Der Betreiber dieser nichtkommerziellen Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland)

106 Jahre Diakonie FreistattTeufelsmoorTeufelsmoorTeufelsmoor

Freistatt-Deckertau (12K)
Freistatt-Deckertau ca 1924
deckertau12 (103K)
Deckertau im Verfall und Abbruch (26-27.06.2004)
deckertau13 (93K)
Deckertau im Verfall und Abbruch (26-27.06.2004)
deckertau14 (114K)
Deckertau im Verfall und Abbruch (26-27.06.2004)
deckertau15 (112K)
Deckertau im Verfall und Abbruch (26-27.06.2004)
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Deckertau im Verfall und Abbruch (26-27.06.2004)
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Deckertau im Verfall und Abbruch (26-27.06.2004)


Freistatt-Moorhort (15K)
Freistatt-Moorhort ca 1924
Freistatt-Haus.Wegwende (12K)
Freistatt-„Haus Wegwende“ ca 1930


Tatorte schwerwiegender Misshandlung von Kindern und Jugendlichen im Bethel eigenen Freistatt im Wietingsmoor:

Deckertau, Haus Neuwerk, Heimstatt, Moorburg, Moorhof, Moorhort, Moorpenison, Moorstatt, Wegwende, und Wietingshof.


Deckertau (1901-1909-1962) (damalige Baracken abgerissen in 1962 – andere Gebäude bleiben weiterhin bestehen, und werden erst in Jahre 2004 abgerissen).
Renovierung der Überreste von Deckertau (1982).
Neue Torfwerk eröffnet 1982.

Haus Neuwerk (1962-1985) (heute weiterhin bestehend als „Suchthilfestelle“).

Heimstatt (1910-1985) (heute weiterhin bestehend als „Jugendhilfestelle“).

Moorburg (1903-1985) (danach weiterhin bestehend als „Jugendhilfestelle“)
[ Moorburg und Moorhof (weiterhin bestehend als „Wietingshof“) ].

Moorhof (1903-1959-1985) (heute weiterhin bestehend als „Jugendhilfestelle“).

Moorhort (1901-1974-1985) (heute weiterhin bestehend als „Stöberkästchen“).

Moorpension (1903) (damals meistens nur für ältere „Arbeiter-Kolonisten“)
(1969 weiterhin bestehend als „Fachkrankenhaus“).
(neue „Moorpension“ errichtet in 1981, später für „Wohngruppen“ genutzt).

Moorstatt (1899-1968/69) (abgerissen).

Wegwende (1927-1985) (später als Werkstätten-Gebäude genutzt).
Freistatt_im_Moor_06 (15K)
FREISTATT: Antritt zum Arbeitseinsatz im Moor. (Foto aufgenommen während des Dritten Reiches oder irgendwann in den ersten Nachkriegsjahren.) "Morgens mussten sich die Jungen vor dem Haus zur Arbeitseinteilung in Reih und Glied aufstellen; oft wurde abgezählt wie beim Militär", erinnerte sich eine Hauselterntochter. "Draussen (ausserhalb des Hauses) bewegten sich die Jungen nur in Kolonen, dabei wurde immer gesungen, auch beim Gang zum Gottesdienst ... Sie lebtem immer im Kollektiv ... "

Erst im Jahre 1995 wird die Torfwirtschaft aufgegeben und das Torfwerk geschlossen.

Zwar verfügte Freistatt noch über abbauberechtigte Torfvorräte bis zum Jahre 2030, aber Abtorfung brachte wirtschaftlich nichts mehr.

Letztlich entscheidend [ zur Aufgebung des Torfabbaues ] war, daß uns die Landesregierung [ von Niedersachsen ], unter sofortigem Verzicht auf Torfabbau, mit einer nennenswerten Summe entschädigte.

