Der Betreiber dieser nichtkommerziellen Webseite ist der hoch-engagierte Martin Mitchell in Australien (ein ehemaliges “Heimkind” in kirchlichen Heimen im damaligen West-Deutschland)

CHRISTA SCHUDEJA Dipl.-Rel.-Pädagogin, Sozialtherapeutin − 12.02.2007 −
Bundesrepublik Deutschland : verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche

»Jugendhilfe in der Kritik« »Die Lüge von der letzten Chance«
Menschenrechtsverletzungen anstatt Hilfe.

Christa Schudeja Dipl.-Rel.-Pädagogin, Sozialtherapeutin
12.2.2007

Jugendhilfe in der Kritik

Die Lüge von der letzten Chance

Ins Ausland abgeschoben oder in Kannenbergs Drillcamp gesteckt - immer dann, wenn die Pädagogik zu versagen scheint, wird verhaltensauffälligen Kindern und Jugendlichen eine so genannte letzte Chance eingeräumt. Wer maßt es sich an, einem jungen Menschen eine letzte Chance einzugestehen?
Unter dem Sammelbegriff
Schwererziehbare wurden schon in den 50ern und 60ern verhaltensauffällige oder unliebsame Kinder und Jugendliche in Heime eingewiesen, in denen ihnen Zucht und Ordnung beigebracht werden sollte. Dass es sich hier zum Teil um regelrechte Arbeitslager handelte, in denen Menschenrechtesverletzungen an der Tagesordnung waren, fiel angeblich niemanden auf. Der Begriff Schwererziehbare suggeriert, dass es sich hier um junge Monster handelt, vor denen die Gesellschaft geschützt werden muss.
Als
Schwererziehbare werden Kinder und Jugendliche bezeichnet, die sich den Regeln und Normen widersetzen. Das heisst im Klartext, dass Erzieher und Pädagogen an ihnen scheitern. Der Begriff jedoch soll vermitteln, dass das Kind oder der Jugendliche scheitert. So wird das Unvermögen der Erwachsenen auf das Kind oder den Jugendlichen übertragen und damit ein Urteil zu Ungunsten des Heranwachsenden gefällt. Bedauernswert ist dann der Erzieher, der sich mit dem jugendlichen Monster herumschlagen muss.
Der Sammelbegriff
Schwererziehbar taucht wieder auf, obwohl er weder pädagogisch noch ethisch haltbar ist. Pädagogik verurteilt nicht, sondern forscht nach Ursachen und sucht nach Lösungen. Unsere Gesellschaft hat vielfältige Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche mit Problemen. Engagierte Pädagogen und Therapeuten können jungen Menschen in Deutschland individuelle und professionelle Hilfen anbieten.
Nur gescheiterte Erzieher und unfähige Pädagogen verurteilen Kinder und Jugendliche zu
Schwererziehbaren und räumen ihnen eine letzte Chance ein. Die letze Chance ist eine Lüge und eine Bankrotterklärung für gescheiterte Pädagogik.

Gestrandete Kinder und Jugendliche - Deutschlands teuerster Sondermüll

Wird in den Medien der Begriff vom gestrandeten Jugendlichen gebraucht, so muss man sich fragen, was dahintersteckt. Gestrandet heisst, zu Strandgut zu werden, der entsorgt werden muss. Doch wohin mit dem menschlichen Sondermüll?
Aus der durchaus sinnvollen Erlebnispädagogik, die Kindern und Jugendlichen mit Problemen in ihrem Umfeld eine Auszeit ermöglicht, hat sich inzwischen ein regelrechter Menschenhandel entwickelt, der die als gestrandet Abgeschriebenen ins Ausland entsorgt. Hier geht es nicht mehr um das zeitlich begrenzte Erlebnis, welches fordert und fördert, sondern um eine regelrechte Auslagerung von Heimplätzen, die den Betreibern enorme Gewinne einspielen.
Und es finden sich immer Vollzugs-Pädagogen, die das mitbetreiben. Nicht nur, dass hier Millionen an Steuergeldern in Immobilien im Ausland versickern, Aussteigern ihre Existenz sichert, oder sich Einrichtungen der Jugendhilfe sanieren - die Folgekosten sind weitaus höher. Teilweise über Jahre ausgesperrte Kinder und Jugendliche finden sich nach der Rückkehr nur schwer in die Gesellschaft ein, denn sie haben den Anschluss in Deutschland regelrecht verloren.
Es ist Kindern und Jugendlichen zu wünschen, dass sie die Erfahrung einer begrenzten Auszeit in konfliktbelasteten Zeiten machen können. Deutschland bietet dazu alle Möglichkeiten - von der Nordsee bis zu den Alpen sind genügend Plätze vorhanden, die Ruhe und Abstand bieten. Auch einem zeitlich begrenzten Reiseprojekt ist nichts entgegen zu setzen, wenn es sich um Jugendliche handelt, bei denen keine psychische Erkrankung vorliegt.

