Der Betreiber dieser nichtkommerziellen Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland)

Schutzbefohlene Heimkinder / Insassen Hinter Mauern



Ein Fallbeispiel – Der Leidensweg des Paul Brune



Wie muss er sich am Dienstagnachmittag bloß vorgekommen sein, der Paul Brune [ ein ehemaliges Heimkind ], um [ das ] sein Lebtag lang kein Huhn und kein Hahn gekräht hat.        Was ihm die Nonnen des Waisenhauses im westfälischen Lippstadt ebenso wie die braunen Nazi-Schwestern der "Anstalt für geisteskranke und geistesschwache Kinder" im sauerländischen Niedermarsberg immer wieder eingebleut haben. Damit wurde er klein gehalten, ebenso wie mit der fast rituell wiederholten Beschimpfung, bei ihm und seinesgleichen handele es sich um unnütze Brotfresser, Schmarotzer, Minderwertige. Ja, man verstieg sich sogar soweit, das Leben des Paul Brune als "lebensunwert" zu brandmarken. Eine Beurteilung amtlicherseits, die ihn beinahe um sein von ihm durchaus geliebtes, von anderen aber so gering geschätztes Leben gebracht hätte.
   Bei diesem Paul Brune - einem Nichts und einem Niemand - entschuldigte sich am Dienstagnachmittag der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, Wolfgang Schäfer, hochoffiziell in den Räumen des Düsseldorfer Landtags. Und zwar für das dem sehr geehrten Herrn Brune während der Nazizeit und auch danach "widerfahrene schlimme Unrecht". Paul Brune fuhr aus diesem Anlass extra in das Landtagsgebäude nach Düsseldorf. Ein kleiner Mann mit inzwischen schon leicht krummem Rücken, einem noch immer üppigen Lockenkopf und einer schleppenden Stimme, die daher rührt, dass Paul Brune so viele Jahre seines Lebens keinen Mucks von sich geben durfte. Sonst setzte es was auf den "Schwätzermund". Sonst wurden Kinder wie er voll bekleidet in einer mit kaltem Wasser gefüllten Badewanne untergetaucht. Solange, bis sie kaum noch Luft bekamen.
   Genau hierfür entschuldigte man sich am Dienstag. Und noch für vieles mehr. Es war eine längst überfällige Geste, mit der Brune allerdings nicht mehr gerechnet hatte. Nach all den lebenslangen Kämpfen, die er ausgefochten hatte, trotz der vielen Steine, die man ihm allerorts in den Weg legte. Dabei hatte man ihm das Widersetzen doch eigentlich ausgetrieben, mit Hilfe von Zwangsjacken, in die man ihn steckte und die vom verkrusteten Blut der geschlagenen, verletzten Heimkinder schon ganz steif waren.
   Die verbliebene Zähigkeit im Körper und in der Seele des Paul Brune ist das Erstaunlichste an der Lebensgeschichte dieses Menschen. Er, der wegen seiner Lebhaftigkeit und seines so wenig in die Grabesstille der Anstalten passenden Redebedürfnisses nach acht Jahren aus der "Idiotenschule" geflogen war, hat Germanistik und Philosophie studiert. Sein Staatsexamen gemacht. Doch wie es hierzu kam, wieso Paul Brune heute wie selbstverständlich Brecht zitiert oder auf berühmte Philosophen verweist, ist eine lange, eine traurige Geschichte. Und wer sie zuerst hört, der wird sie kaum glauben.
   So ging es auch Brigitte Hermann vom Petitionsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags. Die Landtagsabgeordnete der Grünen las die 69 Seiten der Eingabe Brunes, mit der er schon viermal zuvor vergebens um eine Entschädigung gebeten hatte. Doch diesmal nahm man ihn ernst, recherchierte und konnte irgendwann nicht umhin, seine Schilderungen zu glauben. Was ihm die jetzige Entschuldigung und die höchstmögliche von der Härtefallkommission des Landes NRW zu bewilligende Entschädigung als überlebendes Opfer der Nazi-Euthanasie einbrachte.
   Er bekommt nun etwa 260 Euro monatlich für ein ganzes zerstörtes Leben. Ein Leben, das eigentlich an dem Tag aufhörte normal zu schlagen, als sich seine Mutter, die Paula Brune, mit ihren drei jüngsten Kindern, darunter den noch nicht einmal einjährigen Paul, im Dorfteich ertränken wollte. Ihr Mann hatte sie, nachdem seine Frau von einem benachbarten Bauern schwanger war und Paul gebar, mit Fäusten, ja mit dem Hammer zur Raison bringen wollen. Bei ihrem Selbstmordversuch ertrank Pauls vierjähriger Halbbruder. Eine Schwester, Paul und die Mutter wurden gerettet. Paul kam, wie er später herausfand, "so nass und verdreckt, wie man mich aus dem Wasser gefischt hatte", sofort ins St.-Josef-Waisenhaus nach Lippstadt. Dort begann sein Leidensweg.