Über die Morpension und Deckertau wird um ungefähr 1924, in einer Bethel eigenen Propaganda-Broschüre, „Rundgang durch die Bodelschwinghschen Anstalten Bethel bei Bielefeld“, berichtet:

"Der Arbeiterkolonie Freistatt angeschlossen ist das
Pensionärheim ‚Neu-Freistatt‘, auch kurzweg ‚Moorpension‘ genannt. Hier finden etwa 30 junge und ältere Männer der gebildeten Stände, die in stiller Zurückgezogenheit vom Weltgetriebe und bei fleißiger Arbeit zu sich selbst und zum Seelenfrieden kommen wollen oder auch körperliche Erholung bei ländlicher Arbeit suchen, eine Zufluchtsstätte, in der christliche Liebe und christliche Zucht waltet. Besonders jungen Leuten, die aus Schwachheit oder Leichtsinn den Versuchungen des Lebens nicht haben widerstehen können, soll hier Gelegenheit geboten werden, wie wohltuend einfache körperliche Arbeit in Garten, Feld und Moor auf Leib und Seele des Menschen wirkt. Auf diese Weise sollen sie es lernen, daß wahre Lebensfreude nicht in der Befriedigung aller Wünsche und Begierden, sondern in treuer Pflichterfüllung liegt.

Wesentlich dem gleichen Zweck dient das
Pensionärheim Deckertau, das in seinen ganzen Einrichtungen einfacher gehalten ist als ‚Neu-Freistatt‘, um auch weniger bemittelten Pfleglingen Aufnahme gewähren zu können. [ . . . . . . . . . . ]"


[ Winfried W., ehemaliger Insasse in Deckertau, schrieb am 9. Februar 2005: ]

Hallo Martin.

Bin ja erst seit kurzer Zeit in unserem Kreis der ehemaligen Zöglinge von Freistatt.

Ich bin heute 59 Jahre alt, und 15 Monate Terror in Freistatt-Deckertau und die dazugehörige Zwangsarbeit im Moor während dieser Zeit, kosten mich heute 1 Jahr meiner Rente.

Ich war 1961/62 in
Freistatt-Deckertau, die damalig schlimmste Abteilung von ganz Freistatt. Am ersten Tag hat mir der sogenannte „Bruder“ Scheffler zwei Zähne ausgeschlagen. Die Narben an meinen Füßen von den Holzbotten habe ich heute noch. Ich bin seither (vor ein paar Jahren) zweimal in Freistatt gewesen, und habe mir die Stätte wo man meine Jugend zerschlagen hat, noch mal angeschaut.

Ich lese und höre immer nur von Moorburg, Moorhort, Moorstatt, und Wegwende als die Orte der Misshandelungen in Freistatt.

War eigentlich niemand von Euch in
Deckertau, dem schlimmsten Haus in Freistatt?

Alle Zöglinge die von Freistatt geflohen sind und wieder eingefangen wurden, kamen zu uns nach
Deckertau (ein Jugend-Gefangenenlager, weiter mitten drin im Moor).

Mein erster Tag in
Deckertau verlief wie folgt:

Ich sollte in
Deckertau eine Lehre machen, hatte man meiner Mutter und mir versprochen. Ha, das war doch wohl ein Witz, und die größte Lüge aller Zeiten, gewesen. Obwohl da damals wirklich nichts zum Lachen für mich dabei gewesen war.


Deckertau hatte 2 Baracken, die folgendermaßen aufgeteilt waren:
1 Schlafsaal für 90 Zöglinge mit nur einer Toilette;
1 Waschraum mit vier Toiletten;
2 Aufenthaltsräume;
1 Speisesaal;
3 Schuppen;
Alles vergittert!
Ich durfte 15 Monatte meines Lebens in dieser Hölle verbringen.


Mein erster Arbeitstag im Laufschritt im Moor begann mit einem Schlag ins Gesicht und eingeschlagenem Kiefer.

Auf dem Weg ins Moor riss man mir die Hand vom Schwengel (Griff eines Torfstechwerkzeuges) und schlug mich bewustlos damit. Einer meiner eigenen Kammeraden – ein Vertrauensbursche – machte sich über mich her während sich die Erzieher darüber amüsierten.

Einige Tage später habe ich meinen ersten Selbsttötungsversuch unternommen. Ich habe eine Handvoll Reiszwecken und zwei Schrauben geschluckt. Man fand mich aber zu früh und trat mir noch zusätzlich in den Bauch, und brüllte mich an „Du kommst nicht in Krankenhaus“. Ich musste Sauerkraut essen, und bin nur durch Fügung am Leben geblieben.

Fünf Monate später habe ich mir den rechten Zeigefinger abgebunden (wollte mich vergiften), wusste aber nicht mit welchen Schmerzen das verbunden sein würde. „Bruder“ Scheffler riss mir das Gummi vom Finger und schmiss mich in den Stich. Ich wollte nur noch sterben, um dieser fordauernden Quälerei ein Ende zu setzen. Als ich wieder wach wurde lag ich auf einer Pumplohre.

