Der Betreiber dieser nichtkommerziellen Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland)

Schwarze Pädagogik in der ehemaligen DDR : Deutsche Demokratische Republik.
Artikel diesbetreffend von Helmuth Frauendorfer, in Wochenzeitung
RHEINISCHER MERKUR
Nr. 47 vom 20.11.2003 : »Der Schock wirkt weiter« -
DDR-Vergangenheit - Kommunismus - Jugendwerkhof Torgau - die verschärfteste
Form der militaristischen Maßregelung und Umerziehung von Kindern und Jugendlichen,
um sie kollektiv dem sozialistischen Menschenbild gleich machen zu können.

[ Enthoben aus dem Internet @ http://www.rheinischer-merkur.de/aktuell/ku/ku_034704.html ( leider aber jetzt nicht mehr dort auffindbar ) ]

Der Schock wirkt weiter

DDR-VERGANGENHEIT / Vom Jugendwerkhof Torgau ist nicht viel übrig geblieben. Nur die Erinnerung der Opfer

Schule schwänzen oder die falsche Musik hören - das reichte für die Einweisung in die Erziehungsanstalt. Nun trafen sich zum ersten Mal die Ehemaligen.

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Foto zur Zeit nicht verfügbar ]
DRILL: Auf der Tafel standen einst die Namen der Bestraften und Belobigten. Foto: Helmuth Frauendorfer

Autor: HELMUTH FRAUENDORFER

Seine Stimme zittert. Er ist aufgeregt. Er steht so nahe zur Tür, als wollte er sicher sein, dass er nur einen Schritt über das Laminat machen muss, um draußen zu sein, um diesen Raum mit den weißen Tapeten und der holzgetäfelten dunklen Decke verlassen zu können. Dabei hat er keinen Grund mehr zu flüchten.

Ein Foto von ihm hängt zwei Räume weiter, siebzehn war
Stefan Lauter damals. Er könnte sich seiner selbst sicher sein und seiner Biografie. Aber ganz sicher ist hier keiner. Und das merkt man auch Stefan Lauters Stimme an, als er sagt: „Am liebsten wäre ich 1985 geboren, nicht 1967.“

Dann wäre ihm vieles erspart geblieben, wie den anderen mehr als dreißig „Ehemaligen“ auch, die in diesem Raum sitzen an diesem schönen Herbsttag, diesmal aber freiwillig. Denn hier, im Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau, wurde ihre Jugend gebogen und gebrochen von Erziehern der Deutschen ach so Demokratischen Republik. Es ist das erste Treffen der ehemaligen Insassen.

„Auf Biegen und Brechen“ - so heißt auch die Dauerausstellung in der Erinnerungs- und Begegnungsstätte Torgau, in der Fotos von Stefan Lauter und anderen hängen, zusammen mit den wenigen Bildern, die es noch von der Umerziehungsanstalt gibt.

Die Ausstellung wurde erst Ende Mai dieses Jahres [2003] eröffnet. Etwa 1200 Besucher fanden bislang den Weg dahin. Neben Tagesbesuchern waren das Schüler, Gruppen aus der Erwachsenenbildung und internationale Gruppen, wie unlängst Touristen aus der Ukraine, für die der Bezug zum Pädagogen Makarenko besonders spannend war.

Insgesamt ist nicht viel übrig geblieben. Eine Gittertür, zwei Pritschen, zwei Kübel, ein Stück Stacheldraht. Das Verwaltungsgebäude steht noch da, ist heute Gedenkstätte. Die anderen Trakte, die Zellen, der „Fuchsbau“, die Schleuse, die Sturmbahn, alles umgebaut, eine feine Wohnsiedlung ist daraus geworden.