   Von nun an hieß es stillsitzen, stillschweigen. Der kleine Paul hielt das nicht aus. Wenn keiner guckte, tanzte er herum, neckte die anderen Kinder, die stumm stundenlang auf ihren Stühlchen hockten. In seiner "Irrenhausakte" - wie er hartnäckig das Dokument bezeichnet, das die vielen ärztlichen Hauruckeinschätzungen seiner Person enthält - schlug sich sein Verhalten als "gemeingefährliche Umtriebe schon im frühkindlichen Alter" nieder.                                                        Später, im heimeigenen Horst-Wessel-Kindergarten, beschimpfte der Rektor, ein alter Nazi, den Jungen, der sich schon vor der Einschulung selbst das Lesen beigebracht hatte, vor der ganzen Klasse als "erblich minderwertig".
   1943 lieferten ihn die Nonnen ins Irrenhaus nach Dortmund-Aplerbeck, von wo aus er kurz darauf ins St. Johannesstift nach Niedermarsberg verlegt wurde, einer "Anstalt für Geisteskranke, Schwachsinnige und Epileptiker". Er mache den Eindruck eines normal begabten Kindes, hieß es geradezu verwundert bei seiner Aufnahme. Trotzdem lautete die Diagnose: "gemeingefährliche Schizophrenie". Damals war das so etwas wie ein Todesurteil, denn die in Aplerbeck und Niedermarsberg von den Nazis eingerichteten "Kinderfachabteilungen" sollten sogenannte "erbkranke" oder behinderte Kinder zur Euthanasie, also zur amtlicherseits angeordneten und exekutierten Ermordung, auswählen. Auch der kleine Paul war hierfür vorgesehen, Anstaltspsychiater Heinrich Stolze hatte ihn als "lebensunwertes Leben" eingestuft. Paul rettete - so glaubt er heute - ein Test, ein fehlerfreies Diktat, bestehend aus kurzen Sätzen wie dem: "Wir rufen Heil Hitler" , und ein Aufsatz, in dem er schrieb: "Ich wohne in Deutschland. Der Führer wohnt in Deutschland. Die Soldaten helfen ihm. Wir haben jetzt Krieg mit den Russen und Engländern. Die schießen die Soldaten, weil die unsere Häuser kaputt machen."
   Paul blieb, während viele, viele Kinder einfach so verschwanden. "In meiner Zeit", sagt Paul Brune, "von Anfang September 1943 bis Anfang der 50er Jahre sind hier 500 Kinder gestorben. Ganz zu schweigen von den Kindern, die 43/44 in die Vernichtungsanstalten geschickt wurden." Noch heute fragt er sich unentwegt, wie er diese Kinderhölle hat überleben können. Denn der kleine, gerade mal achtjährige Paul sah die Kinder seiner Station, die zu den "braunen" Schwestern mit ihren Peitschen in die "Kinderfachabteilung" des Erdgeschosses verlegt wurden, nie wieder. Immer häufiger musste er im Gewand des Messdieners hinter dem Anstaltspfarrer und den Kindersärgen zum heimnahen Friedhof gehen.
   Jahre später, als er all dem längst entronnen war, suchte er die Nonnen seines Waisenhauses auf, die ihn zur Euthanasie nach Dortmund-Aplerbeck abgeliefert hatten. Dort stieß er auf eine Mauer des Schweigens und der Ablehnung. Der Anstaltspfarrer hat ihn, als er auch bei ihm anklingelte, "schlicht aus seiner Wohnung geworfen". Irgendwann erfuhr er dann, dass Psychiater Dr. Heinrich Stolze, dem er die Einstufung als "lebensunwertes Leben" verdankte, 1953 wegen seiner Mitwirkung am Euthanasie-Programm vom Landgericht Münster "wegen erwiesener Unschuld" freigesprochen worden war. Das Schwurgericht war, wie damals üblich, einem psychologischen Gutachten gefolgt, wonach Stolze für die Zeit seiner Taten einem "Irrtum über das Erlaubtsein seines Handelns" erlegen war.
   Für Paul Brune war mit der Rettung seines Lebens seine stumpfsinnige Heimzeit allerdings längst nicht zu Ende. Weitere zehn Jahre verbrachte der Junge, dem später bei psychologischen Tests eine überdurchschnittliche Intelligenz nachgewiesen wurde, hinter den dicken Mauern der Niedermarsberger "Anstalt für geisteskranke und geistesschwache Kinder". Dort blieb auch nach 1945 alles beim Alten. Manch ein Kind, daran erinnert sich Paul Brune genau, starb auch weiterhin an den ihm durch Pfleger und Aufseherinnen zugefügten Verletzungen, an Tritten, Schlägen, Knebeln, durch Eintauchen in kochendes Wasser. Die Bilder der zerlumpten Gestalten, die all dies überlebten, bringen Paul Brune noch heute manche Nacht um den Schlaf. Dann sieht er sie wieder, diese Kinder mit ihren "hängenden Schultern, gekrümmten Rücken, apathischen Gesichtern, stumpfsinnigen Augen. Wir waren deprimierende Gestalten, denen das Interesse an der Welt ausgetrieben wurde." In seinem Fall ist das misslungen. Nach mehreren Fluchtversuchen, zeitweiliger Knechtsarbeit bei einem Bauern, einem Selbstmordversuch mit E 605 kam er zwar zunächst in die geschlossene Abteilung der Psychiatrie in Münster, in den sogenannten "Schutthaufen". Diesmal hatte man ihm, "ruckzuck", einen Wasserkopf attestiert.            