Der Betreiber dieser nichtkommerziellen Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland)

Im Heim [ Anstalt Freistatt in den 70er Jahren ]:
Gewalt und Zwang weitergehend auf der Tagesordnung. Schwerarbeit ohne Entlohnung in Bethel eigenen Betrieben fortgesetzt. Verpachtung der Zöglinge auch an umliegende Bauerhöfe ohne dass ihrerseits, oder von Seiten der Mutter-Anstalt Bethel, Sozialversicherungsabgaben enrichtet werden.


Vom Vater geschlagen, nach Problemen in der Schule auf der Sonderschule für schwer erziehbare Kinder, Flucht von zuhause. Mit 17 Jahren landete der ehemalige TagesSatz-Verkäufer Jürgen Eckelt im [evangelischen] Erziehungsheim Freistatt [im Wietingsmoor] bei Sulingen und Diepholz [im Hannoverschen]. In diesem Artikel berichtet er detailliert von seinen dortigen Erfahrungen.

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VON JÜRGEN ECKELT

Ein Jahr war ich in einem [evangelischen] Erziehungsheim [dem Bethel eigenen Freistatt im Wietingsmoor] (1971 – 1972). Dort musste man immer ‚Bruder‘ zu den Erziehern sagen. Wenn man das nicht tat, dann gab es eine Strafe. Der Hausvater war sehr hart – er hat uns geprügelt.

Ich bin dort Im Juni eingeliefert worden. Der Hausvater hat das Zugangsgespräch mit mir geführt, danach hat er mich ins Haus entlassen. Die Zöglinge waren alle schwere Fälle [*]. Im ganzen Heim gab es vier Häuser für Zöglinge. Die ganze Anstalt war aufgebaut wie ein kleines Dorf. Solange ich dort war, habe ich nur einmal Ausgang gehabt. Abhauen konnte man dort nicht, denn Freistatt war in eine Moorlandschaft eingefügt, nur in größeren Entfernungen gab es Dörfer. In Freistatt selbst gab es einen Bäcker, einen Schuhmacher, einen Elektriker und Maurerbetriebe, die das Heim belieferten. Die umliegenden Bauern haben das Heim auch beliefert. Da die Zöglinge dort überall arbeiten mussten, brauchte das Heim kaum Geld ausgeben für Narung. Aber die Zöglinge bekamen ein [Taschengeld-]Konto, mit diesem Geld konnte man sich etwas Süßes kaufen. Das war alles, was es dort gab für uns.

Tagesordnung: 1. Gestaltete Freizeit

Wir haben im Heim sehr viel Sport gemacht, ich habe Fußball und Schwimmen mitgemacht, denn es gab eine Badeanstalt, die sehr beliebt bei uns war. Ein Sportfest gab es auch einmal im Jahr. Aber dort herrschte ein sehr großer Leistungsdruck, denn die Hausväter der einzelnen Häuser betrachteten es als Krieg, und so haben sie sich auch uns gegenüber benommen. Ein halbwegs gutes Erlebnis war, dass wir im Winter in den Harz gefahren sind, um Ski zu laufen. Wir haben alle in einem Blockhaus gewohnt, oben unter dem Dach. 14 Tage sollten wir bleiben, aber drei Jungs sind abgehauen und wir mussten nach acht Tagen wieder zurückfahren.

Tagesordnung: 2. Arbeit

Jeden morgen mussten die Zöglinge draußen antreten. Wenn alle Zöglinge da waren, wurde Arbeitseinteilung gemacht. In den ersten Wochen war ich Küchenjunge. Nach zwei Monaten konnte ich endlich beim Bauern arbeiten. Ich bin morgens um 8.00 Uhr abgeholt und abends um 18.00 Uhr zurückgebracht worden. Da konnte ich immer beim Bauern essen und das war toll. Außerdem bekam ich beim Bauern jeden Tag ein Päckchen Tabak extra. Nach meinem Fluchtversuch habe ich als Hausarbeiter arbeiten müssen, das war ein korrekter Job, endlich genug zum essen. Das haben mir immer die Küchenfrauen zugesteckt.

Einige Zöglinge mussten auf dem Freistätter Hof arbeiten, Ställe ausmisten oder in der Mühle schwere Säcke schleppen. Andere Jungen mussten im Moor Torf stechen, das war sehr harte Maloche. Ich habe alles mal gemacht, aber am liebsten habe ich beim Bauern Renzelmann gearbeitet. Dort musste ich hart arbeiten, aber ich hatte dadurch mehr als genug zu essen, zu trinken und auch zu rauchen.

Tagesordnung: 3. Kampf um Essen

Zu essen gab es beim Bauern genug und nur für die dortigen Arbeiter. Die anderen mussten im Heim essen und da war alles abgezählt – auch die Kartoffeln. Nachts haben wir öfter mal in unserem hauseigenen Keller eingebrochen, um an mehr Essen zu kommen. Das war nicht so schwer: Schlafsaalfenster ausgehängt, mehrere Bettlaken zusammengeknotet, an der Heizung festgemacht und durchs Oberlichtfester rausgeschmissen – schon kann man aus dem zweiten Stock hinabklettern. Mit etwas Kraft kann man auch wieder hinaufklettern. Eines Morgens hat der Hausvater mal ein Stück Wurstpelle im 25-Mann-Schlafsaal gefunden. Den Bewohnern dieses Schlafsaals wurde die fehlende Menge vom täglichen Essen abgezogen. Aber die Jungen, die beim Bauern gearbeitet haben, haben ihr Abendbrot vom Bauern für diese Leute gespendet. Denn eine Woche ohne Abendbrot in einem Heim, wo es sowieso kaum zu essen gab, ist schon immer ein Hammer.