Die Mauer hinter der Mauer

Die Lobby der Ehemaligen aus dem Geschlossenen Jugendwerkhof war nicht stark genug, sodass die Treuhand-Liegenschaftsverwaltung die seit 1990 leer stehende Immobilie 1996 an einen privaten Investor verkaufte.
Mico-Harriet Fabri hat vier Monate in der Hölle von Torgau verbracht: „Der Gedanke, dass dort Menschen ruhig schlafen, wo wir früher beim ersten Gitter- und Schlüsselklappern aufsprangen, unsere Betten einrissen, in die Schuhe sprangen und uns für einen Tag voller Torturen aufstellten, der lässt mich frösteln.“

Der Geschlossene Jugendwerkhof war die verschärfteste Form der militaristischen Maßregelung und Umerziehung von Kindern und Jugendlichen, um sie kollektiv dem sozialistischen Menschenbild gleich machen zu können. Man brauchte als Jugendlicher bloß ein bisschen anders zu sein - nur wenige Male die Schule schwänzen, die falsche Kleidung tragen, eine eigene Meinung haben, sich den Pionier- und FDJ-Zwängen nicht unterordnen -, schon landete man im Jugendwerkhof.

Vor allem, wenn man keinen Rückhalt in der Familie hatte. Da entschieden Jugendämter, Lehrer und Erzieher willkürlich darüber, ob sich jemand außerhalb oder innerhalb von Stacheldraht und Mauern bewegte. Und das innerhalb der sowieso von Mauer und Stacheldraht umgebenen DDR. Die Mauern hinter der Mauer.

Mico-Harriet Fabri stammt aus einer solchen Familie, die ihr keinen Rückhalt bot und sie dem Messer der DDR-Erziehung auslieferte. Als Kind lebt sie bei der Mutter und erlebt vier Scheidungen, Prügel, Instrumentalisierung, Misshandlung. Mal steckt ihre Mutter sie geknebelt in einen Schuhschrank, mal bewahrt sie sie als Paket verschnürt im Keller auf, ein anderes Mal hält sie das Kind an den Füßen aus dem fünften Stock und ruft ihm zu: „Wenn du nicht machst, was ich sage, lasse ich los.“

Die DDR-Pädagogen vermerken später lapidar in ihrer Akte: „Gestörtes Mutter-Kind-Verhältnis führte zu Erziehungsproblemen.“ Im Kinderheim Calbe ist
Mico-Harriet Fabri Klassenbeste, wird zwei Klassen hochgestuft und soll Gruppenratsvorsitzende werden - aber dazu müsste sie Jungpionier werden. Sie will nicht. Die Statuten gefallen ihr, auch später jene der FDJ.

Aber sie hat Fragen dazu. Warum es im alltäglichen Leben anders ist als in den Statuten beschrieben? Ihre Fragen sind unerwünscht. Später, als das Lehrfach Staatsbürgerkunde dazukommt, merkt sie, dass da gelogen wird, und verweigert die erwünschten Antworten; da ist sie nicht mehr Klassenbeste.

Über ihr Leben entscheiden andere. Weil ihre Mutter nicht in der Partei ist und sie wegen ihrer Fragen als „renitent“ gilt, wird sie 1987 in den Jugendwerkhof Bernburg eingewiesen. Keine Chance für eine Ausbildung. Stattdessen: Drill, Arbeit, keinerlei Freiheit. Gruppenzwänge, pädagogisch gewollt. Wenn jemand schlechte Arbeitsergebnisse hat, der Boden nicht richtig gewischt ist oder
Mico-Harriet Fabri nichts zu den in den Nachrichten gepriesenen Errungenschaften der DDR sagen will, wird die ganze Gruppe bestraft. Danach verschwinden die Erzieher ganz bewusst.

„Dann durfte die Gruppe mich als Punchingball benutzen, dann war ich vogelfrei ausgeliefert. Und wenn 27 Mädchen ihren Frust an dir loslassen und jede froh ist, nicht selbst in der Mitte zu stehen, dann hältst du es nicht mehr aus.“

Das geschieht öfter, mit ihren 1,56 Metern ist sie meistens die Kleinste in der Gruppe. Sie flüchtet. Des Öfteren.

