Der Betreiber dieser nichtkommerziellen Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland)

Syker-Kurier: Aktuelle Ausgabe vom 18.03.2006 – Artikel von Redakteur Ulrich Tate
(Gruppe der – Bremer Tageszeitungen AG (BTAG), zu der der Weser-Kurier gehört):
"Peter Wensierski schrieb ein Buch über brutale Methoden der Heimerziehung"
in
"Schläge im Namen des Herrn – Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der
Bundesrepublik"
(ISBN 342105892X), erschienen im SPIEGEL-Verlag am 07.02.2006.

Eine Last, mit der wir leben müssen“
Peter Wensierski schrieb ein Buch über brutale Methoden der Heimerziehung / Montag Film im NDR

Von unserem Redakteur
Ulrich Tate


FREISTATT. Norbert Mehler hatte die Diakonie Freistatt vor einigen Jahren im Weser-Kurier als
"Moorhof zur Hölle" bezeichnet. Als 19-Jähriger war er 1959 dreieinhalb Monate in dem Erziehungsheim, in dem Prügel und Gewaltandrohungen an der Tagesordnung, ja pädagogisches Prinzip waren [ Siehe Norbert Mehlers Schilderung der damaligen Lebensbedingungen in Anstalt Freistatt im Wietingsmoor @ http://www.heimkinder-ueberlebende.org/Moorhof_zur_Hoelle_-_Freistatt_im_Wietingsmoor_-_1950er_Jahre.html ].
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Der Spiegel Autor Peter Wensierski hat über die Lebensbedingungen in den rund 3000 staatlichen sowie kirchlichen Heimen der Nachkriegszeit in Deutschland ein Buch geschrieben. In
"Schläge im Namen des Herrn" kommt auch die Diakonie Freistatt vor.

"Das ist so gewesen", bestätigt der heutige Geschäftsführer Wolfgang Trereick. Er wolle nichts beschönigen sondern offen über das Thema sprechen. Frühere Heimkinder, die ihre Akten einsehen möchten, bekommen von Tereick alle Unterlagen – ohne geschwärzte Namen.

Über das Buch von Peter Wensierski hat der
NDR-Kulturjournal-Redakteur Tom Flugmann einen Beitrag hergestellt, der am Montag 20. März, um 22.30 Uhr gesendet wird. Für diesen Film hat Flugmann auch in Freistatt gedreht.
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Wensierski ist am Donnerstag, 4. Mai in Freistatt. Ab 18 Uhr wird er dort Ausschnitte aus seinem Buch vorlesen.

Bis zu 600 Jugendliche [
"Jungens"; "14-21Jährige"] lebten und arbeiteten in den 50er und 60er Jahren in Freistatt [unbezahlt "im Sommer wie im Winter" im Moor beim Torfabbau oder in der Landwirtschaft]. Häufig hatten sie sich nicht mehr zu schulden kommen lassen, als nicht regelmäßig zur Schule zu gehen, Widerworte gegen die Eltern zu haben, ein Moped geklaut oder mit einem Mädchen auf einer Parkbank geknutscht zu haben. Norbert Mehler beispielsweise war mit der 16jährigen Elke, seiner späteren Ehefrau, durchgebrannt.

Harte Arbeit im Moor galt als Erziehungsmittel. "Ein Junge, der am Tage stramm gearbeitet hat, der hat nach dem Feierabend keine Neigung für dumme Streiche mehr", zitiert Wensierski Pastor Gustav von Bodelschwingh, den Sohn des Bethel-Gründers.
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Gustav von Bodelschwingh war 1906 von seinem Vater [Friedrich von Bodelschwingh, bzw.
"Vater Bodelschwingh“] nach Freistatt geschickt worden, weil dort sehr hart mit Menschen umgegangen werde.

Doch die Zustände waren gut 50 Jahre später noch so hart, dass Norbert Mehler Glassplitter schluckte, damit er ins Krankenhaus kam. Er rechnete sich aus, dort bessere Fluchtchancen zu haben.