Tagesordnung: 4. Kampf zum Überleben

Es herrschte Faustrecht, der Stärkste hat sich genommen, was er wollte. Auch hat er immer jeden mit seiner Stärke erpresst, sonst gab es was.

Jungs, die Pakete von zuhause bekamen, wurden von den Stärkeren erpresst und mussten ein Drittel des Paketes abgeben oder sie mussten sich bei jedem Paket prügeln, um ihr Eigentum behalten zu können. Aber ich lasse mir nichts wegnehmen oder mich beleidigen von solchen abartigen Typen. Ich hatte öfters mal Streit mit vermeintlich Stärkeren, weil ich alles an Leute verschenkt habe, die es brauchen konnten. Die Hierarchie unter den Zöglingen lässt das aber nicht zu. Nur der Stärkste überlebt. Absolutes Faustrecht ist angesagt. Häufig gingen wir Partnerschaften mit anderen ein, am besten mit den Stärksten; das bedeutete aber gleichzeitig, dass man teilen musste. Ich hatte Glück, da noch ein paar Jungs aus meinem Stadtteil dort waren. Denen habe ich mich sofort angeschlossen und hatte Ruhe, denn wir waren acht Jungen aus Hannover. Wir haben uns immer geholfen, da war es nicht einfach einen anzugreifen. In dem Heim ist auch ein Junge gewesen, der auf Männer stand. Die anderen Jungen sind auf ihn losgegangen. Es hat ihnen unheimlich Spaß gemacht, diesen Jungen zu quälen. Ich fand es abartig, wie sie nach diesem Jungen schlugen, mit Wort und Tat. Die Erzieher und Hausvater wusste Bescheid, haben aber nichts dagegen gemacht, weil unzufriedene und ängstliche Gruppen leichter zu führen sind.

Tagesordnung: 5. Versuchte Flucht

Fluchtversuche waren fester Bestandteil unseres Alltags. Einer von uns hat versucht, durchs Moor abzuhauen – aber Fehlanzeige. Ein anderer Junge ist vom zweiten Stock auf eine Tanne gesprungen, aber er konnte sich nicht halten und ist abgestürzt. Beide Beine gebrochen. Der Hausarzt meinte dazu: „Wo gehobelt wird, fallen Späne.“

Eine misslungene Flucht bedeutete, dass einem die Haare geschnitten wurden und [man] musste im Sommer wie im Winter keine Strümpfe, nur [kurze] Hosen und [kurzärmlige] Hemden tragen und erhielt keinerlei Vergünstigungen mehr. Es gab auch Gruppenstrafen – vier Wochen kein Fernsehen für die ganze Gruppe, in der der Flüchtling war, daher haben die Gruppenmitglieder auf ihre Angehörigen aufgepasst. Ich habe in dem Heim in einem Jahr 25 Fluchtversuche gemacht, bin aber nur einmal bis nach Hannover gekommen. Dort hat mein Vater mich sofort bei der Polizei abgegeben. Meine Mutter war dagegen, aber gegen meinen Vater hatte [sie] sowieso nie eine Chance. Ein anderes Mal bin ich in kurzen Hosen, Holzsandalen und kurzärmeligem Hemd durchgestartet. Die eine Nacht, die ich weg war, habe ich mich in einem kleinen Wäldchen ausgeruht. Es war unheimlich kalt. Morgens bin ich auf der Straße weiter bis auf einmal der Hausvater in seinem Auto neben mir hielt. Er hatte noch zwei laufstarke Jungen mit. Im Heim später gab es Zoff, aber er hat mich nicht geschlagen, sondern es gab eine Arbeitssperre. Das Heim verließ ich erst an meinem 18. Geburststag. Ich war gesetzlich volljährig.

© Jürgen Eckelt persönlich, und möglicherweise auch TagesSatz – Das Strassenmagazin 2003

Enthoben vom Internet @
http://www.tagessatz.de/content/archiv/2002A11.pdf

[ * Was der Autor – bzw der editor – dieses Artikels im Jahre 2003 meint, wenn er von „Die Zöglinge waren alle schwere Fälle.“, in Freistatt in 1971 - 1972, spricht, bleibt unklar (da alle bisherigen Bemühungen, ihn – oder den editor – zu kontaktieren, fehlgeschlagen haben). ]


Ein langer Weg

VON JÜRGEN ECKELT

Auf diesen Seiten finden Sie drei Texte des ehemaligen TagesSatz-Verkäufers, Jürgen Eckelt. Der erste Text wurde zu Beginn seiner Polamedon-Behandlung verfasst. Polamedon ist eine medizinische ‘Ersatzdroge’, deren Dosis ständig gesenkt wird, um den Patienten auf diese Art und Weise von den harten Drogen zu entwöhnen. Nebenwirkungen: Depressionen, seelische Tiefs.