„Jeder Fahrradkeller, in dem ich schlief, jedes Waldstück machte mir weniger Angst als die im Jugendwerkhof nachts abgeschlossene Station.“

Entweichung - das offizielle Unwort für Flucht. Dafür gibt es Strafen. Vor der Gruppe, mit der Gruppe. Hackordnung. Einzelarrest. Das heißt dann im DDR-Deutsch der Pädagogen: „Eingliederung nach der Entweichung mit Rechenschaftsablegung vor dem Kollektiv . . . scheiterten generell, da sie für keinerlei Kontaktaufnahme zugänglich war.“ Sie wird mit Medikamenten ruhig gestellt. Dann die Einlieferung nach Torgau. Die JWH-Direktorin vermerkt in der Akte: „Vorschläge für Erziehungsprozess in Torgau: Abbau der Kontrastellung.“

Zur Eröffnung dieser ersten Begegnung der Ehemaligen stellt
Stefan Lauter verschiedene Fragen. „Was machen die Leute, die hier tätig waren?“ Und er zählte auf. Ehemalige Erzieher, die jetzt in karitativen Vereinen, in anderen Erziehungseinrichtungen tätig, ja sogar verbeamtet sind, während die meisten der Insassen eine geknickte Biografie haben, ihnen die Möglichkeit einer Ausbildung genommen wurde.

Viele sind auch nach der Wende dazu nicht mehr in der Lage und leben deshalb am Existenzminimum. Oder darunter. Wie
Sonja B., die gerne lange Fingernägel hätte, sie aus Angst immer noch abknabbert, die bis heute nicht in der Lage ist, zu sagen, wenn ihr etwas nicht gefällt: So ausgelöscht wurde ihre Persönlichkeit.

Stefan Lauter erwähnt den DDR-Pädagogen Eberhard Mannschatz, der mitverantwortlich ist für die Jugendwerkhöfe, der heute in der Bildungspolitik der PDS mitmischt. Mannschatz formulierte die Aufgaben der Jugendwerkhöfe so: „Das Ziel der Umerziehung besteht darin, die . . . Besonderheiten in der Persönlichkeitsentwicklung zu überwinden, die Eigenheiten im Denken und Verhalten der Kinder und Jugendlichen zu beseitigen und damit die Voraussetzungen für eine normale Persönlichkeitsentwicklung zu schaffen.“

Mannschatz war bis 1977 Abteilungsleiter im Ministerium für Volksbildung, also der Handlanger und Vollstrecker von Margot Honecker. Bei einem Besuch in einem Jugendwerkhof fragt die Cheferzieherin der DDR eine Jugendliche, wie es ihr gehe. Diese antwortet: „Geht so.“ Die Folge der mangelnden Euphorie: für das Mädchen drei Tage Einzelarrest.

Weg mit der Westjeans!

Dass Mannschatz noch tätig ist, findet Stefan Lauter unerträglich. Er selbst kommt 1985 nach Torgau, denn „sein Denken und Handeln ist sehr durch westliche Einflüsse geprägt. Auch die kirchliche Beeinflussung hat hier einen großen Anteil.“

Stefan Lauter ist heute als politisch Verfolgter rehabilitiert, und seine Einweisung nach Torgau wurde als eine Rechtsstaatswidrigkeit gerichtlich anerkannt.

Anders im Fall
Mico-Harriet Fabri; ihr wurde die Zeit in Torgau nicht anerkannt. Sie kämpft noch vor Gerichten.

Stefan Lauter sagt am Anfang der Begegnung auch: „Nicht aufgeben. Und schämt euch nicht. Lasst euch begutachten. Geht zu Therapeuten. Was man mit sich trägt, ist kein Zuckerschlecken.“

Mico-Harriet Fabri hat dreimal versucht, sich das Leben zu nehmen. Sie hat im Jugendwerkhof Bernburg Schlimmes, Unerträgliches erlebt, sagt sie, aber Torgau war die Hölle.

Jeder „Neuzugang“ muss in der Schleuse zwischen den beiden verschlossenen Toren warten.
Mico-Harriet Fabri steht fünf Stunden lang mit dem Gesicht zur Wand da. Ein anderer, René K., guckt bei seiner Einweisung durch das Schlüsselloch und muss deswegen unter anderem 200-mal schreiben: „Ich darf nicht durch das Schlüsselloch gucken.“ Er landet im Jugendwerkhof, weil er Plastikbeutel mit West-Reklame benutzt und sich geweigert hat, in der Schule die West-Jeans auszuziehen und im Slip nach Hause zu laufen.