Auch dort wehrte er sich. Dagegen, dass ihm ein Mitpatient seine Rotze ins Gesicht pustete, ein anderer ihn mit Kot beschmierte. Prompt bekam er die Quittung: er störe den Frieden der Abteilung, zeige keine "Krankheitseinsicht", sei einfach paranoid. Inzwischen war er 18 Jahre alt. Konnte Gedichte wie Goethes Erlkönig auswendig, rezitierte in seiner verlangsamten Sprache Schillers Zauberlehrling oder die Kraniche des Ibikus. All dies hatte er aufgeschnappt, geklaubt aus verstohlen gelesenen Büchern.
   In Münster traf er zum ersten Mal auf Menschen, die sich nicht nur im Kasernenhofton miteinander verständigten, die miteinander redeten, diskutierten. Ein Priester, wegen Unzucht mit Minderjährigen dorthin eingewiesen, feilte mit ihm an seiner Aussprache, übte mit ihm die deutsche Grammatik, setzte sich in Briefen an das Vormundschaftsgericht für Paul ein. Und hatte Erfolg. Eines Tages wird Paul abgeholt, ist von nun an auf sich selbst gestellt.
   Zunächst schlägt er sich bei Bauern als Hilfsarbeiter durch. Nutzt jede Minute für seine Bildung. "Von den Stunden der Verzweiflung bei diesem Bemühen will ich erst gar nicht reden." Es gelingt ihm, sein Abitur nachzumachen, Germanistik und Philosophie zu studieren. Er lernt Psychiater kennen, die entsetzt sind über das, was in seiner Krankenakte steht, die ihn ermuntern, für das ihm angetane Unrecht auf Entschädigung zu drängen. 1966 reicht er seine erste von insgesamt fünf Eingaben beim Petitionsausschuss ein. Erst die letzte, bei der ihn die Grünen-Politikerin Brigitte Hermann unterstützte, ist erfolgreich. Doch die unhaltbaren Diagnosen der Naziärzte haben ihn nicht nur um seine Kindheit, sondern auch um seinen Beruf gebracht. Als er 1978 seine Referendarzeit an einem Gymnasium beginnen will, schaltet sich das Bochumer Gesundheitsamt ein. "Ein ewiger Student? Eine soziale Drohne?" sinniert ein Amtsarzt schriftlich über Paul Brune und verweist in seinem Eifer, Brunes Referendarzeit zu verhindern, auf einen Eintrag, 1943 vom Nazirektor der Horst-Wessel-Schule vorgenommen. Danach sei Brune "das Schulbeispiel für asoziales Verhalten infolge Erbanlage". Und als reiche dies nicht aus, um Brune zu diskreditieren, fügt dieser Amtsarzt im Jahre 1978 noch hinzu: "Paul Brune stammt aus einer ehebrecherischen Beziehung der Mutter." Brune nahm dies nicht hin, wusste sich inzwischen zu wehren. Über das Verwaltungsgericht bekam er die Erlaubnis, sein Referendariat abzuschließen. Doch Lehrer werden durfte er nie. Irgendwie kann er das auch verstehen. "Man hat ja nicht wissen können, ob nicht doch an all dem, was da in meiner ,Irrenhausakte ' stand, etwas dran gewesen ist", sagt er, traurig, aber ohne jeden Zorn.
   Zu seiner Familie hat er keinen Kontakt, obwohl er sie alle aufgesucht hat: die Halbgeschwister, seinen wirklichen Vater und seinen Stiefvater. Wie waren sie doch überrascht, ja fassungslos, dass der kleine Paul noch lebte! Keiner war jedoch wirklich an ihm interessiert. Als 21-Jähriger fuhr er zu seiner inzwischen auf dem Bauernhof einer Schwester lebenden Mutter. Die hat ihn sofort erkannt. "Was willst Du hier, was willst Du hier?", empfing sie ihn in Panik und wiederholte immer wieder: "Ich kann Dir nicht helfen. Woher weiß Du überhaupt, dass ich hier wohne?" Der Besuch war so deprimierend, dass Paul Brune ihn nie wiederholte.
   Noch heute lebt er in einer mit philosophischen Werken, Literatur über die NS-Zeit, Romanen und Krimis vollgestopften Studentenbude im Bochumer Univiertel. Auf die Frage, ob er sich selbst als einen unglücklichen Menschen bezeichnen würde, schüttelt er heftig den Kopf. Um dann, zögernd und nachdenklich hinzuzufügen:: "Seltsamerweise nicht. Manchmal, da packt es mich allerdings schon. Vor allem des Nachts. Dann knipse ich die Lampe an, schnappe mir ein Buch und tauche einfach weg."