Danach, nachdem ich mich mit meinem Leben als Kirchen-Sklave im Moor abgefunden hatte, und selbst ausgearbeitet hatte, dass Sport und Schleimen besser waren als mich umzubringen, änderte sich langsam einiges für mich.

Zu meiner Zeit, in 1959, war ich der schnellste 100 Meter Läufer von
Deckertau. Bald bekam ich einen Vertrauensposten. Bin aber trotsdem am 14.10.1961, mit zwei anderen meiner Kameraden, zu Fuß von Deckertau in Freistatt geflohen.

Drei Tage später hat man uns (Jürgen, Janien und mich) in Nienburg wieder gefasst. Aus welchen Gründen man uns nicht nach der Flucht sofort wieder misshandelt und verprügelt hat, ist mir heute noch ein Rätsel.

Sieben Monate nach meiner Flucht – nach insgesamt 15 Monaten Gefangenschaft – wurde ich dann endlich von
Freistatt-Deckertau entlassen, aber ohne dort irgendeine Lehre absolviert haben zu dürfen, und mit den Worten „Versuch im Sport was zu werden.“.

Das waren nur 10% von 15 Monaten.

Was man mir bei meiner Entlassung von Freistatt „mit auf den Weg gab“, hatte ich vor auch ohne diese „Mahnung“ zu erziehlen.

Später war ich vier mal Niedersachsen Meister im 100 Meter Sprint (19--), (19--), (19--), (19--);
drei mal Norddeutscher Meister im 100 Meter Sprint (19--), (19--), (19--).
Zusätzlich hielt ich den dritten Platz als Deutscher Meister im Rennrodeln und Bob (19--) und (19--).

Ich will Gerechtigkeit.

Euer Winni

[ Winfried W., ehemaliger Insasse in Deckertau, schrieb am 23. Januar 2005: ]

[ Erstveröffentlichung auf dieser Webseite: 1. März 2005 ]


Subindex Nr. 1

Ehemalige Heimkinder wollen nicht mit anderen verwechselt werden.
Sie haben ihre eigene Webseite: Heimkinder-Ueberlebende.org @ www.heimkinder-Ueberlebende.org




Martin Mitchell – Fotos aus seiner Kindheit und Jugendzeit
(chronologisch arrangiert – 1946-1964 – von unten aufwärts)


Die Leidensgeschichte des damalig staatenlosen Jugendlichen Martin Mitchell
in westdeutscher “Fürsorgeerziehung” in den 1960er Jahren, geschildert und
belegt an Hand von aktuellen Schriftstücken aus der “Fürsorgeerziehungsakte”
damalig geführt von der Anstaltsleitung der Betheler Zweiganstalten Freistatt –
Anstalt Freistatt im Wietingsmoor
(Kreis Diepholz, Niedersachsen) – Teilanstalt
der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel
(bei Bielefeld, Nordrhein-Westfalen).

( Akte erhalten in Australien am 16. Mai 2006.
)



Intensive Handarbeit im Moor in Anstalt Freistatt, damals – historische Bilder –
( im Oktober 1993 umbenannt in Diakonie Freistatt).
Virtueller Rundgang durch das damalige Freistätter Wietingsmoor in Niedersachsen


Fürsorgeerziehung im Nationalsozialismus –"Bewahrung" und "erbbiologische Aussiebung" von Fürsorgezöglingen.
Vermächtnis und Auswirkungen dieser Ideologien im Nachkriegsdeutschland und in der Bundesrepublik
(1945 - 1985)


Fürsorgeerziehung im Dritten Reich –
Werner Villinger, Chefarzt von Bethel, und seine Ideologien und Karriere
in der Jugendfürsorge und Jugendpsychiatrie
auch in West-Deutschland, nach 1945.


Ein weiterer Beweis für das was den Mächtigen weiterhin in Deutschland wichtig war
sofort nach dem zweiten Weltkrieg,
und ihnen auch weitergehend wichtig war in der Bundesrepublik Deutschland,
nach 1949, besonders in der Fürsorgeerziehung.
Ein Beispiel für die Kontinuität in der Sozialfürsorge: Helene Wessel


Zwangsverpflichtet im Vaterland!
"ZWANGSARBEIT" – "ARBEITSDIENST" – "ARBEITSTHERAPIE" – "KEIN PFENNIG JOBS"
– Fürsorgeerziehung, Jugendwohlfahrt und Arbeiterwohlfahrt und ihre Abarten
in der Geschichte Deutschlands – hier ein Beispiel aus dem Dritten Reich –
und ein Moor,Torfabbau und anstaltseigenes Torfwerk gehörten auch hier wieder mit dazu.