In Torgau gibt es nur Anstaltskleidung. Nichts Privates soll da sein. Nach der Schleuse folgen drei Tage Arrest in einer Zelle mit einem Kübel und einer Pritsche, die man tagsüber nicht benutzen darf. Nach diesen Tagen ist jeder nur noch Kollektiv. Selbst beim Toilettengang. Verrichtungen auf Kommando. „Wer das nicht schaffte“, so
Frau Fabri, „musste trotzdem das ganze Morgenprogramm absolvieren.“ Das beginnt um 5.30 Uhr mit Sport. Nach dem Sport die politische Indoktrination. Sport wird hier als Waffe eingesetzt. Wenn eine die Sturmbahn nicht schafft, muss die ganze Gruppe erneut antreten. Hackordnung. Oder sie wird vom Erzieher bestraft. Im Laufschritt eine Schubkarre mit einer schweren Bahnschwelle über den Hof schieben. Anketten am Gitter im Treppenbereich. Der „Torgauer Dreier“: Liegestütz, Hocke und Hockstrecksprung. Die häufigste Strafe: „Entengang“ - 20- oder 50-mal die drei Stockwerke rauf und runter, in der Hocke, mit den Händen hinter dem Kopf. Mico-Harriet Fabri zeigt es. Sie schafft drei Stufen. „Ich weiß nicht, wie ich es damals geschafft habe. Es war die Angst.“ Bei ihrer Ankunft in Torgau schafft sie es nicht. Dafür schlägt der Erzieher ihr den großen Schlüsselbund an den Kopf. Dagegen wehrt sie sich. Aber erst Jahre später. Im Oktober 2000 erwirkt sie eine rechtskräftige Strafe gegen diesen Erzieher wie auch gegen jenen, der ihr in der Arrestzelle den Kübel verweigert, „sodass sie sich nach mehreren Stunden in ihre Kleidung entleeren musste“ (Zitat aus dem Strafbefehl).

Nichts gesehen, nichts gehört

In Torgau ist jede Stunde des Tages und der Nacht durchorganisiert. Es gibt keine Individualität. Es gibt kein Entrinnen. Drei bis fünf Meter hohe Mauern trennen die Kinder und Jugendlichen vom Duft der Straße. Schließlich hat dieses Gebäude Tradition: 1901 Militäranstalt, nach dem Ersten Weltkrieg Gerichtsgefängnis, nach 1945 Untersuchungsgefängnis der sowjetischen Geheimpolizei NKWD, von 1952 bis 1963 Jugendgefängnis, und im Mai 1964 nimmt der Geschlossene Jugendwerkhof eifrig seine Arbeit auf, erst ein Jahr später wird seine Funktion auch gesetzlich verankert.

So übereifrig kommt auch im November 1989 ein Anruf vom Ministerium für Volksbildung, die Anstalt aufzulösen. Am 17. November wird der letzte Insasse entlassen und das Personal beginnt wegzureißen, was nach Gefängnis aussieht, und die Akten zu vernichten. Schließlich werden Erzieher als Fachpersonal übernommen für das Internat, das hier einzieht.

Für die Torgauer ist dieser Ort bis heute ein Problem, so
Beate Senftleben, die Projektleiterin der Erinnerungs- und Begegnungsstätte. Viele wollen sich die Ausstellung erst gar nicht anschauen, sagen, eigentlich bräuchte man solche Einrichtungen jetzt noch für die Jugend von heute; andere wollen von dem Treiben hier nichts gewusst haben, haben die Schreie nie gehört; und wiederum andere sagen: „Wir schämen uns hinterher für das, was hier gewesen ist.“

Von alldem, was im November 1989 in Torgau geschieht, erfährt
Mico-Harriet Fabri erst mal nichts. Sie sitzt im Jugendwerkhof Magdeburg. Die Mauer ist längst gefallen. Nicht für sie. Erst 1990 wird sie entlassen; traumatisiert von den Demütigungen. „Die haben mir eingeredet, ich sei eine Lügnerin, ein schlechter Mensch, und fast hätte ich es geglaubt. Jetzt bin ich dreißig und fühle mich als Loser. Der Glaube an Gerechtigkeit oder an irgendetwas ist erschöpft, und ich bin es auch.“


Die Fotosammlung „Auf Biegen und Brechen“ gibt es auch als Wanderausstellung bis zum 10.04.2004 in der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen zu sehen.