Arbeit macht frei - Therapie für die Unguten

Zucht und Ordnung sind dem Deutschen wichtig und Arbeit ist ihm regelrecht heilig. Millionen Arbeitssuchenden wird daher Faulheit unterstellt, obwohl belegbar ist, dass Arbeitsplätze fehlen. Trotzdem ist die Pflicht zur Arbeit oberstes Gebot, auch wenn sie sinnlos ist oder mit einem Euro entlohnt wird. Hauptsache der Faule wird früh aus dem Bett geholt und macht sich nützlich. Beschäftigungsgesellschaften sind damit beschäftigt, Arbeitslose zu beschäftigen. Es geht nicht mehr um Sinn und Schaffensfreude und um die Entwicklung einer beruflichen und persönlichen Perspektive, sondern um das Einreihen in das Angestelltenheer. „Arbeit adelt“ wird zur Perversion - „Arbeit macht frei“. So werden beispielsweise verhaltensauffällige oder psychisch kranke Kinder schon ab 11 Jahren in Projekten der deutschen Jugendhilfe in Rumänien zur Arbeit gezwungen oder über ihren Arbeitswillen bewertet. Acht Stunden Arbeitstag als Therapie für die Unguten und die Bestrafung von Arbeitsverweigerung wird den Kindern mit Problemen in einem Projekt in Nordrumänien angedroht. Wie viele Mitarbeiter der Jugendämter haben über das Prospekt der Betreiber dieser Arbeitslager gelesen und haben Kinder dahin geschickt? Ist diesen Fachleuten nicht aufgefallen, dass Arbeitszwang für Kinder verboten ist? (www.projekt-maramures.de)
Es sind längst nicht die Randalierer, die man ausgegrenzt hat, es sind vor allem Kinder und Jugendliche, die sich nicht wehren können, weil sie von Erziehungsberechtigten oft zu Unholden erklärt werden, um sie an den Staat abzugeben. „Wenn du nicht parierst, kommst du ins Heim“, diese Drohung ist noch aktuell. Der Staat will seinen Schutzbefohlenen dann angemessene Hilfe zuteil werden lassen, aber es finden sich immer wieder gewissenlose Spekulanten, die durch Gesetzeslücken Profit aus der großzügigen Hilfe schlagen.
Diese Missstände sind längst bekannt, aber reagiert wird nur zögerlich. Es entsteht kein Druck, denn die in der Öffentlichkeit als „schwer erziehbar“ Abgestempelten sind nicht im Blick des allgemeinen Interesses. Im Gegenteil, sie werden aus dem Blick geschoben
- aus dem Blick der Eltern, die sich nicht mehr mit der mühsamen Erziehungsaufgabe belasten wollen, aus dem Blick der Behörden, die die Akten endlich vom Tisch haben möchten und aus dem Blick der Gesellschaft, der saubere Städte wichtig sind. Was bedeutet es schon, wenn ein solcher Unhold im Ausland geschlagen wird, im Inland sich im Misthaufen wälzen muss oder mit elf Jahren dem Arbeitszwang unterstellt wird? Für die Unguten gelten keinerlei Menschenrechte.