Der zweite Text stammt aus einer späteren Phase von Jürgens Polamedon Entzug, und der dritte Teil beschäftigt sich mit dem Leben nach den Drogen.

Was ist an diesem Leben schön?“

Ich wurde einfach in die Welt hineingeboren, obwohl ich das garnicht wollte. Ich muss nun sehen, wie ich damit fertig werde. Ich wurde nie gefragt: „Wie geht es dir?“ oder „Kommst du auch gut zurecht?“ Nichts dergleichen. Es wird nur gefordert. Ich habe keine Lust mehr auf dieses Leben, dieses Dasein oder was auch immer. Ab und zu komme ich mit dem Leben so einigermaßen zurecht. Aber das sind doch, wie ich immer wieder feststellen muss, nur kurze Momente. Die Gesellschaft hasse ich noch mehr als mein Leben; mit ihrer Ignoranz, damit komme ich garnicht klar. Alles ist so verlogen und stur, dass es schon wehtut.

Frauen, Mädchen und kleine Jungs werden auf die brutalste Art vergewaltigt und anschließend umgebracht. Aber keiner tut was. Alle vergessen zu schnell und machen einen auf Vogelstrauß – Kopf in den Sand und es wird schon weitergehen. Was ist an diesem Leben denn so schön? Sich knechten lassen und immer nur zu allem ‘ja und Amen’ sagen? Und damit ist alles wieder gut. – Oder sie sagen: „Das schaffst Du schon. Du bist doch so ein starker Mensch. Du wirst das schon meistern.“ Es ist immer die gleiche Leier des Lebens. Ich werde mich nie und nimmer unterordnen. Lieber gehe ich kaputt. Ich habe schon so viel in meinem Leben ertragen müssen – dazu gehört auch Vergewaltigung, Demütigung, Wohnungslosigkeit – mein Zuhause waren die Straße und die Drogen.

Mein Leben hat sich zwar geändert, aber bin ich jetzt glücklich? Es gibt Momente des sogenannten Glücks, aber ist Glück auch Zufriedenheit? Immer dieses Oben und Unten der Gefühle. Wo oder was ist die Mitte des Lebens, die Linie, auf der man doch normalerweise gehen sollte. Ich finde sie nicht. Ich suche und suche diese Linie. Wenn ich glaube, sie gefunden zu haben, ist sie auch schon wieder weg. Ich kann sie nicht halten, weil ich eben auf dieser Linie nicht klarkomme. Für mich heißt diese Linie das ‘normale’ Leben in der sogenannten normalen Gesellschaft. Aber was ist denn heutzutage noch normal? Mord? Sex, drugs and rock’n’roll?

Mit absoluter Gewalt und Brutalität nimmt keiner mehr ein bisschen Rücksicht auf den anderen. Alle wollen nur noch besitzen. Die Gier hat die Gehirne zerfressen. Man sieht es ja heutzutage überall. Und darauf komme ich nicht klar. Ich bin früher schon nicht klar gekommen, obwohl es noch einigermaßen fair zugegangen ist. Ob ich es jemals begreifen werde, dieses ach so ‘tolle Leben’?

Mein Leben geht weiter“

Ich bin noch im Polaprogramm; stehe ich ganz schön unter Druck. Für mich ist dieser Druck so groß, dass ich keine Kraft mehr habe für mein normales Leben, das heißt, dass ich unheimliche Lebensangst und Zukunftsangst bekomme. Ich habe viel unschöne Sachen gemacht während meiner Drogenzeit. Aber ich habe keine Schwächeren betrogen.

Einige Leute haben mich darauf aufmerksam gemacht, dass der TagesSatz zu politisch wird und zu wenig über Obdachlose und ihre Belange drinnen steht, das Politische könnten sie auch in jeder anderen Zeitung lesen – und billiger. Viele der Zeitungskunden kaufen die Zeitung, um den Obdachlosen zu helfen, denn auch in Deutschland gibt es unheimlich viel Armut – auch wenn es versteckt wird. Bei uns im Land gibt es viel Obdachlose, die die Aufmerksamkeit der Regierung verdienen. Aber darüber schweigt man und getan wird nichts. Wie immer. So nimmt man den Armen mit der Zeit immer mehr von ihrer Menschenwürde. Uns z. B. versuchen sie in ein Ghetto zu schieben, wir sollen in die Spandauer Straße ziehen, ohne Rücksicht darauf, dass es dort Drogen gibt, wie hier im ganzen Dorf bekannt ist. Während wir uns in der Polamedon-Schleife befinden, wollen wir aber nur unsere Ruhe haben und uns mit unserem Drogenentzug beschäftigen. Denn so ein Entzug ist sehr mächtig, gewaltig.

