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news.ch – 14. June 2002Sexuelle Übergriffe [durch Priester, an Kindern]:
US-Bischöfe entschuldigen sich. Kirche: Kindesmisshandlung und Kindesmissbrauch.
Was ist die Situation in Deutschland?

news.ch

Freitag, 14. Juni 2002 / 07:33:13

Sexuelle Übergriffe: US-Bischöfe entschuldigen sich

Dallas - Rund 300 Kardinäle und Bischöfe haben sich zu Beginn der US-Bischofskonferenz in Dallas bei all jenen entschuldigt, die Opfer von sexuellen Übergriffen durch katholische Priester geworden waren.

"Ich werde für immer untröstlich sein über das Unrecht, was Ihnen zugefügt wurde", sagte Bischof Wilton Gregory am Donnerstag. "Wir bitten Sie um Vergebung." Zuvor waren die Geistlichen hinter verschlossenen Türen zu Gesprächen mit den Missbrauchs-Opfern zusammengetroffen.

In der Eröffnungsrede sprach Gregory von der "vielleicht schwersten Krise, die die katholische Kirche in den USA je kannte". Bei der dreitägigen Konferenz soll auch ein Verhaltenskodex beschlossen werden.

Die Rechtsanwältin Barbara Blaine, die selbst im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren missbraucht wurde, dankte den Bischöfen für ihren Willen zum Zuhören und ihren "offenen Geist". Blaine gilt als Mitgründerin der Organisation SNAP, die heute in den USA 4000 Missbrauchsopfer und Angehörige vertritt.

Forderungen der Opferverbände
Im Vorfeld der Bischofskonferenz stellten die Opferverbände eine Reihe von Forderungen auf. So verlangen sie disziplinarische Massnahmen gegen Bischöfe, die pädophile Priester wissentlich deckten und lediglich von Gemeinde zu Gemeinde versetzten statt sie den Behörden zu melden.

Nach den Plänen der Bischöfe für einen Verhaltenskodex sollen zukünftig sämtliche Missbrauchs-Fälle den Behörden zur Anzeige gebracht werden. Für schuldig befundene Priester sollen aus der Kirche ausgeschlossen werden.

Allerdings sollen Geistliche, die sich nach einem ersten Vergehen in Behandlung begeben, auf Bewährung in der Kirche bleiben dürfen. Unter dem Druck der Opfer-Organisationen könnte aber schliesslich eine "Null-Toleranz-Regelung" verabschiedet werden.

Vertuschung seit Jahrzehnten
Die katholische Kirche hatte über Jahrzehnte versucht, pädophile Übergriffe von Priestern in den USA zu vertuschen. Ende April zitierte Papst Johannes Paul II. mehrere US-Kardinäle zu Krisengesprächen in den Vatikan und regte die Entlassung der betroffenen Pfarrer an.

Erst am Mittwoch hatte eine Studie der Tageszeitung "Dallas Morning News" für neue Aufregung gesorgt, wonach zwei Drittel der 178 katholischen Diözesen mit acht Kardinälen über Jahre vor Missbrauchsvorwürfen die Augen verschlossen hatten.

ba (Quelle: sda)

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[ Erstveröffentlichung auf dieser Webseite: 9. September 2004 ]


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