is being established, as they should? The victims as adults (many prematurely aged and infirm) are today physically and psychologically damaged.

Will all those responsible, church and state, as well as the numerous known free-market private enterprises, that today are continuing to thrive not in a small measure as a direct result of their profiteering from the slave labour of these unfortunate children and youth who, whilst interned for many years, were being made to slave for them, be called to account and be made to answer for their deeds? Will all those who in any way participated in these human rights abuses on the children and youth of Germany – not only for the profits they thus siphoned into their pockets, on account of the enslavement of those interned, but also for the permanent damage they caused the internees as a result – be made to pay? Currently, even when the question of pension payments are raised for those years of slavery, the answer from authorities is a mere shrug of the shoulders. The failure to exercise duty of care and to meet basic responsibilities towards those taken into care and locked away in those “homes”, "industrial schools" and "work colonies for minors" of the post-war area of West-Germany was horrendous and remained so for many decades to come. Most of the victims, as a direct consequence of what they have been put through in those places, are today not living but merely existing, sick and poverty-stricken, subsisting as fringe-dwellers totally isolated from society.

I look forward to enlightenment from you as to what course of action is being proposed by the German Government in the resolution of these issues, and the likely time frame within which this is going to occur. Care-Leavers Survivors are anxious to know and to be left in no doubt as to when today’s competent and responsible government authorities, and representatives of catholic religious orders, as well as those of the evangelical church, will be willing to sit down with them for relevant discussions and be receptive to open and frank, and joint and honest consultation.

I have no doubt that as Minister for Health and Social Security and yourself an educator and dedicated and especially trained and certified "pedagogue for difficult children", you will have an extra insight into the necessity for consideration of the special needs of victims. Particular attention must be paid during all negotiations with the victims to avoid the making of inconsiderate remarks or accusations, or retreats into denial of known facts by those who were responsible for the victims’ suffering either as actual perpetrators or executing authority condoning the mistreatment to which the victims were subjected, or simply turning a blind eye. Trivialisation or attempted minimisation of the victims’ suffering or a dismissal of their wishes to be heard unconditionally could easily lead to serious re-traumatisation, and result in absolute hopelessness and disappointment for them again. All such insensibilities must be avoided at all cost. It is absolutely paramount that all the above mentioned factors be taken into careful consideration during whatever procedures are agreed upon to be adopted by the various parties seeking to make amends to the victims. How, otherwise, can the victims trust anyone ever again?

As I have made a special effort to compose this letter of inquiry to you in both English and German, I would be much obliged to have a detailed reply in both of these languages from you as well.

Yours sincerely,

Martin Mitchell


Einschreiben mit Rückschein


[ Erstveröffentlichung auf dieser Webseite: 12. April 2005 ]

Subindex Nr. 11

SPIEGEL-Buch: "Schläge im Namen des Herrn –
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
|
Buchauthor, Dokumentarfilmer und Fernsehjournalist: Peter Wensierski |
ISBN: 342105892X | Ab 07.02.2006 auch in Buchläden erhältlich.


Zum ersten Jahrestag der Veröffentlichung des SPIEGEL-Buches
"Schläge im Namen des Herrn - Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
11. Februar 2007 - „Herzlichen Dank“ sagt Peter Wensierski „an“ „alle“, „die“ zuvor
und seither „mitgewirkt" und „mitgeholfen“ „haben" „das jahrzehntelange Schweigen
über eines der dunkelsten Kapitel der Nachkriegsgeschichte zu brechen“.


HEIMKINDER-SCHICKSALE: "Wie geprügelte Hunde" - Von Peter Wensierski
Sie wurden geschlagen, erniedrigt und eingesperrt. Unter oft unvorstellbaren
Bedingungen wuchsen in den fünfziger und sechziger Jahren Hunderttausende Kinder und Jugendliche
in kirchlichen Heimen auf.
"Wir waren Zwangsarbeiter", sagen sie heute. Ein dunkles Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte


Jürgen Schubert – Fünfzehn Jahre Leid im Heim under der Macht des ORDEN
DER RECHTHABENDEN, der Barmherzigen Schwestern in Marsberg.
SPIEGEL-online-Panorama 19.05.2006 – “20 Euro für 15 Jahre Leid.”
Kirchen und Politik in Deutschland nehmen sich jetzt erstmalig des Schicksals
der Ehemaligen Heimkinder der bundesrepublikanischen Nachkriegszeit an.