Wir sind beide krank – Rita hat eine fürchterliche Stauballergie, die ist sehr schlimm. Bei mir ist es eher eine psychische Angelegenheit. Ich bin so blockiert, dass ich auf Druck sofort mit leichtem Groll antworte. Und schon ist der Streit da. Da Rita mit ihrer Krankheit auch überfordert ist, muss ich mit meinen Problemen selbst klar kommen. Und wenn ich mal Dampf ablasse, reagiert Rita, als ob ich sie angreife, also auch völlig überdreht.

Jetzt wo ich so lange ohne Drogen bin, kommen langsam die Sachen, die ich von meiner Oma gelernt habe, wieder durch und ich fühle mich wohl. Da einige Leute hier im Dorf Interesse an uns haben, hat man immer einige Menschen, die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen, ohne dass sie sich davon etwas versprechen. Für mich ist schon wichtig zu wissen, dass ich Hilfe bekommen kann, wenn ich sie brauche. Sehr beruhigend. Es ist schade, dass es immer wieder Menschen gibt, die meinen, man kann Menschen ohne Rücksicht ausnehmen. Aber alle Menschen, mit denen wir hier im Ort zu tun haben, helfen uns, sind sehr nett und trösten uns. Das macht uns sehr stark. Auch von den Ämtern ist alle Hilfe da. Der TagesSatz hat unser heutiges Leben durch sein Bestehen ermöglicht. Wir bedanken uns dafür.

Unterstützung im drogenfreien Leben

Heute nach zwei Monaten ohne Polamedon und mit meinen Beschäftigungen im Dorf bin ich glücklich. Der Pastor unseres Ortes hat uns die Kraft gegeben, alles zu ertragen. Im Dorf habe ich viele ältere Menschen, bei denen ich gerne bin und die mir das Gefühl geben, gebraucht zu werden. Das ist sehr wichtig für mich. Es hilft mir, ohne Drogen leben zu wollen. Heute, so nach 20 bis 25 Jahren Drogenkonsum und sechs Jahren Polamedonentzug geht es mir gut, auch wenn es ein mörderisches Rennen war bis hierher. Sehr hat mir geholfen, dass ich alles im TagesSatz veröffentlichen konnte, dadurch konnte ich begreifen und verstehen. Auch meine Beziehung zu Rita ist unheimlich wichtig, denn dadurch bekomme ich Kraft. Und da unsere Polamedon-Ärzte gesehen haben, dass wir wirklich aufhören wollten, haben sie uns geholfen, bei der Stange zu bleiben.

Rita ist seit sechs Monaten ohne Pola, in der Zwischenzeit hat sie sich psychisch stabilisiert und ist sehr selbstbewusst geworden. Auch Rita arbeitet, und es macht ihr Spaß ohne Drogen. Für sie ist das Leben wieder lebenswert – das macht sie sehr glücklich und lebensstark.

© Jürgen Eckelt persönlich, und möglicherweise auch TagesSatz – Das Strassenmagazin 2003

Enthoben vom Internet @
http://www.tagessatz.de/content/archiv/2002A11.pdf


Unsere Irma

VON JÜRGEN ECKELT (
ehemaliger TagesSatz-Verkäufer )

Irma ist eine ältere Dame, die Rita und mich die letzten acht Jahre unseres Lebens begleitet hat. So hat sie alles mitbekommen, was in unserem Leben passiert ist, seit wir beim TagesSatz begonnen haben, unser Leben zu ändern. Dieser Text soll ein Dankeschön sein, weil sie uns den Ausstieg aus den Drogen und der Drogenwelt leichter gemacht hat.

Der Ausstieg aus der Drogenwelt war nicht einfach, aber in den schweren Tagen war Irma immer für uns da, ein Anruf genügte und schon nahm sie sich die Zeit, um unsere Sorgen anzuhören. Auch heute kommt sie in gewissen Abständen immer zu Besuch, und jedes Mal haben wir das Gefühl, es besucht uns ein Familienmitglied. Wir freuen uns, wenn sie da ist und wir wieder ein wenig miteinander reden können.

Wenn sie sich mal einige Zeit nicht meldet, werden wir unruhig und machen uns Gedanken, was wohl los ist, aber meist ruft sie dann an und sagt: „Ich komme gleich, bin unterwegs.“

Auch die anderen älteren Menschen hier im Ort, bei denen wir uns aufhalten, sind nett und freundlich, und wir sind sehr gerne mit ihnen zusammen.

Fit wie ein Turnschuh

Irma ist eine Lehrerin und fit wie ein Turnschuh. Sie liest regelmäßig den TagesSatz und sammelt die Artikel, die ihr sehr gefallen. Sie ist unheimlich schlau und belesen. Wir, Rita und ich, sind sehr gern mit ihr zusammen, denn sie vermittelt uns Wissen, das wir sonst sehr schwer aufnehmen können, da wir ja keine echte Familie mehr haben und auch nie hatten. Wir lernen viel von ihr. Ihre Anwesenheit beruhigt uns und macht uns glücklich.

Trotz ihres hohen Altern fährt sie Auto. Ab und zu spielt sie bei Bekannten Schlossgespenst, d. h. eigentlich nur, dass sie dort wohnt, während diese Bekannten in Urlaub gefahren sind. Auch fährt sie öfter in Urlaub. Zuhause hat sie eine katze. Früher hatte sie mal einen Hund, aber das war wohl nicht das Richtige.

