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"ESV: Aufarbeitung der Nachkriegszeit" - Das zweite Treffen (Mitte Mai 2007)
der Opfer der damaligen Heimerziehung aus dem Johanna-Helenen-Heim
der Evangelischen Stiftung Volmarstein (ESV), in Wetter-Volmarstein (bei Hagen/
Herdecke, südlich von Dortmund), ist Anlass für diese Bekanntgebung.
Opfer fordern eine umfangreiche Entschuldigung von der ESV.
Berichtet online in der Westfalen Post am 21. Mai 2007.
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[ Enthoben aus dem Internet @ http://www.westfalenpost.de/wp/wp.inderregion.volltext.php?kennung=
Wetter-Volmarstein. (sr) Zu einem zweiten Treffen kamen Opfer aus dem Johanna-Helenen-Heim der Evangelischen Stiftung Volmarstein kürzlich zusammen. Die ehemaligen Heimkinder, die in den Nachkriegsjahren von 1947 bis 1962 unter den menschenunwürdigen Bedingungen in der Einrichtung zu leiden hatten, fordern eine umfangreiche Entschuldigung von der ESV. Erlebnisse, wie jene, die Klaus Dickneite, Sprecher der Freien Arbeitsgruppe Johanna-Helenen-Heim 2006, zu erzählten hat, erschrecken. Der heute 60-Jährige lebte von 1948 bis 1968 in der ESV. Mehrmals wurde er als Junge für angeblich begangene Taten zur Strafe für mehrere Tage in ein Badezimmer gesperrt. Als "Isolationshaft", erinnert er sich heute an diese Zeit. "Jeden Morgen nach dem Aufstehen bekam ich außerdem eine Tracht Prügel vor allen anderen, weil ich an Hospitalismus litt und ständig mit dem Kopf wackelte", berichtet Dickneite. Seine Arbeitsgruppe fordert neben offiziellen Entschuldigungen auch eine individuelle Ansprache der ehemaligen Heimkinder. "Wir sind mit unseren Treffen auf einem guten Weg", ist er sicher. Demnächst will die Arbeitsgruppe auch eine Internetseite einrichten, auf der die ehemaligen Bewohner ihre traumatischen Erlebnisse schildern. "Wir hoffen, dass viele darauf reagieren, insesondere diejenigen, die sich bislang noch nicht trauen, über ihre Geschichte zu reden", so Klaus Dickneite. ESV-Vorstandssprecher Pfarrer Jürgen Dittrich stellte beim Treffen im Hermann-Luisen-Haus die Wissenschaftler Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl und Dr. Ulrike Winkler vor. Sie werden für ihre wissenschaftliche Dokumentation, die im Herbst 2008 als Buch erscheinen soll, die persönlichen Schicksale der Heimkinder dokumentieren. "Uns geht es darum, die aus heutiger Sicht erschreckend harte und rücksichtslose Behandlung, die körperbehinderte Zöglinge auch in Volmarstein zu erdulden hatten, mit den Mitteln und Methoden der Geschichts- und Sozialwissenschaften zu beschreiben und zu erklären", umschreibt Schmuhl das Vorhaben. 21.05.2007
Für weitere Informatin seitens der Betroffenen, siehe die Webseite der Freie Arbeitsgruppe Johanna-Helenen-Heim 2006 @ http://www.gewalt-im-jhh.de/ |
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Siehe auch "Ehemalige Heimkinder" @ heimkinderopfer.blogspot.com und heimkinderopfer2.blogspot.com |
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