[ document info ]
Autor: Journalistin Ingrid Müller-Münch
Copyright © Frankfurter Rundschau 2002
Dokument erstellt am 14.01.2003 um 18:00:12 Uhr
Erscheinungsdatum 15.01.2003

[ Erstveröffentlichung auf dieser Webseite: 8. Juni 2004]


Subindex Nr. 10

Ehemalige Heimkinder schöpfen neue Hoffnung, bassierend auf ein neues Gerichtsurteil - Kammergericht Berlin-Moabit - 15. Dezember 2004 - zum Thema ***Menschenentwürdigende freiheitenziehende Massnahmen ( Geschlossene Unterbringung ) zuwider dem Grundgesetz und zuwider allen Menschenrechtskonventionen***. Das Urteil kondemniert insbesondere die Vorgehensweise und Zustände in Erziehungseinrichtungen der *Jugendhilfe* in der ehemaligen DDR (Az.: 5 Ws 169/04 REHA) ((551 Rh) 3 Js 322/03 (286/03)).

GLEICHERWEISE AUF DEN WESTEN ZUTREFFENDE Auszüge aus dem "Abschlussbericht des Unabhängigen Untersuchungsausschusses zu Vorgängen im ehemaligen Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau [in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik]"

Schwarze Pädagogik in der ehemaligen DDR : Deutsche Demokratische Republik.
Artikel diesbetreffend von Helmuth Frauendorfer, in Wochenzeitung
RHEINISCHER MERKUR
Nr. 47 vom 20.11.2003 : »Der Schock wirkt weiter« -
DDR-Vergangenheit - Kommunismus - Jugendwerkhof Torgau - die verschärfteste
Form der militaristischen Maßregelung und Umerziehung von Kindern und Jugendlichen,
um sie kollektiv dem sozialistischen Menschenbild gleich machen zu können.


"Kinderrechte" existierten in der Bundesrepublik auch schon damals , wurden aber, was "Heimkinder" betraf, von den Verantwortlichen einfach ignoriert!

Das zum ersten mal in Deutschland am 1. Mai 1961 verwirklichte und am 1. Juni 1962 in Kraft tretende Bewahrungsgesetz
wurde fünf Jahre später vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig - nicht im Einklang mit dem Grundgesetz - erklärt.
Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Verfassungswidrigkeit von § 73 Abs. 2 und 3 Bundessozialhilfegesetz vom 18. Juli 1967.