Heimkinder weinen noch immer – auch noch 30, 40, 50, 60, 70 Jahre später,
nach den Qualen und Misshandlungen, denen sie als “Schutzbefohlene”
von ihren damaligen ‘Erziehern’ in christlichen sowie auch in staatlichen Heimen ausgesetzt wurden.
Ihre Traumata und ihr Leiden begleitet sie ihr ganzes restliches Leben !!!

( Aktuelle Ausgabe, Hessische Zeitung, Guxhagen, Mittwoch, 8. März 2006 )

Die Neue Westfälische, Paderborner Kreiszeitung,
Ostwestfalen-Lippe, No. 273 , am Montag, 24 November 2003, berichtet auf Seite 4 –
Heimkinder wollen nicht vergessen werden
Landschaftsverband sagt Betroffenen Hilfe zu.


Offizieller Bericht und Beschlüsse – LWL - Landschaftsverband Westfalen-Lippe
– Landesjugendamt – in Münster – Vorlage 11/1891 vom 16.12.2003
betreffend "Aufarbeitung der Fürsogeerziehung in den 60er- und 70er-Jahren",
und der Anfang, diesbetreffend, gemacht von Gisela Nurthen und Marion Zagermann.


BUCHVORSTELLUNG – SPIEGEL-Buch – "Schläge im Namen des Herrn –
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
– WENSIERSKI, Peter –
Deutsche Verlags-Anstalt, München 2006 – ISBN 342105892X – Gebunden, 249 Seiten, 19,90 EUR
– Buchvorstellung verfasst von Marion Zagermann am 1. Februar 2006 –


Deutschlandfunk - dradio.de : 27.03.2006 - Vorstellung und Rezension drei verschiedener Bücher:
Politische Literatur -
eins davon: damalige Heimerziehung "Schläge im Namen des Herrn -
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
von Peter Wensierski.
Redakteur am Mikrofon:
Hermann Theißen;
Rezensenten:
[ 1.) ] Volker Ullrich, [ 2.) ] Otto Langels, [ 3.) ] Marcus Heumann.


Kurzvorstellung des neusten SPIEGEL-Buches von Peter Wensierski: "Schläge im Namen des Herrn -
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
von lär/bor
vom 22.05.2006 in "Die Berliner Literaturkritik", unter der Überschrift
"Knute und Halleluja" - "Die Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik".


"IN DEN-KLAUEN DER KIRCHE" - Mai 2006 Buchrezension : TIP Berlinonline
von
Margit Miosga zum SPIEGEL Buch
»SCHLÄGE IM NAMEN DES HERRN -
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik
«, Peter Wensierski,
ISBN 342105892X, erschienen im SPIEGEL-Verlag, 11.02.2006.


Buch-Rezension des neusten SPIEGEL-Buches von Peter Wensierski: "Schläge im Namen des Herrn -
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
von Victoria Gross
vom 04.09.2006 in "Die Berliner Literaturkritik", unter der Überschrift
"Kirchlicher Fürsorgeknast - Rohrstockrepublik Deutschland".
"Ein Buch über Menschenrechtsverletzungen in westdeutschen Heimen".


Frühere Heimkinder haben (Ende 2003) eine Interessengemeinschaft gegründet:
Sie wollen entschädigt werden für erlittenes Unrecht, Prügel und Zwangsarbeit, denen
sie in vielen staatlichen sowohl wie auch konfessionellen Heimen ausgeliefert waren.


Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren:
LWV-Verbandsversammlung entschuldigt sich
bei damaligen Heimkindern für erlittene Gewalt:
„Der Landeswohlfahrtsverband Hessen spricht sein tiefstes Bedauern
über die damaligen Verhältnisse in seinen Heimen aus
und entschuldigt sich bei den ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohnern,
die körperliche und psychische Demütigungen und Verletzungen erlitten haben.“


Die Verbandsversammlung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen
hat in ihrer Plenarsitzung am 5. April 2006 einstimmig beschlossen
sich bei den ehemaligen Heimkindern aller ihrer damaligen Einrichtungen
zu entschuldigen.
Rede auf der Plenarsitzung der Verbandsversammlung 2006 des
Landeswohlfahrtsverbandes Hessen am 5. April 2006.