Die Härte, mit der Heimleiter und Hausväter die Jugendlichen in Freistatt behandelten, sei kein Phänomen Einzelner,
"sondern System“, urteilte Tereick. Er wisse von Diakonen, die sich mit den Jugendlichen solidarisiert haben, weil sie genau so viel Angst vor den Hausvätern hatten wie die Jugendlichen selber.

Bis 1974 war die Prügelstrafe in Freistatt noch an der Tagesordnung. Mit Pastor Heinz Kämper als Erziehungsleiter änderten sich die Zeiten. Die Gitter von den Fenstern kamen weg, die Schlafsäle wurden aufgelöst.

Heute leben die meisten Freistätter in Wohngemeinschaften. 120 Plätze für Jugendliche bietet Freistatt an. "Wir haben uns zu einer anerkannten Jugendhilfeeinrichtung entwickelt, die bundesweit belegt wird", fasst der Geschäftsführer zusammen. Geschlossene Heime, kürzlich von Politikern wieder einmal gefordert, werde es in Freistatt nicht geben, unterstrich Tereick. Für besondere Fälle gebe es in Freistatt sechs Plätze in einer intensiv-pädagogischen Wohngruppe.

Die Geschichte der Heimerziehung sei "eine Last, mit der wir leben müssen", sagt Tereick. In der Diakonie Freistatt gehe man offen mit dem Thema um, es werde auch noch von Seiten der Kirchlichen Hochschule Bethel daran geforscht.




Wolfgang Tereick, Theologe und seit 1999 Geschäftsführer der Diakonie Freistatt, blättert in alten Akten. Sie belegen, dass viele Erzieher in den Jugendlichen nur Abschaum sahen. FOTO: UTA



< Tausend von Jugendlichen mussten jahrelang im Moor rund um Freistatt schuften. Das Bild von der Früstückspause [Fundament-Ausschachtungen - Haus Neuwerk Baustelle, ca 1959] enstand vor etwa 40 bis 50 Jahren. FOTO: FR

Die Nutzung eckiger Klammern für spezifische Zwecke ist international: eckige Klammern werden benutzt um zu kennzeichnen, dass ein Wort oder ein Text so eingeklammert, nicht im zitierten oder reproduzierten Original vorhanden ist, aber zur besseren Erklärung hinzugefügt worden ist.

»Das Symbol "sic" kommt aus dem Lateinischen und nach Aussage des DUDEN bedeutet "so, ebenso; wirklich so ! (mit Bezug auf etwas Vorangegangenes, das in dieser [falschen] Form gelesen oder gehört worden ist)".« Das hier in eckigen Klammern gesetzte Wort, steht genau so in diesem vom DUDEN zitierten Text.

Zur Hervorhebung – fette, kursive und farbige Schrift vom hiesigen Webseitenbetreiber hinzugefügt.


[ Erstveröffentlichung auf dieser Webseite: 27. September 2006 ]


Medienberichte zu der Veranstanltung mit SPIEGEL-Buch Autor und Journalist Peter Wensierski
in der Moorkirche in Diakonie-Freistatt am Donnerstag den 4. Mai 2006


Subindex Nr. 16

Evangelische Zeitung (EZ) – Christliche Wochenzeitung für Niedersachsen Nr. 19/
14.05.2006. Überschrift, Titelseite: "Schläge im Namen des Herrn""Diakonie Freistatt
stellt sich seiner dunklen Vergangenheit: Ehemalige Zöglinge berichten von ihren Qualen"
.
Artikel betreffend der Veranstaltung in Freistatt mit SPIEGEL-Buch Autor und Journalist
Peter Wensierski am 04.05.2006: Buchlesung mit anschließender eingehender Diskussion.