BESINNLICHES: " W E R..S C H W E I G T..M A C H T..S I C H..M I T S C H U L D I G ! "

"Ehemalige Heimkinder" Deutschlands (1945-1985) schöpfen neue Hoffnung, auf Grund eines Schreibens des deutschen Bundesministeriums der Finanzen vom 5. März 2004. Werden sie trotzdem wieder von der Regierung enttäuscht werden? – Teilweises Zitat des Schreibens. – Betrifft: "Nachricht von den "Ehemaligen Heimkindern" Deutschlands (1945-1985) an die Bundesregierung Deutschland vom 16. Februar 2004".

SUCHE NACH INFORMATION über Moorlager Anstalt Freistatt im Wietingsmoor im Hannoverschen, ein Wirtschaftunternehmen der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, in Niedersachsen. Erste Aufnahmen von Kontakt von Martin Mitchell aus Australien mit Helfern in Deutschland per Luftpostbrief, 18. Februar 2003. Antwort vom 1. April 2003:

DIE RECHTSFRAGE FÜR ALLE EHEMALIGEN "HEIMKINDER" SOLLTE SEIN:
– Verfassungsmässigkeit geschlossener Unterbringung –
War Deine / meine oft jahrelange Internierung, diese Internierung selbst, in einer geschlossenen Einrichtung, rechtswidrig oder nicht?


"Ehemalige Heimkinder" : Institutionelle "Kindesmisshandlung" als solche war auch "zu damaligen Zeiten" (1945-1985) gesetzwidrig, aber die damaligen minderjährigen Opfer von "Misshandlungen" - was das dann existierende Gesetz betraf - wussten dies natürlich nicht, . . . Anschliessend hierzu, die Wiedergabe eines zutreffenden Urteils: Bundesgerichtshof - BGH ST 3, 105 - BGH, Urteil vom 06.06.52 - 1 StR 708/51 - Misshandlung von Schutzbefohlenen

Die wahre Geschichte der damaligen ANSTALT FREISTATT aufgedeckt und erstmalig im Internet veröffentlicht! ANSTALT FREISTATT, Torfgewinnungsgesellschaft im Bethel eigenen Wietingsmoor, ein privat-kirchliches Wirtschaftsunternehmen und Moorlager Arbeitserziehungslager / Arbeitszwangslager der Diakonie (1899-1991), das noch jahrzehntelang nach dem Zweiten Welt Krieg in der Bundesrepublik Deutschland angewendet wurde, wo 14 bis 21 Jahre alte “schwererziehbare” jugendliche deutsche Zwangsarbeiter systematisch getrimmt und auf das Schlimmste misshandelt wurden.

Das Wirtschaftsunternehmen der Torfgewinnungsgesellschaft im Bethel eigenen Wietingsmoor, im Areal der ANSTALT FREISTATT, im Hannoverschen, in der Bundesrepublik Deutschland, und dessen jugendlichen deutschen Zwangsarbeiter, im Vergleich zu den jugendlichen – und auch älteren – deutschen Zwangsarbeitern im BREMISCHEN TEUFELSMOOR, ein Wirschaftsunternehmen der TurbaTorfindustrie G.m.b.H, im Dritten Reich. Was war der Unterschied? Das ersterwähnte wurde (von 1899-1991) von der Diakonie betrieben, das andere (von 1934-1945) vom Staat.

Die Kirchen waren die Täter, die Jugendämter waren die Heeler!

Martin Mitchell aus Australien, ein Opfer von "Institutioneller Kindesmisshandlung" in kirchlichen Heimen in Deutschland, der jetzt in Australien lebt, stellt diese und viele andere ähnliche Fragen, an alle Leidensgenossen und Leidensgenossinen der "Ehemaligen Heimkinder", und auch an alle Täter und Heeler, die damals für das schwerwiegende Leiden das sie Kindern und Jugendlichen in ihrer Obhut zugefügt haben, verantwortlich waren

[ Heimerziehung – Zöglinge - Heimkinder ] Zwischen Disziplinierung und Integration
– Westfälisches Institute für Regionalgeschichte – Landschaftsverband Westfalen-Lippe Münster –
FORSCHUNGEN ZUR REGIONALGESCHICHTE – Markus Köster und Thomas Küster (Hg.)
[ Anstaltserziehung – Fürsorgeerziehung – Weimarer Republik – Drittes Reich – Bundesrepublik ]


Dorothea S. Buck-Zerchin, Ehrenvorsitzende, Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.:
Offener Brief an den Bundespräsidenten Dr. Horst Köhler aus Anlass der Ausstellung
"Tödliche Medizin – Rassenwahn im Nationalsozialismus" in Dresden Oktober 2006;
Offener Brief, Hamburg den 9. Oktober 2006.


