| Der Betreiber dieser nichtkommerziellen Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland) |
| Wissen im WDR | |
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WDR FERNSEHEN – Dokumentation: "Lebensunwert" – Der Weg des Paul Brune Mittwoch, 24.08.2005 um 21.00 Uhr - 21.45 Uhr 1plus Mittwoch, 24.08.2005 um 23.30 Uhr - 00.15 Uhr ARD Donnerstag, 25.08.2005 um 03.10 Uhr - 03.55 Uhr ARD Samstag, 27.08.2005 um 23.20 Uhr - 00.05 Uhr 1extra [ Wiederholung: Sonntag, 04.09.2005 ab 16:25 (WDR TV) ] [ Wiederholung: Montag, 05.09.2005 ab 10:15 (WDR TV) ] |
Fernsehsendungen verpasst ? Diese wichtige Film-Dokumentation "LEBENSUNWERT" ist jetzt auch erhältlich auf DVD, vom Landschafts-verband Westfalen-Lippe, in Münster. Siehe: http://www.heimkinder-ueberlebende.org/ DVD_-_Lebensunwert_-_Paul_Brune_-_ NS-Psychiatrie_und_ihre_Folgen.html |
| Paul Brune studierte Germanistik und Philosophie und wollte Lehrer am Gymnasium werden. Eine Irrenhausakte aus der Nazizeit zerstörte sein Leben. Warum tun sich die politisch Verantwortlichen so schwer, Nazi-Urteile aufzuheben, die auf der Ideologie der Rassenhygiene beruhen? | |
In einem kleinen Dorf am Randes des Sauerlandes wird Paul Brune 1935 geboren. Er ist das Kind einer außerehelichen Beziehung seiner Mutter mit einem reichen Bauern. Der betrogene Ehemann rächt sich und misshandelt Pauls Mutter schwer. Paul ist kaum ein Jahr
![]() Zeit seines Lebens leidet Paul Brune unter einer "Irrenhausakte" aus der Nazizeit. Als Paul Brune acht Jahre alt ist, diagnostiziert ein von der nationalsozialistischen "Rassenhygiene" überzeugter Arzt bei ihm ererbte "Geisteskrankheit". Paul Brune wird als "lebensunwert" verdammt und zur Euthanasie erfasst. Nur dank seiner guten schulischen Leistungen entkommt er knapp dem Tod. Den "Idiotenanstalten" aber, in denen auch nach dem offiziellen Euthanasiestopp 1941 weiter mit Medikamenten, Hunger und Gewalt gemordet wird, entkommt er nicht. Auch nach der Zeit des Nationalsozialismus nicht. Das Stigma des Geisteskranken verfolgt Paul Brune unerbittlich weiter. Die Nazi-Herrschaft ist zwar vorüber, aber sowohl die Vorurteile bleiben als auch die menschenverachtenden Verhältnisse in den psychiatrischen Anstalten. Bis 1957 lebt Paul Brune in Heimen und als Knecht bei "Pflegefamilien" auf dem Land, die ihn als billige Arbeitskraft ausbeuten. Menschliche Zuneigung ist ein Fremdwort. Schließlich erreicht er aus eigener Kraft die Aufhebung seiner Entmündigung und kämpft für das Recht, die ihm vorenthaltene Bildung nachzuholen. Dank seines eisernen Willens gelingt es ihm, Abitur zu machen und sein Studium in Germanistik und Philosophie zu Ende zu bringen. Lehrer werden kann er aber nicht. Immer wieder taucht die alte Irrenhausakte aus der Nazi-Zeit auf. Erst im Jahr 2003, nach fünf Petitionen, wird er als Verfolgter des Nazi-Regimes anerkannt. Kaum einem überlebenden Euthanasie-Opfer ist das gelungen. [ Dennoch bleiben Fragen: warum tun sich die politisch Verantwortlichen in der BRD so schwer, Nazi-Urteile aufzuheben, die auf der Ideologie der Rassenhygiene beruhten? (eine Frage die in der Vorschau "Gott und die Welt" hinzugefügt worden war.) ] Film von Robert Krieg, Monika Nolte Ein Beitrag vom WDR |
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Hören Sie auch ... Sonntag, 28. August 2005 7.05 - 7.30 Uhr, Erlebte Geschichten, WDR 5 Ein Leben lang um das eigene Leben gekämpft Paul Brune, von den Nazis als "lebensunwert" bezeichnet Wiederholung: 28. August, ab 19.05 Uhr (WDR 5) © WDR 2005 Vom Internet enthoben @ http://www.lernzeit.de/sendung.phtml?detail=573508&WDH=TerminVon&thema=&rub=programmtipps |
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Bitte nicht vergessen auch "Ehemalige Heimkinder" @ http://heimkinderopfer.blogspot.com zu besuchen. |
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