Hau ihm in die Schnauze, Kleiner

Kutlivierte Brutalität

Im Erziehungscamp Lothar Kanneberg soll das Gewaltpotential jugendlicher Straftäter in geregelte Bahnen gelenkt werden. Jedoch besteht das Erziehungskonzept einzig und allein in der Kultivierung der Brutalität. Der Teilnehmer lernt, wie er gezielt und geregelt einem anderen eine „in die Schnauze
haut. Die Ursachen, warum Kinder und Jugendliche Straftaten begehen sind unterschiedlich, aber ihre Zunahme liegt m.E. in der neuen Kinderarmut begründet. Dem vorgelebten Konsumverhalten Erwachsener, dem Prestigedenken und Streben nach Statussymbolen, steht die Entbehrung der von Kinderarmut Betroffenen entgegen. Der junge Mensch protestiert gegen die aufgezwungene Entbehrung, indem er sich das nimmt, was ihm verwehrt bleibt. Findet beispielsweise der Schulversager keine Beachtung und Anerkennung seiner Leistung, findet er durch coole Taten Beachtung in Cliquen und gleitet ins kriminelle Millieu ab. Die Gewinnertypen auf Hochglanzprospekten vermitteln ihm tagtäglich, dass er ein Verlierer ist. Wenn er schon nicht auf seine Leistung stolz sein kann, dann ist er darauf stolz, ein Deutscher zu sein und schwenkt die Hakenkreuzfahne.
Die andere Kinderarmut ist nicht materieller Art, sondern ist begründet im Mangel an Zuwendung, deren Folge vor allem Drogenmissbrauch ist, um die Entbehrung an Geborgenheit und Verständnis zu kompensieren. Es nutzt nichts, allein die Droge und deren Konsum zu bekämpfen, sondern der Leere, die sie füllen soll. In der kultivierten Brutalitaet wird dem jungen Menschen, der ins Abseits geraten ist, vermittelt, dass er sich zukunftig als professioneller Schläger durch das Leben boxen soll. Zuschlagen, statt nachdenken!

Verdienstmedaille für Folter?

Was würde man dazu sagen, wenn ein Gymnasiast einen seiner Mitschüler zwingt, sich in Fäkalien zu wälzen oder ihn in den eisigen Fluss wirft? Im Erziehungscamp Lothar Kannenberg ist diese Misshandlung Erziehungsmethode. Kinder und Jugendliche wurden auch dem Ertrinken ausgesetzt, indem man sie zwang, mit ihrer Kleidung in den Fluss einzutauchen. Liegestütze in der Schlammlache oder Strafmärsche, bei denen es blutige Füße gibt, sind nicht nur Menschenrechtsverletzungen, diese Strafen reichen schon an Foltermethoden heran. Hier wird zwar kein Eingeständnis erpresst, jedoch ist die Erniedrigung vor der Gruppe eine Demütigung, die der junge Mensch erleiden muss, deren Wirkung traumatisieren wie sie Folter zur Folge hat. Obwohl die Menschenrechtsverletzungen im Camp von Lothar Kanneberg seit Jahren durch Veröffentlichungen in den Medien bekannt sind, fällt es anscheinend keinem auf, dass hier die Würde des Menschen verletzt wird. Es handelt sich ja lediglich um die so genannten „Schwererziehbaren“ mit Delikten, denen man eine letzte Chance in Fäkalien einräumt. Die Würde des Menschen ist antastbar und Misshandelnde werden als Vorbild für Deutschland gewürdigt. (www.durchboxen.de)
Informationsquelle: ZDF, Das Parlament, Hamburger Abendblatt

Das Schweigen der Ämter

Braunbär Brunos Tod bewegte 2006 die Gemüter in Deutschland. Auch ich wandte mich an das Umweltministerium und erhielt unmittelbar danach eine persönliche Antwort. Jedoch auf mein Schreiben an das Familienministerium im Mai 2006, in denen ich die Missstände in einem Projekt der Jugendhilfe im Ausland benannte, bekam ich zunächst keine Rückmeldung. Auch die zuständigen Landesjugendämter, die ich später informiert hatte, meldeten sich nicht zurück. Sehen Ämter erst Handlungsbedarf, wenn die Masse reagiert? Der Bürger wird schweigen, wenn es sich um jungen Menschen handelt, die bereits schon durch das angewandte Vokabular vorverurteilt sind. So wird die wohlberechtigte Sorge um weitere Braunbären in Deutschland weiteraus mehr Beachtung finden, als die Zukunft der jungen Menschen, die ins gesellschaftliche Abseits geraten.