Diakonie-Freistatt Pressemitteilung vom 5. Mai 2006 betreffend der Veranstaltung
in Freistatt mit SPIEGEL-Buch Autor und Journalist Peter Wensierski am 4. Mai 2006.
Bericht veröffentlicht im Internet-Auftritt der Diakonie-Freistatt
@ http://www.diakonie-freistatt.de/presse_print.php?id=217


DER RING – Monatszeitschrift der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, Juni 2006:
Heimkinder Debatte in der Diakonie Freistatt „Die Wahrheit darf niemand in Frage stellen“.
Umfangreicher Bericht von Bethel-Sprecher Jens U. Garlichs, auf Seite 8 und 9.
'Bethel-Vorstandsmitglied Dr. Rolf Engels ergreift schließlich eindeutig Partei
für die ehemaligen Heimkinder: "Alles, was Sie erzählen, muss uns angehen,
die Wahrheit rührt uns an und Ihre Wahrheit darf niemand in Frage stellen.
Wir hören mit tiefer Betroffenheit zu und verschließen uns Ihnen nicht."'


Frankfurter-Allgemeine – FAZ.NET – vom 16.05.2006 – Damalige Heimerziehung:
"Nichts für zartbesaitete" – "Geschichte der Heimkinder in der frühen Bundesrepublik".
Mehr als eine halbe Million deutsche Kinder und Jugendliche waren
bis in die siebziger Jahre in etwa 3000 Erziehungsheimen untergebracht,
80 Prozent davon in kirchlicher Hand.
Zusätzlich, ein Leserbrief zu diesem Artikel.


In Anstalt Freistatt, einem Ableger der v. Bodelschinghschen Anstalten in Bethel
waren damals rund 400 14-21jährige Jungens untergebracht, die oft jahrelang
im Sommer sowie im Winter unbezahlt im Moor schuften musten.
Donnerstag den 4. Mai 2006: Lesung in der Moorkirche von Peter Wensierski
aus seinem am 07.02.2006 veröffentlichten Sachbuch "Schläge im Namen des Herrn
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik". Aufarbeitung.
Ehemalige Zöglinge besuchen erstmals nach Jahrzehnten wieder diese
Fürsorgeeinrichtung, in der sie damals auch geschlagen wurden.


Artikel aus der aktuellen Ausgabe "Die Wochenpost" – Unabhängige Wochenzeitung
für die Landkreise Diepholz und Nienburg – in der Ausgabe vom 3. Mai 2006:
"Blick auf die Freistätter Vergangenheit" betreffend einer Veranstaltungsansage
für eine Lesung in der Diakonie Freistatt Moorkirche mit SPIEGEL-Buch Autor und
Journalist Peter Wensierski aus seinem am 07.02.2006 erschienenen Sachbuch "Schläge
im Namen des Herrn – Die Verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
,
am Donnerstag den 4. Mai 2006, mit anschließender eingehender Diskussion.


UNSERE KIRCHE (UK) – Wochenzeitschrift der Evangelischen Kirche in Westfalen
und Lippe vom 21.05.2006 – Seite 6 – Rubrik "DIAKONIE" – mit der Überschrift
"Eine Vertrauensperson fehlte"
( so sagen Ehemalige Heimkinder ).
VERGANGENHEITSBEWÄLTIGUNG – Bethel stellt sich seiner Vergangenheit.
Bericht von Karin Ilgenfritz über eine Veranstaltung in Diakonie Freistatt am 4. Mai 2006.


Syker-Kurier: Aktuelle Ausgabe vom 18.03.2006 – Artikel von Redakteur Ulrich Tate
(Gruppe der – Bremer Tageszeitungen AG (BTAG), zu der der Weser-Kurier gehört):
"Peter Wensierski schrieb ein Buch über brutale Methoden der Heimerziehung"
in "Schläge im Namen des Herrn – Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der
Bundesrepublik"
(ISBN 342105892X), erschienen im SPIEGEL-Verlag am 07.02.2006.