Geschlossene Unterbringung.
Die Geschichte des geschlossenen Mädchenheims Feuerbergstraße in Hamburg-Altona.
Fürsorgeerziehung unter dem Jugendwohlfahrtsgesetz:
Weimarer Republik. Drittes Reich. Bundesrepublik (BRD).


Kinder und Jugendliche als Opfer in 'Erziehungsheimen' / Arbeitserziehungslagern / Arbeitszwangslagern

Damalige Erziehungsanstalten gleicher Art wie jahrzehntelang in Westdeutschland betrieben wurden,
existierten auch in der Bundesrepublik Österreich.
Ein Betroffener aus Österreich meldet sich zu Wort.


Die bisher verdrängte Geschichte der Heimerziehung in der Republik Österreich - Schwarze
Pädagogik der Nachkriegszeit, genauso wie in der Bundesrepublik Deutschland
.
WANDERAUSSTELLUNG zur Geschichte der Heimerziehung in Österreich - Nachkriegszeit.
Ein Heim Namens
"WEGSCHEID", in Linz, Öber-Osterreich, wird vorgestellt:
Ausstellungskatalogue:
Michael John / Wolfgang Reder, "Wegscheid. Von der Korrektionsbaracke
zur sozialpädagogischen Institution"
, Linz 2006, ISBN-10: 3-200-00657-9.


“Der unwerte Schatz” – Roman einer Kindheit – Vernichtung ‘unwerten’ Lebens.
Roman von Tino Hemmann, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2005 – ISBN 3-938288-41-8


DVD 112 / 2005: "LEBENSUNWERT – Paul Brune – NS-Psychiatrie und ihre Folgen
ca. 45 Min. Film plus 15 Min. ergänzendes Material – erhältlich vom Medienshop
des Westfälischen Landesmedienzentrum – Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster.


Lebenswert – Lebensunwert – ERNST KLEE : "Deutsche Medizin im Dritten Reich"
S. Fischer Verlag Frankfurt/M., Oktober 2001, ISBN 3-10-039310-4416.
Rezension von dem Soziologen Dr. Robert Krieg (geb. 1949) selbst Autor und Regisseur:


Schutzbefohlene Heimkinder / Insassen Hinter Mauern : Ein Fallbeispiel – Der Leidensweg des Paul Brune

Paul Brune – Fallbeispiel – „Lebensunwert“ – Filmbiographie
über die langen Schatten der Psychiatrie des 'Dritten Reiches',
aber auch ihre dunkle Kontinuität in der Bundesrepublik
bis fast in die Gegenwart –
konzentriert sich hier auf die Situation in Einrichtungen der Provinz Westfalen in der Trägerschaft des Provinzialverbandes,
Vorläufer des Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).


Paul Brune – “Lebensunwert” – Und wer sonst noch? – Eine späte Entschuldigung!
NS-Ideologie im Dritten Reich und ihre Folgen – auch noch für lange Zeit danach.
Beiträge, Erklärungen und Korrespondenz zu diesen Themen – aus dem Jahre 2003.


Gott und die Welt. - Einzelhaft und Zwangsarbeit – Fürsorgeerziehung
in Deutschland [BRD] [50er, 60er, 70er und 80er Jahre] –

im WDR Fernsehen, Sonntag 11.09.2005 um 16:25;
Wiederholung, Dienstag 13.09.2005 um 10:15, (Länge 30 Min.).


WDR FERNSEHEN – Dokumention: "Lebensunwert" – Der Weg des Paul Brune

Zum Thema Antifaschismus:
»Lebensunwert? - NS-Psychiatrie, Zwangssterilisierung und Widerstand« -
Irrsinnige Ideology und ihre Langzeit Folgen im Nachkriegsdeutschland. -
Herausgeber dieses Sachbuches, erstveröffentlicht in 2007, ist

der Freundeskreis Paul Wulf. Erschienen im Graswurzel Verlag. ISBN 3-939045-05-5.