[ Erstveröffentlichung auf dieser Webseite: 7. Juni 2007 ]

[ Die Weiterveröffentlichung dieses Artikels auf dieser Webseite hier ist speziell Frau Mico-Harriet Fabri-Riedel gewidmet, die Anfang des Jahres 2005 einen eingetragenen Verein für Betroffene der DDR-Umerziehung (besonders Ehemaligen aus dem Jugendwerkhof Torgau) hatte gründen wollen, Bemühungen ihrerseits, die aber von anderen, die andere Ideen hatten - Ideen die mit Kontrolle und Geldverdienen zu tun hatten - sabotiert wurde. Frau Mico-Harriet Fabri-Riedel hat seiher Deutschland verlassen und lebt seit dem Jahre 2006 im Exil in Griechenland. ]


Subindex Nr. 10

Ehemalige Heimkinder schöpfen neue Hoffnung, bassierend auf ein neues Gerichtsurteil - Kammergericht Berlin-Moabit - 15. Dezember 2004 - zum Thema ***Menschenentwürdigende freiheitenziehende Massnahmen ( Geschlossene Unterbringung ) zuwider dem Grundgesetz und zuwider allen Menschenrechtskonventionen***. Das Urteil kondemniert insbesondere die Vorgehensweise und Zustände in Erziehungseinrichtungen der *Jugendhilfe* in der ehemaligen DDR (Az.: 5 Ws 169/04 REHA) ((551 Rh) 3 Js 322/03 (286/03)).

GLEICHERWEISE AUF DEN WESTEN ZUTREFFENDE Auszüge aus dem "Abschlussbericht des Unabhängigen Untersuchungsausschusses zu Vorgängen im ehemaligen Geschlossenen Jugendwerkhof Torgau [in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik]"

Schwarze Pädagogik in der ehemaligen DDR : Deutsche Demokratische Republik.
Artikel diesbetreffend von Helmuth Frauendorfer, in Wochenzeitung
RHEINISCHER MERKUR
Nr. 47 vom 20.11.2003 : »Der Schock wirkt weiter« -
DDR-Vergangenheit - Kommunismus - Jugendwerkhof Torgau - die verschärfteste
Form der militaristischen Maßregelung und Umerziehung von Kindern und Jugendlichen,
um sie kollektiv dem sozialistischen Menschenbild gleich machen zu können.


"Kinderrechte" existierten in der Bundesrepublik auch schon damals , wurden aber, was "Heimkinder" betraf, von den Verantwortlichen einfach ignoriert!

Das zum ersten mal in Deutschland am 1. Mai 1961 verwirklichte und am 1. Juni 1962 in Kraft tretende Bewahrungsgesetz
wurde fünf Jahre später vom Bundesverfassungsgericht für verfassungswidrig - nicht im Einklang mit dem Grundgesetz - erklärt.
Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Verfassungswidrigkeit von § 73 Abs. 2 und 3 Bundessozialhilfegesetz vom 18. Juli 1967.


BESINNLICHES: " W E R..S C H W E I G T..M A C H T..S I C H..M I T S C H U L D I G ! "

"Ehemalige Heimkinder" Deutschlands (1945-1985) schöpfen neue Hoffnung, auf Grund eines Schreibens des deutschen Bundesministeriums der Finanzen vom 5. März 2004. Werden sie trotzdem wieder von der Regierung enttäuscht werden? – Teilweises Zitat des Schreibens. – Betrifft: "Nachricht von den "Ehemaligen Heimkindern" Deutschlands (1945-1985) an die Bundesregierung Deutschland vom 16. Februar 2004".