Auf-Forderung

Eine Formulierung wie diese: „Wer es nicht schafft landet auf der Straße, im Knast oder auf dem Friedhof auf den offiziellen Seiten des Bundestages zu finden, macht nicht nur sprachlos. Wird jetzt zur Diskussion gestellt, ob dieses Leben überhaupt lebenswert ist? Ist es schon der Hinweis darauf, dass Kinder und Jugendliche im Erziehungscamp Lothar Kannenberg gezwungen werden, sich ihre Gräber symbolisch zu graben?

Es wird Zeit zu handeln.
Es wird Zeit, den ehemals misshandelten Heimkindern schnell und unbürokratisch zu helfen.
Es wird Zeit, innovative Projekte mit Fachkräften zu fördern.
Es wird Zeit, gegen Kinderarmut zu handeln.




Desweiteren, siehe auch den Artikel von Christa Schudeja vom 18.03.2007 @ http://www.antimanifest.de/ararshed.htm - E-mail des dortigen Webseiten-Betreibers: steiph@antimanifest.de


[ Erstveröffentlichung auf dieser Webseite: 7. Juni 2007 ]

Subindex Nr. 17

Kurznachrichten im deutschen Nachrichtenmagazin FOCUS vom 12. Augsut 2007:
»Verein ehemalige Heimkinder fordert von der Industrie Schadenersatz - „Firmen, die in
Heimen arbeiten ließen, sollen zahlen“
«- gibt Münchener Anwalt Michael Witti bekannt.


Forderungen ehemaliger Heimkinder der alten Bundesländer an die Kirchen, den
deutschen
Staat und jetzt auch an die deutsche Industrie und andere deutsche
Privatunternehmen
- Nutznießer von erzwungener, unentlohnter Arbeit von
minderjährigen jungen Mädchen und Jungen in Heimen und Anstalten
im "Wirtschaftswunderland Westdeutschland", berichtet in dem Artikel von Katrin Sache
"Auftakt zum Milliarden-Poker", Printausgabe
FOCUS 33/2007 - 13.08.2007, Seiten 34-35.


Online domradio Bericht, basierend auf einen gleichlautenden online Bericht der
Katholischen Nachrichten Agentur gleichen Datums - 13.08.2007 -
"Verlorene Jahre" der Heimkinder -
"Ehemalige Heimkinder weiten Forderungen aus" - Verein ehemaliger Heimkinder e.V.
verlangt nun auch Schadenersatz von der deutschen Industrie,
berichtet das Magazin
FOCUS 33/2007 - 13.08.2007, Seiten 34-35.


ZDF TV "MONA LISA" 07.10.2007, 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr.
»Schwarze Pädagogik - Dunkle Seite der Heimerziehung«
Bis in die 70er Jahre wurden Zöglinge geschlagen, gedemütigt und gezwungen,
Sträflingskleidung zu tragen. Die Jugendlichen mussten, u.a.,
im "Landesfürsorgeheim Glückstadt"
(ex NS-"Arbeitserziehungslager")
unentlohnt, bis zur Erschöpfung in Steinbrüchen arbeiten.
Ein kaum bekanntes und düsteres Kapitel deutscher Zeitgeschichte.


ZDF TV "MONA LISA" 23.09.2007, 18:00 Uhr bis 18:30 Uhr.
»Entschädigung für eine gestohlene Kindheit - Heimkinder wollen Gerechtigkeit«
Heimterror in den 50er bis 70er Jahren in der Bundesrepublik Deutschland (BRD).


NDR-Info Radio-Reportage vom 21.09.2007 betreffend "Ehemalige Heimkinder" der BRD
»Misshandelt und ausgebeutet: Heimkinder in den 60er Jahren« - Viele von ihnen
leiden noch heute unter den Spätfolgen. Daher wollen sie Entschädigung -
finanzieller, vor allem aber moralischer Art. Der Petitionsausschuss des Bundestages
befasst sich zur Zeit mit dem Thema.