Frankfurter Rundschau 06.04.2006.
Entschuldigung bei Heimkindern.
Landeswohlfahrtsverband spricht "tiefstes Bedauern" über Gewalt
in Erziehungsanstalten der Nachkriegszeit aus
Der Landeswohlfahrtsverband LWV will ehemaligen Heimkindern bei ihrem Kampf
um Anerkennung und Unterstützung helfen. Das hat die Verbandsversammlung
am Mittwoch einstimmig beschlossen. In manchen Erziehungsanstalten
wurden bis in die 70er Jahre hinein Kinder misshandelt.


Frankfurter Rundschau 06.04.2006.
Entschuldigung aber keine Entschädigung.
Beim Formulieren der Erklärung des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen
am Mittwoch den 5. März 2006, wurde alles vermieden,
was Ansprüche gegen den Heimträger begründen könnte.


►Heimerziehung: Lektüre / Tagungsbeitrag von Prof. Dr. Christian Schrapper
Professor für Pädagogik und Sozialpädagogik an der Universität Koblenz –
an die Anwesenden der Veranstaltung am 9. Juni 2006 in Idstein im Taunus,
mit Kommentaren, u. a., von Wolfram Schäfer
(Philipps Universität Marburg)
und Peter Wensierski
(SPIEGEL - Berlin).


Jürgen Schubert, Vorsitzende des Verein ehemaliger Heimkinder e.V., 09.06.2006, auf der
vom Landwohlfahrtsverband Hessen angesetzten Tagung in Idstein im Taunus,
klar und deutlich trägt vor die Forderungen der ehemaligen Heimkinder
an Kirche und Staat – d.h. an die beiden deutschen Amtskirchen und an die
Bundesrepublik Deutschland, sowie an alle damals beteiligten Landesregierungen.


► Damalige Heimerziehung: Dreiteilige Ansprache von Michael-Peter Schiltsky
Vereinsberater: Verein ehemaliger Heimkinder e.V.
an die Anwesenden der Veranstaltung am 9. Juni 2006 in Idstein im Taunus,
eine Tagung, die vom Landeswohlfahrtsverband Hessen angesetzt worden war.


►Heimerziehung: Tagungsbeitrag/Diskussionsbeitrag
von Prof. Dr. Mechthild WolffFachhochschule Landshut
und Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen
(IGfH), am 9. Juni 2006, auf der
vom Landeswohlfahrtsverband Hessen angesetzten Tagung in Idstein im Taunus.


►Damalige Heimerziehung: Tagungsbeitrag/Diskussionsbeitrag
von Pro. Dr. Dr. hc. Reinhard Wiesner,
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen, und Jugend
(Deutscher Bundestag = German Federal Parliament), am 9. Juni 2006, auf der
vom Landwohlfahrtsverband Hessen angesetzten Tagung in Idstein im Taunus.


►Damalige Heimerziehung: Tagungsbeiträge/Diskussionsbeiträge
(1.) von Frau Evelin Schönhut-Keil, Erste Beigeordnete des Landeswohlfahrtsverbandes
Hessen
, und
(2.) von Frau Susanne Nöcker, Hessisches Sozialministerium, 09.06.2006,
auf der vom Landeswohlfahrtsverband Hessen angesetzten Tagung in Idstein im Taunus.


►Damalige Heimerziehung: Tagungsbeitrag/Diskussionsbeitrag
von Dr. Matthias Almstedt, Leiter der Abteilung Sozialpädagogik an der Käthe-Kollwitz-
Schule in Marburg
, vom 9. Juni 2006, auf der
vom Landeswohlfahrtsverband Hessen angesetzten Tagung in Idstein im Taunus.


►Damalige Heimerziehung: Tagungsbeitrag/Diskussionsbeitrag
von Herrn Andreas Prinz, Leiter des Landesjugendamtes Giessen, in Hessen, 09.06.2006,
auf der vom Landeswohlfahrtsverband Hessen angesetzten Tagung in Idstein im Taunus.


►Heimerziehung: Tagungsbeitrag/Diskussionsbeitrag von MdP Marlene Rupprecht
(SPD)Mitglied des Petitionsausschusses im Deutschen Bundestag, am 9. Juni 2006,
auf der vom Landeswohlfahrtsverband Hessen angesetzten Tagung in Idstein im Taunus.