SUCHE NACH INFORMATION über Moorlager Anstalt Freistatt im Wietingsmoor im Hannoverschen, ein Wirtschaftunternehmen der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel, in Niedersachsen. Erste Aufnahmen von Kontakt von Martin Mitchell aus Australien mit Helfern in Deutschland per Luftpostbrief, 18. Februar 2003. Antwort vom 1. April 2003:

DIE RECHTSFRAGE FÜR ALLE EHEMALIGEN "HEIMKINDER" SOLLTE SEIN:
– Verfassungsmässigkeit geschlossener Unterbringung –
War Deine / meine oft jahrelange Internierung, diese Internierung selbst, in einer geschlossenen Einrichtung, rechtswidrig oder nicht?


"Ehemalige Heimkinder" : Institutionelle "Kindesmisshandlung" als solche war auch "zu damaligen Zeiten" (1945-1985) gesetzwidrig, aber die damaligen minderjährigen Opfer von "Misshandlungen" - was das dann existierende Gesetz betraf - wussten dies natürlich nicht, . . . Anschliessend hierzu, die Wiedergabe eines zutreffenden Urteils: Bundesgerichtshof - BGH ST 3, 105 - BGH, Urteil vom 06.06.52 - 1 StR 708/51 - Misshandlung von Schutzbefohlenen

Die wahre Geschichte der damaligen ANSTALT FREISTATT aufgedeckt und erstmalig im Internet veröffentlicht! ANSTALT FREISTATT, Torfgewinnungsgesellschaft im Bethel eigenen Wietingsmoor, ein privat-kirchliches Wirtschaftsunternehmen und Moorlager Arbeitserziehungslager / Arbeitszwangslager der Diakonie (1899-1991), das noch jahrzehntelang nach dem Zweiten Welt Krieg in der Bundesrepublik Deutschland angewendet wurde, wo 14 bis 21 Jahre alte “schwererziehbare” jugendliche deutsche Zwangsarbeiter systematisch getrimmt und auf das Schlimmste misshandelt wurden.

Das Wirtschaftsunternehmen der Torfgewinnungsgesellschaft im Bethel eigenen Wietingsmoor, im Areal der ANSTALT FREISTATT, im Hannoverschen, in der Bundesrepublik Deutschland, und dessen jugendlichen deutschen Zwangsarbeiter, im Vergleich zu den jugendlichen – und auch älteren – deutschen Zwangsarbeitern im BREMISCHEN TEUFELSMOOR, ein Wirschaftsunternehmen der TurbaTorfindustrie G.m.b.H, im Dritten Reich. Was war der Unterschied? Das ersterwähnte wurde (von 1899-1991) von der Diakonie betrieben, das andere (von 1934-1945) vom Staat.

Die Kirchen waren die Täter, die Jugendämter waren die Heeler!

Martin Mitchell aus Australien, ein Opfer von "Institutioneller Kindesmisshandlung" in kirchlichen Heimen in Deutschland, der jetzt in Australien lebt, stellt diese und viele andere ähnliche Fragen, an alle Leidensgenossen und Leidensgenossinen der "Ehemaligen Heimkinder", und auch an alle Täter und Heeler, die damals für das schwerwiegende Leiden das sie Kindern und Jugendlichen in ihrer Obhut zugefügt haben, verantwortlich waren

[ Heimerziehung – Zöglinge - Heimkinder ] Zwischen Disziplinierung und Integration
– Westfälisches Institute für Regionalgeschichte – Landschaftsverband Westfalen-Lippe Münster –
FORSCHUNGEN ZUR REGIONALGESCHICHTE – Markus Köster und Thomas Küster (Hg.)
[ Anstaltserziehung – Fürsorgeerziehung – Weimarer Republik – Drittes Reich – Bundesrepublik ]


Dorothea S. Buck-Zerchin, Ehrenvorsitzende, Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V.:
Offener Brief an den Bundespräsidenten Dr. Horst Köhler aus Anlass der Ausstellung
"Tödliche Medizin – Rassenwahn im Nationalsozialismus" in Dresden Oktober 2006;
Offener Brief, Hamburg den 9. Oktober 2006.