Ein VORWORT von Journalist, Filmmacher und Autor Robert Krieg zum Sachbuch
»Lebensunwert? - NS-Psychiatrie, Zwangssterilisierung und Widerstand«


[ Heimerziehung – Zöglinge - Heimkinder ] Zwischen Disziplinierung und Integration
– Westfälisches Institute für Regionalgeschichte – Landschaftsverband Westfalen-Lippe Münster –
FORSCHUNGEN ZUR REGIONALGESCHICHTE – Markus Köster und Thomas Küster (Hg.)
[ Anstaltserziehung – Fürsorgeerziehung – Weimarer Republik – Drittes Reich – Bundesrepublik ]


Dipl.-Päd. Wolfram Schäfer, Institut für Erziehungswissenschaft, Philipps-Universität Marburg:
Fürsorgeerziehung und Jugendpsychiatrie im Nationalsozialismus
Die erbbiologisch begründete Forderung nach der »Aussonderung Unerziehbarer« aus der Fürsorgeerziehung war von den führenden Vertretern der deutschen Jugendpsychiatrie bruchlos aus der Weimarer Republik über die NS-Diktatur in die Bundesrepublik tradiert worden. Die Auswirkungen auf die Gestaltung der Heimerziehung in der jungen Demokratie waren bekanntermaßen fatal.


Sieglinde WALTRAUD Jung’s Leidensgeschichte als Gefangene
und unentlohnter Arbeitssklave der Rummelsberger Anstalten,
im "Haus Weiher"
(1965-1968)(zugehörend zur Bayrischen Inneren Mission)
"Heim für 'schwererziehbare' Mädchen""Mädchenheim Weiher"
(1938-1972)
in Hersbruck, bei Nürnberg, eine Zweigstelle der Rummelsberger Anstalten, in Bayern,
Bundesrepublik Deutschland – "Wirtschaftsunternehmen" im "Wirtschaftswunder BRD".


Ehemalige Heimkinder schildern »Schwere Schicksale im Bundestag«,
Berichtet im Der Westen (Das Portal der WAZ Mediengruppe), 16.11.2007.
Sabine Nölke: Der Petitionsausschuss des Bundestags befaßte sich
erstmals im Dezember 2006 mit dem Schicksal ehemaliger Heimkinder.


»Die weggesperrten Kinder der Nachkriegszeit.«
»Heimzöglinge der 50er und 60er Jahre haben ihr Schweigen gebrochen -
Jetzt fordern sie eine Entschädigung.
«
Jürgen Potthoff berichtet im Der Westen (Das Portal der WAZ Mediengruppe), 20.11.2007.


Regina Eppert (Regina Page) mit Peter Wensierski vom SPIEGEL berichten
über, und diskutieren, die damalige Heimerziehung der Nachkriegszeit
(ca 1945-1979)
in ihren Sachbüchern "Schläge im Namen der Herrn – Die verdrängte Geschichte
der Heimkinder in der Bundesrepublik"
und "Der Alptraum meiner Kindheit und Jugend –
Zwangseinweisung in deutsche Erziehungsheime"

Berichtet @ westline – in Westfälische Nachrichten – 20. Oktober 2006,
in einem Artikel mit der Überschrift "Lachen und Weinen strengstens verboten".


"Mädchenknast" – Dortmunder Vincenzheim – September 1977 – auch hier werden Heimkinder weitergehend gefangen gehalten und als unentlohnte Arbeitskräfte – Zwangsarbeiter – von der Katholischen Kirche von Deutschland ausgebeutet – hier in einer Waschanstalt / Großwäscherei der Paderborner Vinzentinerinnen.

Das damalige Vincenzheim (für Mädchen) - die heutige Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung "Vincenzheim Ausbildungsstätte" - in Dortmund lehnt den Vorwurf von damaligen Misshandlungen gegen ihre jugendlichen Heim-Insassen ab. Und auch Theo Breul, Abteilungsleiter beim Caritas-Verband in Paderborn, was das Salvator-Jugendheim in Hövelhof - das damalige Salvator-Kollege (für Jungens) - betrifft, weist alle Vorwürfe zurück.

Bundesrepublik Deutschland: Kinder alleinerziehenden Müttern entrissen und in konfessionelle Heime gesperrt, um christlich erzogen zu werden. Heimkinder wegen läppischer „Vergehen“ – nur bei Hinreichung einmal täglich von Wasser und Brot –
in Isolationshaft gesperrt.
Heimkinder-Ueberlebende überall in der Bundesrepublik Deutschland
berichten von jahrelanger unentlohnter „Zwangsarbeit“ und schwerwiegenden Misshandlungen und Entwürdigungen –
und sind noch heute davon traumatisiert.