Den vollständigen Artikel und vieles mehr finden sie in der aktuellen TagesSatzausgabe.
.
© Jürgen Eckelt persönlich, und möglicherweise auch TagesSatz – Das Strassenmagazin 2003

Archiv / Ausgabe 01 - 2004
Enthoben vom Internet @
http://www.tagessatz.de/content/archiv/2004A01/irma.html

[ Erstveröffentlichung auf dieser Webseite: 9. März 2005 ]

Subindex Nr. 1

Ehemalige Heimkinder wollen nicht mit anderen verwechselt werden.
Sie haben ihre eigene Webseite: Heimkinder-Ueberlebende.org @ www.heimkinder-Ueberlebende.org




Martin Mitchell – Fotos aus seiner Kindheit und Jugendzeit
(chronologisch arrangiert – 1946-1964 – von unten aufwärts)


Die Leidensgeschichte des damalig staatenlosen Jugendlichen Martin Mitchell
in westdeutscher “Fürsorgeerziehung” in den 1960er Jahren, geschildert und
belegt an Hand von aktuellen Schriftstücken aus der “Fürsorgeerziehungsakte”
damalig geführt von der Anstaltsleitung der Betheler Zweiganstalten Freistatt –
Anstalt Freistatt im Wietingsmoor
(Kreis Diepholz, Niedersachsen) – Teilanstalt
der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel
(bei Bielefeld, Nordrhein-Westfalen).

( Akte erhalten in Australien am 16. Mai 2006.
)



Intensive Handarbeit im Moor in Anstalt Freistatt, damals – historische Bilder –
( im Oktober 1993 umbenannt in Diakonie Freistatt).
Virtueller Rundgang durch das damalige Freistätter Wietingsmoor in Niedersachsen


Fürsorgeerziehung im Nationalsozialismus –"Bewahrung" und "erbbiologische Aussiebung" von Fürsorgezöglingen.
Vermächtnis und Auswirkungen dieser Ideologien im Nachkriegsdeutschland und in der Bundesrepublik
(1945 - 1985)


Fürsorgeerziehung im Dritten Reich –
Werner Villinger, Chefarzt von Bethel, und seine Ideologien und Karriere
in der Jugendfürsorge und Jugendpsychiatrie
auch in West-Deutschland, nach 1945.


Ein weiterer Beweis für das was den Mächtigen weiterhin in Deutschland wichtig war
sofort nach dem zweiten Weltkrieg,
und ihnen auch weitergehend wichtig war in der Bundesrepublik Deutschland,
nach 1949, besonders in der Fürsorgeerziehung.
Ein Beispiel für die Kontinuität in der Sozialfürsorge: Helene Wessel


Zwangsverpflichtet im Vaterland!
"ZWANGSARBEIT" – "ARBEITSDIENST" – "ARBEITSTHERAPIE" – "KEIN PFENNIG JOBS"
– Fürsorgeerziehung, Jugendwohlfahrt und Arbeiterwohlfahrt und ihre Abarten
in der Geschichte Deutschlands – hier ein Beispiel aus dem Dritten Reich –
und ein Moor,Torfabbau und anstaltseigenes Torfwerk gehörten auch hier wieder mit dazu.


Geschlossene Unterbringung.
Die Geschichte des geschlossenen Mädchenheims Feuerbergstraße in Hamburg-Altona.
Fürsorgeerziehung unter dem Jugendwohlfahrtsgesetz:
Weimarer Republik. Drittes Reich. Bundesrepublik (BRD).


Kinder und Jugendliche als Opfer in 'Erziehungsheimen' / Arbeitserziehungslagern / Arbeitszwangslagern

Damalige Erziehungsanstalten gleicher Art wie jahrzehntelang in Westdeutschland betrieben wurden,
existierten auch in der Bundesrepublik Österreich.
Ein Betroffener aus Österreich meldet sich zu Wort.


Die bisher verdrängte Geschichte der Heimerziehung in der Republik Österreich - Schwarze
Pädagogik der Nachkriegszeit, genauso wie in der Bundesrepublik Deutschland
.
WANDERAUSSTELLUNG zur Geschichte der Heimerziehung in Österreich - Nachkriegszeit.
Ein Heim Namens
"WEGSCHEID", in Linz, Öber-Osterreich, wird vorgestellt:
Ausstellungskatalogue:
Michael John / Wolfgang Reder, "Wegscheid. Von der Korrektionsbaracke
zur sozialpädagogischen Institution"
, Linz 2006, ISBN-10: 3-200-00657-9.


“Der unwerte Schatz” – Roman einer Kindheit – Vernichtung ‘unwerten’ Lebens.
Roman von Tino Hemmann, Engelsdorfer Verlag, Leipzig 2005 – ISBN 3-938288-41-8


DVD 112 / 2005: "LEBENSUNWERT – Paul Brune – NS-Psychiatrie und ihre Folgen
ca. 45 Min. Film plus 15 Min. ergänzendes Material – erhältlich vom Medienshop
des Westfälischen Landesmedienzentrum – Landschaftsverband Westfalen-Lippe, Münster.