Dipl.-Päd. Wolfram Schäfer, Institut für Erziehungswissenschaft, Philipps-Universität Marburg:
Fürsorgeerziehung und Jugendpsychiatrie im Nationalsozialismus
Die erbbiologisch begründete Forderung nach der »Aussonderung Unerziehbarer« aus der Fürsorgeerziehung war von den führenden Vertretern der deutschen Jugendpsychiatrie bruchlos aus der Weimarer Republik über die NS-Diktatur in die Bundesrepublik tradiert worden. Die Auswirkungen auf die Gestaltung der Heimerziehung in der jungen Demokratie waren bekanntermaßen fatal.


Freistatt – Wirtschaftsunternehmen – Teil I
Freistatt – Anstalt Freistatt – Diakonische Heime Freistatt – Diakonie Freistatt – Freistatt im Wietingsmoor – Betheler Zweiganstalten im Wietingsmoor – Arbeiterkolonie Freistatt – Arbeitsdienstlager Freistatt – Moorkolonie Freistatt –
“Zwangsarbeitslager Freistatt”
Was entspricht der Wahrheit, und was nicht?


Opfer von Gewalt und Zwang in deutschen Fürsorgeanstalten (meistens kirchlicher Trägerschaft beider deutschen Amtskirchen) unter allen politischen Systemen, bis in die jüngsten Tage

"Mädchenknast" – Dortmunder Vincenzheim – September 1977 – auch hier werden Heimkinder weitergehend gefangen gehalten und als unentlohnte Arbeitskräfte – Zwangsarbeiter – von der Katholischen Kirche von Deutschland ausgebeutet – hier in einer Waschanstalt / Großwäscherei der Paderborner Vinzentinerinnen.

Braunschweiger Hauszeitschrift des Marienstiftes "Doppelpunkt" - Heft Nr. 3/2000
Aus der Geschichte des Marienstiftes
[und anderen solcher Einrichtungen]:
So, ungefähr, sah es aus – über einen Zeitraum von zwischen 50 bis 70 Jahren –
für ‘verwahrloste’ Mädchen unter dem "Jugendwohlfahrtsgesetz"
in allen deutschen (Mädchen)Erziehungsanstalten / Mädchenheimen
( ob evangelisch-lutherisch oder katholisch ! ),
also auch in der Nachkriegszeit, im "Wirtschaftswunder Westdeutschland".


Die schreckliche Seite der Kirche - SPIEGEL ARTIKEL vom 19.5.2003 - KIRCHE Unbarmherzige Schwestern

Heft 4 - I. Quartal (Jan 2004) CAMPO-Magazin-Artikel von Martin Mitchell »Präzedenz oder weitere (Ent)täuschung ?«

Leserbrief betreffs Magazin-Artikel »Präzedenz oder weitere (Ent)täuschung«, von Martin Mitchell

Schutzbefohlene Heimkinder / Insassen Hinter Mauern : Ein Fallbeispiel – Der Leidensweg des Paul Brune

DAS SCHWEIGEN DER (UNSCHULDS)LÄMMER : KIRCHE UND STAAT – betreffs Institutioneller Kindesmisshandlung in meistens kirchlichen Heimen in Deutschland

Systematische Kindesmisshandlung in kirchlichen Heimen – Ausbeutung von Kindern in massiven Wirtschaftsunternehmen der Kirchen in Deutschland. – Wer schweigt, macht sich (mit)schuldig

Achtung "Ehemalige Heimkinder"! Gerichtsurteil betreffs unentlohnter "Kinderzwangsarbeit" Präzedenzfall: Jugendlicher Zwangsarbeiter klagt im Landgericht!

Misshandlungen, Missbrauch, und Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen –
von Seiten der beiden deutschen Amtskirchen – als sie "Ehemalige Heimkinder"
in konfessionellen Heimen waren (in West-Deutschland, 1945-1985).




Bitte nicht vergessen auch "Ehemalige Heimkinder" @ http://heimkinderopfer.blogspot.com zu besuchen.


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