Dipl.-Päd. Wolfram Schäfer, Institut für Erziehungswissenschaft, Philipps-Universität Marburg:
Fürsorgeerziehung und Jugendpsychiatrie im Nationalsozialismus
Die erbbiologisch begründete Forderung nach der »Aussonderung Unerziehbarer« aus der Fürsorgeerziehung war von den führenden Vertretern der deutschen Jugendpsychiatrie bruchlos aus der Weimarer Republik über die NS-Diktatur in die Bundesrepublik tradiert worden. Die Auswirkungen auf die Gestaltung der Heimerziehung in der jungen Demokratie waren bekanntermaßen fatal.


Freistatt – Wirtschaftsunternehmen – Teil I
Freistatt – Anstalt Freistatt – Diakonische Heime Freistatt – Diakonie Freistatt – Freistatt im Wietingsmoor – Betheler Zweiganstalten im Wietingsmoor – Arbeiterkolonie Freistatt – Arbeitsdienstlager Freistatt – Moorkolonie Freistatt –
“Zwangsarbeitslager Freistatt”
Was entspricht der Wahrheit, und was nicht?


Opfer von Gewalt und Zwang in deutschen Fürsorgeanstalten (meistens kirchlicher Trägerschaft beider deutschen Amtskirchen) unter allen politischen Systemen, bis in die jüngsten Tage

"Mädchenknast" – Dortmunder Vincenzheim – September 1977 – auch hier werden Heimkinder weitergehend gefangen gehalten und als unentlohnte Arbeitskräfte – Zwangsarbeiter – von der Katholischen Kirche von Deutschland ausgebeutet – hier in einer Waschanstalt / Großwäscherei der Paderborner Vinzentinerinnen.

Braunschweiger Hauszeitschrift des Marienstiftes "Doppelpunkt" - Heft Nr. 3/2000
Aus der Geschichte des Marienstiftes
[und anderen solcher Einrichtungen]:
So, ungefähr, sah es aus – über einen Zeitraum von zwischen 50 bis 70 Jahren –
für ‘verwahrloste’ Mädchen unter dem "Jugendwohlfahrtsgesetz"
in allen deutschen (Mädchen)Erziehungsanstalten / Mädchenheimen
( ob evangelisch-lutherisch oder katholisch ! ),
also auch in der Nachkriegszeit, im "Wirtschaftswunder Westdeutschland".


Die schreckliche Seite der Kirche - SPIEGEL ARTIKEL vom 19.5.2003 - KIRCHE Unbarmherzige Schwestern

Heft 4 - I. Quartal (Jan 2004) CAMPO-Magazin-Artikel von Martin Mitchell »Präzedenz oder weitere (Ent)täuschung ?«

Leserbrief betreffs Magazin-Artikel »Präzedenz oder weitere (Ent)täuschung«, von Martin Mitchell

Schutzbefohlene Heimkinder / Insassen Hinter Mauern : Ein Fallbeispiel – Der Leidensweg des Paul Brune

DAS SCHWEIGEN DER (UNSCHULDS)LÄMMER : KIRCHE UND STAAT – betreffs Institutioneller Kindesmisshandlung in meistens kirchlichen Heimen in Deutschland

Systematische Kindesmisshandlung in kirchlichen Heimen – Ausbeutung von Kindern in massiven Wirtschaftsunternehmen der Kirchen in Deutschland. – Wer schweigt, macht sich (mit)schuldig

Achtung "Ehemalige Heimkinder"! Gerichtsurteil betreffs unentlohnter "Kinderzwangsarbeit" Präzedenzfall: Jugendlicher Zwangsarbeiter klagt im Landgericht!

Misshandlungen, Missbrauch, und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen –
von Seiten der beiden deutschen Amtskirchen – als sie "Ehemalige Heimkinder"
in konfessionellen Heimen waren (in West-Deutschland, 1945-1985).




Bitte nicht vergessen auch "Ehemalige Heimkinder" @ http://heimkinderopfer.blogspot.com zu besuchen.


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