Lebenswert – Lebensunwert – ERNST KLEE : "Deutsche Medizin im Dritten Reich"
S. Fischer Verlag Frankfurt/M., Oktober 2001, ISBN 3-10-039310-4416.
Rezension von dem Soziologen Dr. Robert Krieg (geb. 1949) selbst Autor und Regisseur:


Schutzbefohlene Heimkinder / Insassen Hinter Mauern : Ein Fallbeispiel – Der Leidensweg des Paul Brune

Paul Brune – Fallbeispiel – „Lebensunwert“ – Filmbiographie
über die langen Schatten der Psychiatrie des 'Dritten Reiches',
aber auch ihre dunkle Kontinuität in der Bundesrepublik
bis fast in die Gegenwart –
konzentriert sich hier auf die Situation in Einrichtungen der Provinz Westfalen in der Trägerschaft des Provinzialverbandes,
Vorläufer des Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL).


Paul Brune – “Lebensunwert” – Und wer sonst noch? – Eine späte Entschuldigung!
NS-Ideologie im Dritten Reich und ihre Folgen – auch noch für lange Zeit danach.
Beiträge, Erklärungen und Korrespondenz zu diesen Themen – aus dem Jahre 2003.


Gott und die Welt. - Einzelhaft und Zwangsarbeit – Fürsorgeerziehung
in Deutschland [BRD] [50er, 60er, 70er und 80er Jahre] –

im WDR Fernsehen, Sonntag 11.09.2005 um 16:25;
Wiederholung, Dienstag 13.09.2005 um 10:15, (Länge 30 Min.).


WDR FERNSEHEN – Dokumention: "Lebensunwert" – Der Weg des Paul Brune

Zum Thema Antifaschismus:
»Lebensunwert? - NS-Psychiatrie, Zwangssterilisierung und Widerstand« -
Irrsinnige Ideology und ihre Langzeit Folgen im Nachkriegsdeutschland. -
Herausgeber dieses Sachbuches, erstveröffentlicht in 2007, ist

der Freundeskreis Paul Wulf. Erschienen im Graswurzel Verlag. ISBN 3-939045-05-5.


Ein VORWORT von Journalist, Filmmacher und Autor Robert Krieg zum Sachbuch
»Lebensunwert? - NS-Psychiatrie, Zwangssterilisierung und Widerstand«


[ Heimerziehung – Zöglinge - Heimkinder ] Zwischen Disziplinierung und Integration
– Westfälisches Institute für Regionalgeschichte – Landschaftsverband Westfalen-Lippe Münster –
FORSCHUNGEN ZUR REGIONALGESCHICHTE – Markus Köster und Thomas Küster (Hg.)
[ Anstaltserziehung – Fürsorgeerziehung – Weimarer Republik – Drittes Reich – Bundesrepublik ]


Dipl.-Päd. Wolfram Schäfer, Institut für Erziehungswissenschaft, Philipps-Universität Marburg:
Fürsorgeerziehung und Jugendpsychiatrie im Nationalsozialismus
Die erbbiologisch begründete Forderung nach der »Aussonderung Unerziehbarer« aus der Fürsorgeerziehung war von den führenden Vertretern der deutschen Jugendpsychiatrie bruchlos aus der Weimarer Republik über die NS-Diktatur in die Bundesrepublik tradiert worden. Die Auswirkungen auf die Gestaltung der Heimerziehung in der jungen Demokratie waren bekanntermaßen fatal.


Sieglinde WALTRAUD Jung’s Leidensgeschichte als Gefangene
und unentlohnter Arbeitssklave der Rummelsberger Anstalten,
im "Haus Weiher"
(1965-1968)(zugehörend zur Bayrischen Inneren Mission)
"Heim für 'schwererziehbare' Mädchen""Mädchenheim Weiher"
(1938-1972)
in Hersbruck, bei Nürnberg, eine Zweigstelle der Rummelsberger Anstalten, in Bayern,
Bundesrepublik Deutschland – "Wirtschaftsunternehmen" im "Wirtschaftswunder BRD".


Ehemalige Heimkinder schildern »Schwere Schicksale im Bundestag«,
Berichtet im Der Westen (Das Portal der WAZ Mediengruppe), 16.11.2007.
Sabine Nölke: Der Petitionsausschuss des Bundestags befaßte sich
erstmals im Dezember 2006 mit dem Schicksal ehemaliger Heimkinder.


»Die weggesperrten Kinder der Nachkriegszeit.«
»Heimzöglinge der 50er und 60er Jahre haben ihr Schweigen gebrochen -
Jetzt fordern sie eine Entschädigung.
«
Jürgen Potthoff berichtet im Der Westen (Das Portal der WAZ Mediengruppe), 20.11.2007.


Regina Eppert (Regina Page) mit Peter Wensierski vom SPIEGEL berichten
über, und diskutieren, die damalige Heimerziehung der Nachkriegszeit
(ca 1945-1979)
in ihren Sachbüchern "Schläge im Namen der Herrn – Die verdrängte Geschichte
der Heimkinder in der Bundesrepublik"
und "Der Alptraum meiner Kindheit und Jugend –
Zwangseinweisung in deutsche Erziehungsheime"

Berichtet @ westline – in Westfälische Nachrichten – 20. Oktober 2006,
in einem Artikel mit der Überschrift "Lachen und Weinen strengstens verboten".