»Schläge und Schikane im Heim« - Jugendamt-bestimmte Heimerziehung / Fürsorgeerziehung
im
"Wirtschaftswunderland Westdeutschland" (ca 1945-1985). Ein Artikel im HOFER ANZEIGER /
FRANKENPOST vom 26.10.2007, basierend auf einen Vortrag von Ehemaliges Heimkind,
Wolfgang Rosenkötter, an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Hof, am 15.10.2007,
zum gleichen Thema:
"Schwarze Pädagogik" in der nachkriegsdeutschen Bundesrepublik.


"REPORT MAINZ" 17.09.2007 - »Drangsaliert und ausgebeutet
Heimkinder klagen an
« - Thema: Die Arbeit in den Heimen.
Zeitreise zurück in die fünfziger, sechziger Jahre. Heimkinder.
Mehr als eine halbe Million gibt es damals von ihnen,
untergebracht in so genannten Fürsorgeheimen.
Die systematische Ausbeutung von Heimzöglingen als billige Arbeitskräfte.


Weiterhin in der demokratischen Bundesrepublik Deutschland bestehen bleibende
"Arbeitslager" / "Arbeitsanstalten" / "Arbeitserziehungsanstalten" / "Arbeitszwangsanstalten"
:
"Rheinische Arbeitsanstalt" (1949-1969); zu einem bestimmten Zeitpunkt umbenannt
in "Landesfürsorgeheim Braulweiler"; "Landesfürsorgeheim Glückstadt" - und,
und dergleichen, wo Zwang und Gewalt und Entwürdigung bis Mitte der 1980er Jahre
GRUNDSATZ war, an der Tagesordnung blieb, und systematisch praktiziert wurde.
Auszüge aus einem historischen Artikel:
Sonderausgabe SSK, kumm eros, Nr. 30 (Aug. 2004).


"Einzelhaft und Zwangsarbeit" : Westdeutsche "Arbeitslager" /
"Arbeitsanstalten" / "Arbeitserziehungsanstalten" / "Arbeitszwangsanstalten":
u.a.,
"Glückstadt" in Schleswig-Holstein, "Freistatt" in Niedersachsen, "Breitenau" und
"Kalmenhof" in Hessen, "Dansweilerhof" / "Brauweiler" in Nordrhein-Westfalen;
weitere, andere
"Arbeitsanstalten"-ähnliche Einrichtungen auch in jedem der anderen
"alten Bundesländer" - dem "Wirtschaftswunderland" - zwischen ca 1945 und 1975.


Leserbrief der Ehefrau eines damaligen Insassen - "Psychiatrie Patienten" - des
"LANDESKRANKENHAUS BRAUWEILER" bei Köln, wo, unter der Trägerschaft
des
"LANDSCHAFTSVERBAND RHEINLAND", "Menschen wie Vieh gehalten" wurden.


WESER-KURIER Nr. 209 - Freitag, 7. September 2007 (Seite 6) : POLITIK :
»Das harte Los der „Zöglinge“ - Im Erziehungsheim in Glückstadt
lebten Kinder wie
Zwangsarbeiter« - BRD-Heimerziehung in den 50er bis 70er Jahren:
„Schutzbefohlene“ in der „Freiwilligen Erziehungshilfe“ und „Fürsorgeerziehung“
in Schleswig-Holstein; genauso wie in den anderen alten Bundesländern auch.


»Brutale Fürsorge« im damaligen "Wirtschaftswunderland Westdeutschland".
Bis Anfang der siebziger Jahre sind in der Bundesrepublik Deutschland
»schätzungsweise 800000« Jugendliche, rechtsstaatswidrig, in staatlichen
und in kirchlichen Einrichtungen zu
Zwangsarbeit ausgenutzt worden.
DIE ZEIT | DEUTSCHLAND - DIE ZEIT, 01.11.2007 Nr. 45.


Zwangsarbeit in Schleswig-Holstein (NS-Zeit 1933-1945) und (BRD1945, bzw. 1949-1975).
Das zu Nazi-Zeiten in Schleswig-Holstein mit der "Landesarbeitsanstalt Glückstatt"
kombinierte "Konzentrationslager Glückstadt" an der Elbe (Königstraße / Ecke Jungfernstieg),
wo - wie in den nächsten dreißig Nachkriegsjahren auch - in internen Wirtschaftsbetrieben
Fischernetze geknüpft, Matten geflechtet, Tüten geklebt, und in der Landwirtschaft sowie
im Steinbruch gearbeitet, werden mußte
(n) - ohne daß die Insassen dafür entlohnt wurden.