Menschenwürde und Menschenrechte:
Die Aufgabe des Bundestags-Ausschusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe
ist es, unter anderem, "Verletzungen zu korrigieren".
Das Forum Menschenrechte ist ein Netzwerk von mehr als 40 deutschen
Nichtregierungsorganisationen
(NGOs), die sich für einen verbesserten, umfassenden
Menschenrechtschutz einsetzen.


LWV-Landes-direktor vom Landeswohlfahrtsverband Hessen, Uwe Brückmann,
über die Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den 50ern und 60ern.
"Damals fehlte die Kontrolle" – FORUM – HNA-online – Interview vom 31.03.2006.


Zwei wichtige Leserbriefe - unter anderen - @ Kobinet Nachrichten.
Leserbriefe
(1.) von Diplom Psychologin, Gertrud Zovkic, vom 04.04.2006
und
(2.) von einem damalig Betroffenen, Heinz-Peter Junge, vom 19.04.2006.


In Anerkennung und zur Erinnerung an die Initiatorin der Heimkinder-Sache,
Gisela Nurthen, und all ihre Arbeit und all ihre Bemühungen
zur Aufdeckung der Schandtaten begangen an Hunderttausenden
von Kindern und Jugendlichen in Heimen in der Bundesrepublik Deutschland
während des “Wirtschaftswunders” der Nachkriegsjahrzehnte.
Auszüge aus dem SPIEGEL-Buch von Peter Wensierski
“Schläge im Namen des Herrn – Die verdrängte Geschichte der Heimkinder
in der Bundesrepublik”


Der Spiegel, 16/2006 – Späte Reue – Kirchen unter Erklärungsdruck
zur Geschichte der Heimerziehung und schwarzen Pädagogik
in der Bundesrepublik Deutschland.


Fotogalerie zwangarbeitender Jungens.
Zwangsverpflichtet im Vaterland!

"ZWANGSARBEIT" – "ARBEITSDIENST" – "ARBEITSTHERAPIE" – "KEIN PFENNIG JOBS"
– Fürsorgeerziehung, Jugendwohlfahrt und Arbeiterwohlfahrt und ihre Abarten
in der Geschichte Deutschlands


Siehe auch Heimkinderopfer-Fotogalerie @ http://www.flickr.com/photos/heimkinderopfer/

Fotogalerie zwangarbeitender Mädchen.
Zwangsverpflichtet im Vaterland!

"ZWANGSARBEIT" – "ARBEITSDIENST" – "ARBEITSTHERAPIE" – "KEIN PFENNIG JOBS"
– Fürsorgeerziehung, Jugendwohlfahrt und Arbeiterwohlfahrt und ihre Abarten
in der Geschichte Deutschlands


Braunschweiger Hauszeitschrift des Marienstiftes "Doppelpunkt" - Heft Nr. 3/2000
Aus der Geschichte des Marienstiftes
[und anderen solcher Einrichtungen]:
So, ungefähr, sah es aus – über einen Zeitraum von zwischen 50 bis 70 Jahren –
für ‘verwahrloste’ Mädchen unter dem "Jugendwohlfahrtsgesetz"
in allen deutschen (Mädchen)Erziehungsanstalten / Mädchenheimen
( ob evangelisch-lutherisch oder katholisch ! ),
also auch in der Nachkriegszeit, im "Wirtschaftswunder Westdeutschland".


Ehemalige Insassin des "Haus Weiher"(1964-1968), Sieglinde Alexander, möchte
wissen: Wer kennt Waltraud Jung aus dem
"Mädchenheim Weiher"? - "Haus Weiher" -
eine evangelisch-lutherische Erziehungsanstalt für 'schwererziehbare' Mädchen,
damalig, bis 1972, ein Teil der Rummelsberger Anstalten, in Hersbruck,
nord-nord-westlich von Nürnberg.


Siehe auch Heimkinderopfer-Fotogalerie @ http://www.flickr.com/photos/heimkinderopfer/

Bisher unbeantwortete Korrespondenz an Renate Schmidt MdB (SPD)
Heimkinder-Überlebene bemühen sich um Gehör bei der Bundesregierung
Zuständige Bundesministerien aber schweigen




Siehe auch "Ehemalige Heimkinder" @ heimkinderopfer.blogspot.com und heimkinderopfer2.blogspot.com


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