"Mädchenknast" – Dortmunder Vincenzheim – September 1977 – auch hier werden Heimkinder weitergehend gefangen gehalten und als unentlohnte Arbeitskräfte – Zwangsarbeiter – von der Katholischen Kirche von Deutschland ausgebeutet – hier in einer Waschanstalt / Großwäscherei der Paderborner Vinzentinerinnen.

Das damalige Vincenzheim (für Mädchen) - die heutige Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung "Vincenzheim Ausbildungsstätte" - in Dortmund lehnt den Vorwurf von damaligen Misshandlungen gegen ihre jugendlichen Heim-Insassen ab. Und auch Theo Breul, Abteilungsleiter beim Caritas-Verband in Paderborn, was das Salvator-Jugendheim in Hövelhof - das damalige Salvator-Kollege (für Jungens) - betrifft, weist alle Vorwürfe zurück.

Bundesrepublik Deutschland: Kinder alleinerziehenden Müttern entrissen und in konfessionelle Heime gesperrt, um christlich erzogen zu werden. Heimkinder wegen läppischer „Vergehen“ – nur bei Hinreichung einmal täglich von Wasser und Brot –
in Isolationshaft gesperrt.
Heimkinder-Ueberlebende überall in der Bundesrepublik Deutschland
berichten von jahrelanger unentlohnter „Zwangsarbeit“ und schwerwiegenden Misshandlungen und Entwürdigungen –
und sind noch heute davon traumatisiert.


Heimkinder-Überlebende brechen ihr Schweigen: Schläge und Quälereien von Kindern und Jugendlichen - "Unglaublich. " - "Niemand hat etwas davon gewußt." "Es kann doch nicht möglich sein. " - "Niemand [von den Heim-Insassen] hat sich beschwert. " - Es habe "allerdings keine regelmäßigen Kontrollen gegeben. " - Heute wird von den Verantwortlichen nur geleugnet, bagatellisiert, oder einfach völlig geschwiegen.

„Moorhof zur Hölle“ – Freistatt im Wietingsmoor in den 50er Jahren. Opfer über die damaligen Methoden in dieser Anstalt; berichtet mit Hilfe eines Zeitungsartikels der am 13.5.1999 im Weser-Kurier veröffentlicht wurde – das Jahr des 100. Jubiläumsfestes der Diakonie Freistatt.

Die wahre Geschichte der damaligen ANSTALT FREISTATT aufgedeckt und erstmalig im Internet veröffentlicht! ANSTALT FREISTATT, Torfgewinnungsgesellschaft im Bethel eigenen Wietingsmoor, ein privat-kirchliches Wirtschaftsunternehmen und Moorlager Arbeitserziehungslager / Arbeitszwangslager der Diakonie (1899-1991), das noch jahrzehntelang nach dem Zweiten Welt Krieg in der Bundesrepublik Deutschland angewendet wurde, wo 14 bis 21 Jahre alte “schwererziehbare” jugendliche deutsche Zwangsarbeiter systematisch getrimmt und auf das Schlimmste misshandelt wurden.

Das Wirtschaftsunternehmen der Torfgewinnungsgesellschaft im Bethel eigenen Wietingsmoor, im Areal der ANSTALT FREISTATT, im Hannoverschen, in der Bundesrepublik Deutschland, und dessen jugendlichen deutschen Zwangsarbeiter, im Vergleich zu den jugendlichen – und auch älteren – deutschen Zwangsarbeitern im BREMISCHEN TEUFELSMOOR, ein Wirschaftsunternehmen der TurbaTorfindustrie G.m.b.H, im Dritten Reich. Was war der Unterschied? Das ersterwähnte wurde (von 1899-1991) von der Diakonie betrieben, das andere (von 1934-1945) vom Staat.

Freistatt – Wirtschaftsunternehmen – Teil I
Freistatt – Anstalt Freistatt – Diakonische Heime Freistatt – Diakonie Freistatt – Freistatt im Wietingsmoor – Betheler Zweiganstalten im Wietingsmoor – Arbeiterkolonie Freistatt – Arbeitsdienstlager Freistatt – Moorkolonie Freistatt –
“Zwangsarbeitslager Freistatt”
Was entspricht der Wahrheit, und was nicht?


Freistatt – Wirtschaftsunternehmen – Teil II
Zweimalige Flucht eines jugendlichen Zwangsarbeiters aus Freistatt im Wietingsmoor
HOLZNER, MICHAEL – TREIBJAGD – Die Geschichte des Benjamin Holberg –
ein auf Fakten bassierender Roman über die Fürsorgeerziehung und ihre Folgen
in der Bundesrepublik Deutschland.
AUSZÜGE.


Tatorte schwerwiegender Misshandlung von Kindern und Jugendlichen
im Bethel eigenen Freistatt im Wietingsmoor:
Deckertau, Haus Neuwerk, Heimstatt, Moorburg, Moorhof, Moorhort, Moorpenison, Moorstatt, Wegwende, und Wietingshof.