Heimkinder-Überlebende brechen ihr Schweigen: Schläge und Quälereien von Kindern und Jugendlichen - "Unglaublich. " - "Niemand hat etwas davon gewußt." "Es kann doch nicht möglich sein. " - "Niemand [von den Heim-Insassen] hat sich beschwert. " - Es habe "allerdings keine regelmäßigen Kontrollen gegeben. " - Heute wird von den Verantwortlichen nur geleugnet, bagatellisiert, oder einfach völlig geschwiegen.

„Moorhof zur Hölle“ – Freistatt im Wietingsmoor in den 50er Jahren. Opfer über die damaligen Methoden in dieser Anstalt; berichtet mit Hilfe eines Zeitungsartikels der am 13.5.1999 im Weser-Kurier veröffentlicht wurde – das Jahr des 100. Jubiläumsfestes der Diakonie Freistatt.

Die wahre Geschichte der damaligen ANSTALT FREISTATT aufgedeckt und erstmalig im Internet veröffentlicht! ANSTALT FREISTATT, Torfgewinnungsgesellschaft im Bethel eigenen Wietingsmoor, ein privat-kirchliches Wirtschaftsunternehmen und Moorlager Arbeitserziehungslager / Arbeitszwangslager der Diakonie (1899-1991), das noch jahrzehntelang nach dem Zweiten Welt Krieg in der Bundesrepublik Deutschland angewendet wurde, wo 14 bis 21 Jahre alte “schwererziehbare” jugendliche deutsche Zwangsarbeiter systematisch getrimmt und auf das Schlimmste misshandelt wurden.

Das Wirtschaftsunternehmen der Torfgewinnungsgesellschaft im Bethel eigenen Wietingsmoor, im Areal der ANSTALT FREISTATT, im Hannoverschen, in der Bundesrepublik Deutschland, und dessen jugendlichen deutschen Zwangsarbeiter, im Vergleich zu den jugendlichen – und auch älteren – deutschen Zwangsarbeitern im BREMISCHEN TEUFELSMOOR, ein Wirschaftsunternehmen der TurbaTorfindustrie G.m.b.H, im Dritten Reich. Was war der Unterschied? Das ersterwähnte wurde (von 1899-1991) von der Diakonie betrieben, das andere (von 1934-1945) vom Staat.

Freistatt – Wirtschaftsunternehmen – Teil I
Freistatt – Anstalt Freistatt – Diakonische Heime Freistatt – Diakonie Freistatt – Freistatt im Wietingsmoor – Betheler Zweiganstalten im Wietingsmoor – Arbeiterkolonie Freistatt – Arbeitsdienstlager Freistatt – Moorkolonie Freistatt –
“Zwangsarbeitslager Freistatt”
Was entspricht der Wahrheit, und was nicht?


Freistatt – Wirtschaftsunternehmen – Teil II
Zweimalige Flucht eines jugendlichen Zwangsarbeiters aus Freistatt im Wietingsmoor
HOLZNER, MICHAEL – TREIBJAGD – Die Geschichte des Benjamin Holberg –
ein auf Fakten bassierender Roman über die Fürsorgeerziehung und ihre Folgen
in der Bundesrepublik Deutschland.
AUSZÜGE.


Tatorte schwerwiegender Misshandlung von Kindern und Jugendlichen
im Bethel eigenen Freistatt im Wietingsmoor:
Deckertau, Haus Neuwerk, Heimstatt, Moorburg, Moorhof, Moorhort, Moorpenison, Moorstatt, Wegwende, und Wietingshof.


Bethel-eigene Anstalt Freistatt im Wietingsmoor – Erziehungsziel “Arbeite und Bete!”
Stellungnahme dazu eines weiteren Betroffenen, Peter Remmers (vom 12.01.2006):
“Freistätter Hölle!” – “Das Moor ist die Hölle!”
– Fünf Jahre hatte er dort verbringen müssen! –


Mail (vom 16.02.2006) des heutigen Geschäftsführers der Diakonie Freistatt,
Pastor Wolfgang Tereick, an den ehemaligen Freistatt Insassen, Peter Remmers,
worin der Herr Pastor die Ehrlichkeit des ehemaligen Zöglings in Frage stellt.
.