Wichtige Mitteilung für ehemalige Heimkinder von den Representanten und
Rechtsvertretern für alle betroffenen Geschädigten der damaligen Heimerziehung.
Kurzfassung der Zielsetzung durch die Anwaltskanzlei Dr. Vehlow & Wilmans [ Hamburg ]
und der
Kanzlei Michael Witti [ München ]. Hamburg, Freitag den 7. September 2007.

( Von den Anwälten unabhängige Veröffentlichung, bzw. Weiterveröffentlichung dieser Bekanntgebung auf dieser Webseite )

Im Internet von GOOGLE indexierte Medien-Reportagen im Fall eines australischen
Gerichtsurteils:
Schadenersatz für einen Ureinwohner der "Stolen Generation":

TREVORROW -v- STATE OF SOUTH AUSTRALIA (No 5) [2007] SASC 285
Judgment of The Honourable Justice Gray - 1 August 2007


Hinweis auf eine Neuerscheining zur Geschichte der Heimerziehung in Deutschland:
"Der Staat als Erzieher. Jugendpolitik und Jugendfürsorge im Rheinland vom Kaiserreich
bis zum Ende des Nazismus"
von Sven Steinacker im ibedem-Verlag - ISBN 978-3-89821-724-8.


Schreiben des Geschäftsführers der Diakonie Freistatt, Pastor Wolfgang Tereick,
vom 28.08.2007, in dem mitgeteilt wird, daß sich die vorausgesehene Veröffentlichung
des Buches über die Geschichte der Diakonie Freistatt - »„Endstation“ Freistatt« -
welche für den Herbst 2007 vorgesehen war, sich bis März 2008 verzögern wird.
Anschließende Anlage zu diesem Schreiben: "vorläufige Gliederung des Buches"
und "ein paar Angaben zum gegenwärtigen Sachstand der Untersuchungen".


Ehemalige Heimkinder nehmen die Initiative.
Heimkinder wollen den Staat in die Pflicht nehmen.
Ehemalige Heimkinder stellen eine sehr einfache Frage an die Deutsche Bundesregierung:
The German Federal Government is being challenged to answer the following simple question:


Düsseldorf : Aachener Nachrichten online berichtet am 20.06.2007
über Veranstaltung am 19.06.2007 in Düsseldorfer Fachhochschule
in Anwesenheit des Erziehungswissenschaftler Manfred Kappeler.
Ehemalige misshandelte Heimkinder fordern ÖFFENTLICHE Debatte
des ihnen widerfahrenen Unrechts im "Wirtschaftswunderland"
und eine ÖFENTLICHE Anhörung dies betreffend im Bundestag
.


Der Ort meiner Qualen unter der "Fürsorge"/"Obhut" der Evangelisch-Lutherischen Kirche
im Jahre 1962 - das
"Burschenheim Beiserhaus" der damalig so genannten "Inneren Mission"
im Dorf "Rengshausen" (Knüllwald-Rengshausen, Kreis Schwalm-Eder), in Nord-Hessen,
ein seit 1840 bestehendes, mit
Parochialrechten versehenes Agrarunternehmen,
wo für lange, lange Zeit alle Insassen gezwungen wurden unentlohnt zu arbeiten
und sich der dort üblichen Religionslehre zu unterwerfen:
"Arbeite und Bete".


GOOD NEWS I - Der HOLSTEINER COURIER in seiner ONLINE-AUSGAGE vom
5. Juli 2007 stellt die folgende Frage: Wie viele Selbstmorde gab es in den Heimen?
Ehemalige Heimkinder, auch in
Schleswig-Holstein, stellen bestimmte Forderungen.
Bei
Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht stießen sie mit ihren Forderungen
auf Entgegenkommen. Anfang der Woche lud die Ministerin die ehemaligen Heimkinder
zu einem persönlichen, mehrstündigen "Gespräch", dass "sehr positiv" "lief".