Bethel-eigene Anstalt Freistatt im Wietingsmoor – Erziehungsziel “Arbeite und Bete!”
Stellungnahme dazu eines weiteren Betroffenen, Peter Remmers (vom 12.01.2006):
“Freistätter Hölle!” – “Das Moor ist die Hölle!”
– Fünf Jahre hatte er dort verbringen müssen! –


Mail (vom 16.02.2006) des heutigen Geschäftsführers der Diakonie Freistatt,
Pastor Wolfgang Tereick, an den ehemaligen Freistatt Insassen, Peter Remmers,
worin der Herr Pastor die Ehrlichkeit des ehemaligen Zöglings in Frage stellt.
.


Ehemaliger Freistatt Insasse, Peter Remmers, am 16.02.2006, antwortete
dem heutigen Geschäftsführer der Diakonie Freistatt, Pastor Wolfgang Tereick,
auf dessen Anschuldigungen, vom 18.02.2006.
.


6. Stellungnahme von Pastor Wolfgang Tereick, Geschäftsführer Diakonie Freistatt, vom 04.03.2006
− in EVANGELISCHE WOCHENZEITUNG FÜR WESTFALEN UND LIPPE: UK "Unsere Kirche" −
folgend der Veröffentlichung des Buches "Schläge im Namen des Herrn".


Der heute 61-jährige ehemalige Fürsorgezögling Willi Komnick
erstmalig nach 40 Jahren, am 5. Mai 2006, besucht die heutige Diakonie Freistatt –
damalige Anstalt Freistatt im Wietingsmoor, gelegen in einem riesigen
Hochmoorgebiet zwischen Diepholz und Sulingen im Hannoverschen, in Niedersachsen –
ein Ableger der „v. BodelschwinghschenAnstalten“ Bethel, bei Bielefeld,
in Nordrhein-Westfalen – wo die damaligen jugendlichen Insassen
systematisch misshandelt und ausgebeutet worden waren.


Warum habt ihr mich geschlagen?, fragen heute die ehemaligen Insassen,
die damals in Anstalt Freistatt im Wietingsmoor, einem riesigen Hochmoorgebiet
zwischen Diepholz und Sulingen im Hannoverschen, in Niedersachsen –
einem Ableger der „v. BodelschwinghschenAnstalten“ Bethel, bei Bielefeld, in
Nordrhein-Westfalen – systematisch misshandelt und ausgebeutet worden waren.


Während sich die Bundesrepublik Deutschland im Wirtschaftswunder befand,
und begann Goldbarren in Manhatten Banken zu stapeln,
wurden Kinder und Jugendliche im ganzen Land in Heimen und Anstalten
meistens kirchlicher Trägerschaft auf das Schlimmste misshandelt,
geknechtet und ausgebeutet,
und dort nicht nur um ihre Kindheit und Jugendzeit gebracht,
aber dort auch um ihre Löhne und ihre ihnen später zustehenden Rentenanteile betrogen.


Ehemaliges Heimkind Wolfgang Rosenkötter erzählt seine Geschichte:
"Mein erster Tag in Freistatt" - [ Freistatt im Wietingsmoor - Diakonie Freistatt ] -
im
SOZIALEXTRA. Zeitschrift für Soziale Arbeit und Sozialpolitik. Dezember 2006
(Seite 18). Auch im "SWR2Eckpunkt" hat Wolfgang Rosenkötter schon am 26. September 2006
unter dem Titel
"Ich habe nur Angst gehabt" von seinen Erfahrungen berichtet.
"Mein erster Tag in Freistatt" veröffentlicht auch auf dieser Webseite: Heimkinder-
ueberlebende.org
mit freundlicher Erlaubnis von dem Autor, Wolfgang Rosenkötter.


Im Heim [ Anstalt Freistatt in den 70er Jahren ]: Gewalt und Zwang weitergehend auf der Tagesordnung. Schwerarbeit ohne Entlohnung in Bethel eigenen Betrieben fortgesetzt. Verpachtung der Zöglinge auch an umliegende Bauerhöfe ohne dass ihrerseits, oder von Seiten der Mutter-Anstalt Bethel, Sozialversicherungsabgaben entrichtet werden.

Die schreckliche Seite der Kirche - SPIEGEL ARTIKEL vom 19.5.2003 - KIRCHE Unbarmherzige Schwestern

Schikanen überall, auch beim "Reichsarbeitsdienst" (RAD) 1940:
Erfahrungsbericht eines Reicharbeitsdienstlers, Werner Mork (*1921),
aus Kronach, aufgezeichnet Juli 2004


[ Nationalsozialistische Ideologie als Hilfe zur Erziehung – der Anfang des Endes. ]

Von der Fürsorgeerziehung zur Kinder- und Jugendhilfe.
Vom Jugendwohlfahrtsgesetz zum Kinder- und Jugendhilfegesetz.
Historischer Wandel der Hilfe zur Erziehung




Bitte nicht vergessen auch "Ehemalige Heimkinder" @ http://heimkinderopfer.blogspot.com zu besuchen.


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