Ehemaliger Freistatt Insasse, Peter Remmers, am 16.02.2006, antwortete
dem heutigen Geschäftsführer der Diakonie Freistatt, Pastor Wolfgang Tereick,
auf dessen Anschuldigungen, vom 18.02.2006.
.


6. Stellungnahme von Pastor Wolfgang Tereick, Geschäftsführer Diakonie Freistatt, vom 04.03.2006
− in EVANGELISCHE WOCHENZEITUNG FÜR WESTFALEN UND LIPPE: UK "Unsere Kirche" −
folgend der Veröffentlichung des Buches "Schläge im Namen des Herrn".


Der heute 61-jährige ehemalige Fürsorgezögling Willi Komnick
erstmalig nach 40 Jahren, am 5. Mai 2006, besucht die heutige Diakonie Freistatt –
damalige Anstalt Freistatt im Wietingsmoor, gelegen in einem riesigen
Hochmoorgebiet zwischen Diepholz und Sulingen im Hannoverschen, in Niedersachsen –
ein Ableger der „v. BodelschwinghschenAnstalten“ Bethel, bei Bielefeld,
in Nordrhein-Westfalen – wo die damaligen jugendlichen Insassen
systematisch misshandelt und ausgebeutet worden waren.


Warum habt ihr mich geschlagen?, fragen heute die ehemaligen Insassen,
die damals in Anstalt Freistatt im Wietingsmoor, einem riesigen Hochmoorgebiet
zwischen Diepholz und Sulingen im Hannoverschen, in Niedersachsen –
einem Ableger der „v. BodelschwinghschenAnstalten“ Bethel, bei Bielefeld, in
Nordrhein-Westfalen – systematisch misshandelt und ausgebeutet worden waren.


Während sich die Bundesrepublik Deutschland im Wirtschaftswunder befand,
und begann Goldbarren in Manhatten Banken zu stapeln,
wurden Kinder und Jugendliche im ganzen Land in Heimen und Anstalten
meistens kirchlicher Trägerschaft auf das Schlimmste misshandelt,
geknechtet und ausgebeutet,
und dort nicht nur um ihre Kindheit und Jugendzeit gebracht,
aber dort auch um ihre Löhne und ihre ihnen später zustehenden Rentenanteile betrogen.


Ehemaliges Heimkind Wolfgang Rosenkötter erzählt seine Geschichte:
"Mein erster Tag in Freistatt" - [ Freistatt im Wietingsmoor - Diakonie Freistatt ] -
im
SOZIALEXTRA. Zeitschrift für Soziale Arbeit und Sozialpolitik. Dezember 2006
(Seite 18). Auch im "SWR2Eckpunkt" hat Wolfgang Rosenkötter schon am 26. September 2006
unter dem Titel
"Ich habe nur Angst gehabt" von seinen Erfahrungen berichtet.
"Mein erster Tag in Freistatt" veröffentlicht auch auf dieser Webseite: Heimkinder-
ueberlebende.org
mit freundlicher Erlaubnis von dem Autor, Wolfgang Rosenkötter.


Im Heim [ Anstalt Freistatt in den 70er Jahren ]: Gewalt und Zwang weitergehend auf der Tagesordnung. Schwerarbeit ohne Entlohnung in Bethel eigenen Betrieben fortgesetzt. Verpachtung der Zöglinge auch an umliegende Bauerhöfe ohne dass ihrerseits, oder von Seiten der Mutter-Anstalt Bethel, Sozialversicherungsabgaben entrichtet werden.

Die schreckliche Seite der Kirche - SPIEGEL ARTIKEL vom 19.5.2003 - KIRCHE Unbarmherzige Schwestern

Schikanen überall, auch beim "Reichsarbeitsdienst" (RAD) 1940:
Erfahrungsbericht eines Reicharbeitsdienstlers, Werner Mork (*1921),
aus Kronach, aufgezeichnet Juli 2004


[ Nationalsozialistische Ideologie als Hilfe zur Erziehung – der Anfang des Endes. ]

Von der Fürsorgeerziehung zur Kinder- und Jugendhilfe.
Vom Jugendwohlfahrtsgesetz zum Kinder- und Jugendhilfegesetz.
Historischer Wandel der Hilfe zur Erziehung




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