GOOD NEWS II - Ehemalige Heimkinder in einem mehrstündigen Treffen im Landeshaus
in Kiel,
Schleswig-Holstein, mit Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend
und Senioren,
Frau Dr. Gitta Trauernicht, am Dienstag den 3. Juli 2007, betreffend
den damaligen, bedauernswürdigen Zuständen in Heimen in
Schleswig-Holstein.


GOOD NEWS III - FDP nimmt die Heimkinder-Geschichte und "Aufarbeitung" "sehr ernst"!
Frage von Martin Mitchell
(vom 01.06.2007) auf www.abgeordnetenwatch.de und Antwort dazu
von
Dr. Guido Westerwelle, MdB (vom 10.07.2007).


BERLIN: Grüne fordern Entschädigung für Heimkinder.
Die Grünen wollen ehemaligen Heimkindern Gerechtigkeit widerfahren lassen
und fordern deshalb eine neue Bundestiftung, die Entschädigungen zahlt
und Hilfe leisted - berichtet
Der Tagesspiegel in seiner aktuellen Ausgabe am
24.04.2007
( HTM ); dieser Bericht ist seither auch archiviert worden online.

Siehe auch sogleich anschliessend den genauen Wortlaut der
PRESSEMITEILUNG NR. 0470 der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90
-
DIE GRÜNEN - Datum 25. April 2007
@
http://www.gruene-bundestag.de/cms/presse/dok/180/180456.htm 
und den genauen Wortlaut des dem Bundestag und
der Öffentlichkeit vorgelegten Beschlusses
Gerechtigkeit für ehemalige Heimkinder
@
http://www.gruene bundestag.de/cms/beschluesse/dokbin/180/180420.pdf



Absolute Transparenz ist gefragt auf allen Ebenen und zu jedem Aspekt.
Nichts als eine eingehende Untersuchung genügt.
Eine Untersuchung von Seiten des Untersuchungsausschusses oder der Justiz.
"Ehemalige Heimkinder" prangern an und machen die folgenden Vorwürfe.

Rundschreiben formuliert und verbreitet von Martin Mitchell am 29.03.2007.

Bisherige deutsche Heimerziehungsaufarbeitung skandalös !!!
Ehemalige Heimkinder erwarten mehr - viel mehr !!!

Rundschreiben formuliert und verbreitet von Martin Mitchell am 30.03.2007.

Heimkinder-Leiden in deutschen Fürsorgeeinrichtungen: »Geprügelt im Namen Gottes.«
Ehemalige Heimkinder:
»Sie wurden drangsaliert und ausgebeutet, gedemütigt und gequält.«
Oberhessische-Presse
(Tageszeitung für den Kreis Marburg-Biedenkopf), 20.11.2007.


Aktuelle Ausgabe der Kreis Lippe LIPPISCHE–LANDESZEITUNG Nr. 165 vom 19.07.2007
(untere Hälfte, Seite 9), Interview mit Ehemaliges Heimkind Wolfgang Focke und Artikel
diesbetreffend von Ulrich Pfaff "Wir hatten keinerlei Rechte" – damalige Heimerziehung –
"Wolfgang Focke kämpft als ehemaliges Heimkind für eine Entschädigung –
Klares Bekenntnis vom Staat erwartet
"

( ebenfalls online, aber nur für Abonnementen zugänglich @ xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx )

Pressekonferenz | Pressegespräch | press conferenceAssociation of former Wards of the State
Verein ehemaliger Heimkinder e. V. – Montag, 11. Dezember 2006, um 17:00 Uhr, Berlin-Mitte:
im Saal von Gangway e. V., Schuhmannstraße 5, 10117 Berlin –
ein 5 Minuten Fußweg vom S-Bahnhof sowohl wie U-Bahnhof “Berlin-Friedrichstraße”.


Deutsche Heimkinder / Kindersklaven verlangen eine anständige Entschädigung und
Wiedergutmachung; keine "Abfindung" / "kein Schweigegeld", keinen "Kompromiss" !

German wards of the state / institutionalised children used as slave labourers (in the former West
Germany) demand adequate compensation and the making of appropriate amends; they don't
want to be "paid off" / "to be bribed henceforth to keep quiet"; no "compromise" !