Diakonie Freistatt – Aufarbeitung der Heimerziehung in der Nachkriegszeit.
Online-Artikel @ www.kirchenkreis-diepholz.de und auch in den aktuellen Ausgaben
des Diepholzer-Kreisblatt und der Sulinger-Kreiszeitung vom 18. März 2006.
Re: SPIEGEL-Buch "Schläge im Namen des Herrn", Autor Peter Wensierski.
Pastor Wolfgang Tereick: "Auch in Freistatt wurden Fürsorgezöglinge geschlagen".


Evangelische SONNTAGS-ZEITUNG – Christliches Leben in Hessen und Nassau
vom 5. März 2006 – Seite 9 – Rubrik "HINTERGRUND" – mit der Überschrift
"Schläge im Namen des Herrn""Kirchliche Kinderheime und ihre Methoden
in den 50er und 60er Jahren stehen am Pranger"
Von Wolfgang Plischke.
Artikel betreffend dem SPIEGEL-Buch "Schläge im Namen des Herrn –
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"

von Autor und Journalist Peter Wensierski, erschienen am 7. Februar 2006.


Betreffend SPIEGEL-Buch: "Schläge im Namen des Herrn –
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"

Buch-Rezension, Oktober 2006, von Prof. Barbara Rose, Sozialpädagogin,
Rektorin bis 30.09.2006 – Evangelische Fachhochschule für Sozialpädagogik
der "Diakonenanstalt des Rauen Hauses", Hamburg.

( Rezension veröffentlicht in dem zweimonatlichen evangelischen Magazin "Der Bote" )


Buchrezension von Sven Steinacker. Rezension des SPIEGEL-Buches
von Peter Wensierski:
"Schläge im Namen des Herrn -
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
.
Diese Rezension erschien im
Sozialwissenschaftliche Literatur Rundschau 54,
Heft 1/2007, S. 107-109.


Buchrezension von Prof. Dr. Peter Schütt vom 08.10.2007, re SPIEGEL-Buch
von Peter Wensierski: "Schläge im Namen des Herrn -
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
.
Diese Rezension erschien am 11.10.2007 im Internetauftritt
socialnet.de.


Aufschlußreicher Artikel aus der katholischen ORDENSKORRESPONDENZ:
Zeitschrift für Fragen des Ordenslebens - Nr. 47, Jahrgang 2006, Heft 2.
Buchrezension von
Joachim Schmied. Rezension des SPIEGEL-Buches
von Peter Wensierski:
"Schläge im Namen des Herrn -
Die verdrängte Geschichte der Heimkinder in der Bundesrepublik"
.




Martin Mitchell – Fotos aus seiner Kindheit und Jugendzeit
(chronologisch arrangiert – 1946-1964 – von unten aufwärts)


Die Leidensgeschichte des damalig staatenlosen Jugendlichen Martin Mitchell
in westdeutscher “Fürsorgeerziehung” in den 1960er Jahren, geschildert und
belegt an Hand von aktuellen Schriftstücken aus der “Fürsorgeerziehungsakte”
damalig geführt von der Anstaltsleitung der Betheler Zweiganstalten Freistatt –
Anstalt Freistatt im Wietingsmoor
(Kreis Diepholz, Niedersachsen) – Teilanstalt
der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel
(bei Bielefeld, Nordrhein-Westfalen).

( Akte erhalten in Australien am 16. Mai 2006.
)



► Heimkinder: Gratis Studienmaterial und Information für alle. Extensive Recherche
und Analyse der Geschichte der bundesrepublikanischen Heimerziehung und
Fürsorgeerziehung
(FE) über mehrere Jahrzehnte nach dem Zeiten Weltkrieg
(Westdeutschland ca 1945-1985), geschildert vom Standpunkt der Opfer.




Siehe auch "Ehemalige Heimkinder" @ heimkinderopfer.blogspot.com und heimkinderopfer2.blogspot.com


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