Absolutes Verbot aller Formen von Zwangsarbeit (Pflichtarbeit) !, oder nicht ?
War "Zwangsarbeit" / "Pflichtarbeit" / "Arbeitstherapie" /
"Arbeitserziehung" / "Arbeitszucht" / "Arbeitszwang"
"Arbeiterverdingung" / "unentlohnte erzwungene Arbeit" damals legal in der
Bundesrepublik Deutschland, oder nicht? War so etwas legal in den 1950er, 1960er,
1970er und 1980er Jahren?
Ist es heute legal in der Bundesrepublik Deutschland?

Sind nicht die Nutzung und Nutznießung von Zwangsarbeit völkerrechtliche Verbrechen und stellen
diese nicht schwere Menschenrechtsverletzungen und Einschränkung der menschlichen Freiheit dar?


Petition vom 25.05.2007 der Düsseldorfer Dipl. Psychologin Gertrud Zovkic
an den Hessischen Landtag, für ehemaliges Heimkind im Kalmenhof -
Insassin von 1943-1969 - Elfriede Schreyer (Jahrgang 1931).




Die "Schwarze Pädagogik" der 50er, 60er und 70er Jahre wiederholt sich in 1980 - 2006.
Abschiebung:
Outsourcing deutscher "Problemkids" – im Alter von 11- bis 17 Jahren
zur "Arbeitstherapie" / "Knechtschaft" ins Ausland
(unentlohnt), unter anderem auch nach
Kirgisien, Namibia, Nicaragua, Rumänien, Estland, Portugal, Italien, Griechenland, Island,
Russland und Kanada – für die Vermittler und Träger eine lukrative Einnahmequelle.
"Damals fehlte die Kontrolle" was "Fremdplatzierung" betraf, und heute fehlt sie ebenso.


Germany : Menschenhandel: Beteiligung kirchlicher Einrichtungen : Kinder und Jugendliche als
Arbeitssklaven auf Zeit von „seriösen“ Institutionen ohne Bedenken unter dem Deckmantel
pädagogischer Zielsetzung ausgeliehen – ins Ausland abgeschoben.


ZDF : 2DF Frontal21 − Reportage von V. Neukum und A. Becker-Wenzel
03.04.2007 : "Verschoben und Vergessen − Geschäfte mit Problemkindern".
Menschenhandel. Deutsche Problemkinder ins Ausland abgeschoben.
Globalisierung deutscher Jugendhilfe : Jugendhilfe-Odyssee.


Fremdplatzierung / Heimerziehung in Deutschland, damals und heute.
»Letzte Chance oder größter anzunehmender Unfall der Jugendhilfe?« -
Montag, 12. Juni 2007 um 19 Uhr:
Ein kleines Theaterstück mit anschließender Podiumsdiskusion
im Museum in der "Runden Ecke", Dittrichring 24, LEIPZIG.


CHRISTA SCHUDEJA Dipl.-Rel.-Pädagogin, Sozialtherapeutin − 12.02.2007 −
Bundesrepublik Deutschland : verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche

»Jugendhilfe in der Kritik«
»Die Lüge von der letzten Chance«
Menschenrechtsverletzungen anstatt Hilfe.


PROTESTAKTION − und nachträglicher Bericht darüber − betreffend Demonstration
am 13. und 14. Juli 2007 vor der Hessischen Landesvertretung in Berlin
gegen heutige Heimerziehungsmethoden:
Förderung von Misshandlungen an
Jugendlichen durch die Hessische Landesregierung im Trainingcamp Lothar Kannenberg
.


Schwarze Pädagogik in der ehemaligen DDR : Deutsche Demokratische Republik.
Artikel diesbetreffend von Helmuth Frauendorfer, in Wochenzeitung
RHEINISCHER MERKUR Nr. 47 vom 20.11.2003 :
»Der Schock wirkt weiter«
DDR-Vergangenheit − Kommunismus Jugendwerkhof Torgau − die verschärfteste
Form der militaristischen Maßregelung und Umerziehung von Kindern und Jugendlichen,
um sie kollektiv dem sozialistischen Menschenbild gleich machen zu können.




Siehe auch "Ehemalige Heimkinder" @ heimkinderopfer.blogspot.com und heimkinderopfer2.blogspot.com


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